Am 05. und 06. November 2025 öffnete das KVJS-Tagungszentrum Schloss Flehingen seine
Türen für die diesjährige Jahrestagung der Netzwerkkoordinierenden Frühe Hilfen. Zwei
Tage voller Austausch, neuer Ideen und gemeinsamer Perspektiven – eine Plattform, die
einmal mehr zeigte, wie wichtig Vernetzung für die Weiterentwicklung der Frühen Hilfen in
Baden-Württemberg ist.
Den Auftakt machte ein Grußwort des Sozialministeriums Baden-Württemberg durch Herrn
Dennis Schüssler, gefolgt von Cornelia Gaal, stellvertretende Referatsleitung des KVJS -Landesjugendamts Referat 44.
In ihrem ersten Grußwort in dieser Funktion unterstrich sie die zentrale Rolle der Netzwerkkoordinierenden in den Kommunen. Sie sprach offen über die Herausforderungen der Landeskoordination der vergangenen Jahre, die von personellen Wechseln und strukturellen Veränderungen geprägt waren, und würdigte das große Engagement, die Expertise und die Geduld aller Anwesenden.
Ihr klares Statement: „Netzwerkkoordination ist der zentrale Baustein für gelingende
Unterstützung von Familien – und macht die Frühen Hilfen vor Ort so wirksam.“
Im Anschluss gab die Landeskoordinierungsstelle Baden-Württemberg einen umfassenden
Überblick über aktuelle Entwicklungen auf Landes- und Bundesebene sowie Neuigkeiten aus
dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen.
Am Nachmittag hieß es: Bühne frei für den Open Space-Austausch! Cornelia Gaal führte in
das Format ein, das – wie schon im Vorjahr – Raum für praxisnahe Themen, offene Diskussionen zu unterschiedlicher Perspektiven bot.
In zwei Arbeitsphasen widmeten sich die Teilnehmenden den aktuellen Herausforderungen
der Ressourcenknappheit und Weiterentwicklung der Frühen Hilfen. Die Gespräche waren lebendig, vielfältig und praxisnah: Wie können die Frühen Hilfen politisch wirksame Gremienarbeit leisten? Wie kann mit begrenzten Ressourcen umgegangen werden? Wie können
der Gesundheitssektor und auch die Gesundheitsfachkräfte vor dem Hintergrund knapper
Ressourcen für die Frühen Hilfen gewonnen werden? Die Vielzahl an Fragen und Lösungsansätzen aus den Stadt- und Landkreisen verdeutlichte sowohl die unterschiedlich Strukturen als auch die lösungsorientierte Arbeit vor Ort.
Der erste Tag endete in entspannter Atmosphäre bei einem gemeinsamen Abendessen –
eine Gelegenheit, Kontakte zu vertiefen und neue Netzwerke zu knüpfen.
Der zweite Tag startete im Plenum, in dem Ideen für die weitere Zusammenarbeit und zukünftige Treffen gesammelt wurden. Danach folgte ein Rückblick auf den ersten Tag, bevor
erneut das Open-Space-Format in den Mittelpunkt rückte. In der ersten Runde lag der Fokus
auf der Zusammenarbeit mit der Landeskoordination. Dabei wurden gegenseitige Erwartungen sowie die Erfüllung der jeweiligen Aufgaben erörtert und ausgelotet.
In der zweiten und zugleich abschließenden Runde stand die Frage im Mittelpunkt, welche
Komponenten der Frühen Hilfen deren unverzichtbaren Kern bilden. Diese Aspekte wurden
intensiv diskutiert und abgewogen.
Darüber hinaus tauschten die Teilnehmenden ihre unterschiedlichen Erfahrungen mit dem
Kooperationspartner „Kinderschutz“ aus und besprachen diese gemeinsam. Auch hier brachten die Teilnehmenden ihre Erfahrungen ein und diskutierten praxisnahe Lösungen.
Fazit:
Zwei Tage voller Impulse, konstruktivem Austausch und inspirierender Gespräche! Die Tagung zeigte eindrucksvoll, mit wie viel Engagement die Netzwerkkoordinierenden in ihren
Stadt- und Landkreisen für die Frühen Hilfen und die Familien eintreten. Diese gemeinsame
Motivation und wertschätzende Zusammenarbeit sind ein starkes Fundament – für die Zukunft der Frühen Hilfen, auch in turbulenten Zeiten.

Abbildung 1: Teilnehmende tauschen sich über die bisherigen Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen aus.

Abbildung 2: Teilnehmende diskutieren über das bisher Gehörte.

Abbildung 3: Aufbau der Gruppenphase in der Open Space Method