Fachwissen





Der Missbrauch von Alkohol, anderen Drogen und Medikamenten nimmt seit Jahren zu. Auch Internet- und Spielsucht gehören zu diesem unrühmlichen Kreis. Betrieblich können sich Suchtprobleme in Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit, hohen Krankheitsfehlzeiten und vermehrten Arbeitsunfällen niederschlagen.
Oft sind betriebliche Funktionsträger mit solchen Fällen überfordert. Umso wichtiger ist es, einschätzen zu können, wenn die eigenen Grenzen erreicht sind und externe Unterstützung angefordert werden sollte.
Dieser Kurs hilft Ihnen dabei, Suchtprobleme am Arbeitsplatz schnell zu erkennen und angemessen zu reagieren. Dafür machen wir Sie mit betrieblichen und außerbetrieblichen Möglichkeiten bekannt, suchtabhängigen Menschen Hilfe zuteilwerden zu lassen.

Themen:
• Suchtmittel und ihre Wirkung
• Entstehung und Verlauf der Suchterkrankung
• Merkmale von Suchterkrankungen
• Innerbetriebliche Probleme mit Abhängigen
• Therapiemöglichkeiten
• Betriebliche Hilfsangebote
• Betriebsvereinbarung
• Arbeitsrechtliche Fragestellungen


Hinweis: Die Veranstaltung findet digital via Zoom statt.
Um sich mit Referent:innen sowie untereinander austauschen zu können, benötigen Sie einen PC/Laptop mit Internetverbindung und Ton, sowie eine Webcam und ein Mikrofon. Eine Teilnahme per Telefon ist nicht möglich.

Die Fortbildungsveranstaltung ist mit 10 CDMP-Stunden anerkannt.
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Kurs-Nr.
26ID0016
Dozent*in
Tracy Kern
Anmeldung möglich

Einrichtung und Gestaltung von Arbeitsplätzen
- Mit dem Technischen Beratungsdienst sitzt jeder Handgriff

Di., 14.07.2026 - Mi., 15.07.2026
Tagungszentrum Gültstein
196,00 € (inkl. MwSt.)
Gute Arbeit braucht gute Arbeitsbedingungen. In diesem Kurs zeigen Ihnen die Fachleute des Technischen Beratungsdienstes, wie ein neu einzurichtender oder bestehender Arbeitsplatz optimal auf die Fähigkeiten einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters mit Beeinträchtigung abgestimmt werden kann.

Sie lernen, behinderungsbedingte Beeinträchtigungen im Arbeitsablauf zu ermitteln und zu beseitigen – Letzteres oft durch den Einsatz technischer Arbeitshilfen. Die Referenten behalten organisatorische Rahmenbedingungen ebenso im Blick wie betriebswirtschaftliche Überlegungen. An relevantem Stoff soll es also nicht fehlen, an Expertise sowieso nicht!

Der Technische Beratungsdienst gehört zum Inklusions- und Integrationsamt beim KVJS.
Nomen es Omen: der Dienst berät alle Personen, die sich um die Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben kümmern, in technisch-organisatorischen Fragen der Beschäftigung. Gibt es Probleme, steuert er erfahrungssatte Lösungsvorschläge bei. Außerdem entscheidet er mit über die Vergabe finanzieller Mittel zur Arbeits- und Berufsförderung behinderter Menschen.

Themenauswahl (Beispiele):
- Lösungsmöglichkeiten für Sinneseinschränkungen, körperliche Beeinträchtigungen, Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes Mellitus...), neurologische Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose, Epilepsie)
- Barrierefreie Arbeitsstätten
- Design für Alle
- Fahrzeuggestaltung
- und vieles mehr.

Die Fortbildungsveranstaltung ist mit 10 CDMP-Stunden anerkannt.
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Kurs-Nr.
26IP0038
Dozent*in
Matthias Kinzler, Steffen Franzke
Erstaunlich, was ein paar Zeilen Gesetzestext so in sich haben können! Als Praktiker wissen Sie, wovon wir reden. Nach diesem Seminar werden Sie aber auch wissen, welche Möglichkeiten sich bieten Rechte wahrzunehmen und Pflichten zu erfüllen - und zwar auf Arbeitgeber- wie auf Arbeitnehmerseite.

Was beinhaltet der Individualanspruch nach § 164 SGB IX und wo sind seine Grenzen? Dr. Babette Tondorf, mehr Dialogpartnerin als Lehrmeisterin, dröselt auf, wie der Arbeitsplatz mit seinem Drumherum behinderungsgerecht zu gestalten ist. Aber was heißt das eigentlich genau: „behinderungsgerecht“ und was ist zu tun bei Uneinigkeit hierüber? Fälle aus der Rechtsprechung und der anwaltlichen Praxis schaffen Klarheit, doch Frontalunterricht ist out: Übungen in Kleingruppen garantieren Auflockerung und vertieftes Verständnis. Und natürlich geht es ganz wesentlich um Beispiele aus Ihrem eigenen Erfahrungsschatz. Praxisnähe und Austausch heißen die Zauberworte.

Die, die an diesem Tag für Sie zaubert, ist Dr. Babette Tondorf, ihres Zeichens Fachanwältin für Arbeitsrecht. Sie hat sich spezialisiert auf Mandate rund um Krankheit und Behinderung – und darauf, schwere juristische Kost leicht verdaulich anzurichten. Wenn Sie Appetit bekommen haben, am besten gleich einen Platz reservieren!

Themen:
• Inhalt, Umfang und Grenzen des Anspruchs
• Besonderheiten im Beschäftigungsverhältnis mit einem schwerbehinderten Menschen
• Behinderungsgerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes, des Arbeitsumfeldes, der Arbeitsorganisation, der Arbeitszeit (§ 164 Abs. 4 SBG IX)
• Darlegungs- und Beweislast, Bedeutung ärztlicher Stellungnahmen und Atteste
• Verhältnis § 164 SGB IX zu BEM nach § 167 Abs. 2 SGB IX
• Verhältnis § 164 SGB IX zum Präventionsverfahren nach § 167 Abs. 1 SGB IX
• Ansprüche auf Anpassung bei Gesundheitsbeeinträchtigungen und Behinderungen unterhalb der Schwelle der Schwerbehinderung
• Aufgaben der Interessenvertretungen im Kontext der Anspruchsgeltendmachung
• Aufgaben des Betriebs bzw. der Dienststelle im Kontext der Anspruchsgeltendmachung

Die Veranstaltung ist mit 7 CDMP-Stunden anerkannt und findet ausschließlich online via Zoom statt.
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Kurs-Nr.
26ID0017
Dozent*in
Babette Tondorf
Fast ausgebucht
Di., 27.10.2026 - Do., 29.10.2026
Tagungszentrum Gültstein
343,00 € (inkl. MwSt.)
Mal ehrlich: Wissen Sie genau, wo Mobbing anfängt? Sehen Sie es beizeiten? Und wie löst man etwas auf, das so schwer zu fassen ist, zwischenmenschlich und rechtlich? Die Folgen sind jedenfalls für Betroffene wie für den Betrieb gravierend. Insofern gibt es locker drei Tage Stoff für Definition, Rechtslage, Verständnisaufbau und Opferunterstützung.

Zurücklehnen können Sie sich freilich nicht, dafür bleibt es spannend, weil nah an Ihrer Realität: Ihr praxiserprobter Dozent stützt sich auf Ihre Fallbeispiele, initiiert Rollenspiele zur Entdeckung der Einfühlsamkeit und lässt in kleinen Gruppen hirnen. Da geht was von Ihnen rein, also kommt da was raus! Zunächst wird zwischen Mobbing und Konflikt unterschieden, Konflikttypen kommen unters Mikroskop. Sie erkunden im Rollenspiel typische Situationen, denn nur, wenn Sie Gemobbte verstehen, können Sie ihnen auch helfen.

Am zweiten Tag geht es um rechtliche Aspekte des Mobbings und um inner- wie außerbetriebliche Möglichkeiten, Betroffene zu unterstützen. BEM und AGG bilden dabei ein wichtiges Fundament. Wie geht man aber mit Mobbingvorwürfen überhaupt um? Das arbeiten Sie und Ihre Kolleg*innen gruppenweise heraus. Tag drei bringt die Feuerprobe, indem Sie in schwierige Erstgespräche eintauchen. Zum guten Schluss diskutieren Sie, wie Sie Mobbing und Konflikten vorbeugen können. Beugen Sie einer Absage wegen Ausbuchung vor, indem Sie sich ruckzuck anmelden!

Themen:
• Mobbingdefinitionen und rechtliche Probleme des Mobbingbegriffs
• Unterschiede zwischen Mobbing und Konflikt
• Analyse von Konflikttypen
• Die individuelle Situation der Betroffenen verstehen
• Psychische Folgen von Mobbing
• Umgang mit Mobbingvorwürfen
• BEM und AGG als unterschiedliche Ansätze
• Unterstützung durch Kolleg*innen
• Betriebliche und außerbetriebliche Hilfs- und Unterstützungsangebote
• Kommunikation: Erstgespräche führen
• Mobbing- und Konfliktprävention im Betrieb


Die Fortbildungsveranstaltung ist mit 14 CDMP-Stunden anerkannt.
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Kurs-Nr.
26IP0046
Dozent*in
Christian Gojowcyk
Anmeldung möglich
Mi., 11.11.2026 - Do., 12.11.2026
Tagungszentrum Gültstein
196,00 € (inkl. MwSt.)
Die Zahl der Menschen, die wegen seelischer Erkrankungen arbeitsunfähig werden, wächst seit Jahren. Bei den Betroffenen ändert sich neben ihrem Arbeits- und Sozialverhalten auch die Eigenwahrnehmung. Das macht es Vorgesetzten oder Kolleg*innen schwer, angemessen zu reagieren. In der Regel ziehen sie die relevanten Betriebsgremien ins Vertrauen. Für deren Funktionsträger stellt sich dann die Frage, wie sie den Menschen ansprechen und wie sie ihn gegebenenfalls dazu bewegen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.


In diesem Kurs möchten wir Ihren Blick für seelische Erkrankungen schärfen, Sie im Umgang damit sicherer machen und Ihnen ein Gefühl dafür geben, wann Sie sinnvollerweise externe Stellen wie den Integrationsfachdienst (IFD) hinzuziehen. Bringen Sie Fälle aus Ihrem Arbeitsalltag mit! Gemeinsam mit den Referierenden und den anderen Teilnehmenden können Sie Lösungen dafür entwickeln. Anhand der eingebrachten Beispiele zeigen wir auch auf, wie eine konkrete Unterstützung durch den IFD aussehen könnte.



Die Fortbildungsveranstaltung ist mit 10 CDMP-Stunden anerkannt.
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Kurs-Nr.
26IP0006
Dozent*in
Siglinde Rechtsteiner, Anna Pruski
Anmeldung möglich
Di., 01.12.2026 - Mi., 02.12.2026
Tagungszentrum Gültstein
196,00 € (inkl. MwSt.)
Mit welcher Rolle bin ich heute eigentlich hier? Ist die Klarheit nicht da, kann es für gewählte Vertrauenspersonen in Gesprächen zu Konfusion auf mehreren Seiten des „Runden Tisches“ führen und manchmal dann auch zu einer deutlich spürbaren Belastung in der Beziehungsebene.
Rollen werden durch die Summe der Erwartungen geprägt, die an Sie gestellt werden. Dabei geht es um bewusste und unbewusste Erwartungen, implizite und explizite. Erwartungen, die von außen an eine Rolle herangetragen werden, haben genau so eine Gewichtung, wie die Erwartungen, die der Rolleninhaber selbst an sich stellt.
Wir schauen uns gemeinsam Ihr Verständnis von Ihrer Rolle und den verknüpften Erwartungen an Ihre Rolle an. Konfliktsituationen, Veränderungsprozesse und Widerstände in Ihren Arbeitsprozessen aus Ihrer Rolle heraus werden beleuchtet, um dann eine wirksame Haltung zu erarbeiten, die Sie befähigen soll, wirkungsvoll in angespannten und konflikthaften Situationen bewusst und gestärkt aus Ihrer Rolle heraus zu agieren.
Das Seminar hat weiter das Ziel, ein besseres gemeinsames Verständnis beim Gegenüber für Ihre Rolle als gewählte Vertrauensperson zu bewirken und Sie für Ihre Arbeitsprozesse und Kooperationen zu stärken.
Im Seminar werden Basiskompetenzen vermittelt, Konfliktsituationen in Ihrem Arbeitsalltag aus der Rolle der Vertrauensperson begleitet und mittels einer mediativen Grundhaltung mit Gelassenheit schwierige Gespräche geführt sowie eine gute Haltung in der Rolle als Vertrauensperson erarbeitet.

Anna Pruski - systemische Mediatorin und Supervisorin, führt Sie mit vielseitigen Rollenspielen und Selbsterfahrungsübungen zu Ihrem Rollenverständnis und einer aktiven Abgrenzung von möglichen Erwartungen.

Die Fortbildungsveranstaltung ist mit 10 CDMP-Stunden anerkannt.
weitere Details

Kurs-Nr.
26IP0008
Dozent*in
Jürgen Kempf, Anna Pruski
Anmeldung möglich
Di., 01.12.2026 - Mi., 02.12.2026
Bildungszentrum Schloss Flehingen
196,00 € (inkl. MwSt.)
Die Rentenversicherung prüft, bevor sie jemanden auf ewig entbindet. Wenn der Arbeitsplatz aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen gefährdet ist, werden erst alle Möglichkeiten der medizinischen Rehabilitation und/oder Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben analysiert, bevor eine Erwerbsminderungsrente gewährt wird.

In diesem Kurs erfahren Sie, welche Leistungen die Rentenversicherung zur Sicherung bzw. Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit vorsieht.

Im Einzelnen sind dies:
• Medizinische Rehabilitation
• berufliche Rehabilitation - Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
• Prävention
• Ansprechstellen für Rehabilitation
• Wunsch- und Wahlrecht

Im zweiten Themenblock geht es um die renten- und beitragsrechtlichen Voraussetzungen für die Erwerbsminderungsrente und die vorgezogene Altersrente für schwerbehinderte Menschen. So werden Sie fit, um Ihren Kolleginnen und Kollegen zuverlässige Hilfestellung zu geben.

Die Fortbildungsveranstaltung ist mit 10 CDMP-Stunden anerkannt.
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Kurs-Nr.
26IP0039
Dozent*in
Matthias Fuchs, Christina Eckmann

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