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Veranstaltung "Damit kein Kind verloren geht! Vom Umgang mit Kindern mit herausforderndem Verhalten" (Nr. 0040) wurde in den Warenkorb gelegt.

Kinderschutz und Kinderrechte





Grundemotionen wie Wut, Angst, Traurigkeit und Ekel gehören zum emotionalen Erleben aller Kinder in Kitas. Nicht immer sind diese Emotionen leicht einzuordnen:
- Wann sind Traurigkeit oder Ängstlichkeit noch „im Rahmen“?
- Wann stellen wiederkehrende Rückzugsphasen, Schweigeverhalten oder ein hohes Maß an aggressivität Alarmsignale dar?
- Wie lässt sich mit emotionalen Ausbrüchen umgehen, auch dann, wenn therapeutische Hilfe (durch lange Wartelisten) noch nicht greifbar ist – das Kind
aber jeden Tag die Einrichtung besucht?
- Wann ist eine kindliche Gefühlsäußerung entwicklungs- oder temperamentsbedingt, wann Ausdruck einer tiefergehenden Belastung – und wo beginnt der Bereich, der über den pädagogischen Auftrag hinausgeht?

Kinder mit sozial-emotionalen Entwicklungsauffälligkeiten oder Störungen stellen eine hochgradig diverse und in der wechselseitigen Begegnung herausfordernde Gruppe von Kindern dar. Eine Reihe von Problemlagen im Hintergrund vieler Kinder verursacht, wie man heute weiß, den so genannten toxischen Stress. Gemeint sind hier beispielsweise Armut, psychische Erkrankungen oder schwere Partnerschaftskonflikte der Eltern. Es ist somit wichtig zu wissen, über welche Wege eine selbstregulations-freundliche Pädagogik realisiert werden kann.

In der Fortbildung werden zentrale Emotionen wie Wut, Traurigkeit, Angst und Ekel
jeweils in ihrer gesamten Spannbreite beleuchtet – vom entwicklungspsychologisch
erwartbaren Ausdruck bis hin zu Risikofaktoren und Warnsignalen möglicher
psychischer Störungen. Vermittelt werden fundiertes Hintergrundwissen aber auch
konkrete Handlungsimpulse um Kindern Sicherheit, Struktur und emotionale Entlastung zu bieten. Im Fokus stehen zudem Vorgehensweisen aus neueren achtsamkeits- und mitgefühls-orientierten Ansätzen, die auf die gezielte Stärkung der sogenannten „Sanften Emotionen“ in der Kindergruppe setzen sowie auf naturnahe und kunstpädagogische Konzepte. Wir arbeiten über Fallanalysen, Reflexionen und über das didaktische Modell der „Stadtwanderung der Emotionen“.

In der Fortbildung stehen folgende Themen im Mittelpunkt

- Emotionen im Spektrum von entwicklungsgerechten Ausprägungen bis hin zu den Warnsignalen einer psychischen Störung
- Umgang mit starken Emotionen (z. B. Wut, Traurigkeit, Angst, Ekel)
- Klare Abgrenzung zur psychotherapeutischen Zuständigkeit
- Impulse für die Entwicklungsberatung im Gespräch mit Eltern
- Sanfte Emotionen als Ressourcen einer achtsamkeits- und mitgefühlsorientierten Gruppenpädagogik
- Natur- und kunstpädagogische Zugänge zur emotionalen Selbstregulation
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Kurs-Nr.
26KP0043
Dozent*in
Dorothee Gutknecht
Kinder wirksam vor sexualisierter Gewalt zu schützen, ist eine zentrale Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen. Eine gelingende präventive Arbeit ist hierfür ein wesentlicher Baustein, da die Verantwortung für den Schutz von Kindern bei den Erwachsenen liegt.
Zahlreiche Bilderbücher und Materialien, die mittlerweile zur Prävention sexualisierter Gewalt entstanden sind, werden der Arbeit mit heterogenen Kinder- und Elterngruppen in ihrer Mehrzahl nicht gerecht, da sie sich häufig an einem Familienbild orientieren, das nicht alle gesellschaftlichen und kulturellen Realitäten ausreichend abbildet. Dies erschwert eine wirksame und kultursensible Präventionsarbeit in Kindertageseinrichtungen.
Der Umgang mit Sexualität, Sexualerziehung und sexualisierter Gewalt ist ein besonders sensibler Bereich sowohl in der allgemeinen präventiven Elternarbeit als auch in der interkulturellen Elternarbeit.
Inhalte der Fortbildung sind:
- Informationen zu sexualisierter Gewalt
- Interkulturelle Präventionsarbeit mit Eltern
- Vorstellung von Präventionsmaterialien und ihre Einsatzmöglichkeiten
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Kurs-Nr.
26KP0031
Dozent*in
Nora Pilarsch, Nicole Stern
Anmeldung möglich
Mo. 28.09.2026
Tagungszentrum Gültstein
174,00 € (inkl. MwSt.)
Der Alltag in Tageseinrichtungen für Kinder (Krippe, Kindergarten oder Hort) birgt immer wieder Situationen, in denen sich Fachkräfte mit und ohne Leistungsbefugnis mit Fragen der Aufsichtspflicht konfrontiert fühlen.

Unfälle können sowohl in der Einrichtung, im Außenbereich als auch bei Ausflügen passieren. Müssen Kinder deshalb ständig überwacht werden? Welchen Freiraum benötigen Kinder, damit sie ausprobieren, eigene Erfahrungen machen und auch lernen können, selbst mit Gefahren umzugehen?

In diesem Seminar geht es nicht um einfache Rezepte und Lösungen. Anhand von Fallbeispielen werden Kriterien für die Aufsichtspflicht erarbeitet und zivilrechtliche, versicherungsrechtliche und strafrechtliche Risiken der Arbeit mit Kindern näher beleuchtet. Neben der Frage nach Aufsichtspflicht und Haftung geht es auch darum, wie Unfälle vermieden werden können und welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um den Schaden zu mildern. Dabei wird auf Fragestellungen aus der Praxis, die Erfahrungen und auch auf die Ängste der Teilnehmenden eingegangen.
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Kurs-Nr.
26KP0001
Dozent*in
Hartmut Gerstein
Anmeldung möglich
Mo. 29.06.2026
Tagungszentrum Gültstein
169,00 € (inkl. MwSt.)
Sich auf Familien und deren Bedürfnisse einzulassen und die Einrichtungen immer stärker für Familien zu öffnen, bedeutet häufig, um Rat gefragt zu werden, oder auch immer mehr von der Lebenssituation der Familien mitzubekommen. Doch nicht nur das, auch die Änderungen im Kinderschutz (§ 8a SGB VIII) machen es notwendig, dass pädagogische Fachkräfte Eltern auch mit kindeswohlgefährdenden Aspekten konfrontieren müssen.

Wie gestalte ich ein Gespräch mit einer Mutter, bei der ich in der Abholsituation schon mehrfach bemerkt habe, dass sie Alkohol getrunken hat? Oder wie spreche ich Eltern darauf an, dass ich vermute, dass ihnen immer wieder die Hand ausrutscht?

Auf der Grundlage der systemischen Sichtweise werden sie in dieser Fortbildung verschiedene Methoden der Gesprächsführung kennenlernen, mit denen sich auch „schwierige“ Gespräche konstruktiv und lösungsorientiert gestalten lassen.

Ziel des Seminars ist es, Ihnen eine Auseinandersetzung mit der Thematik und neue Sichtweisen auf Familien zu ermöglichen.

In diesem Seminar werden Sie:
- sich damit auseinandersetzen, in welcher Lebenswirklichkeit Familien heute leben
- kennenlernen, was deren Regeln und Handlungsmuster in Krisen sind
- eine Gesprächshaltung für diese Gespräche entwickeln
- Ideen erhalten, wie Sie auch diese Gespräche wertschätzend, qualifiziert und lösungsorientiert gestalten können
- Möglichkeiten und Grenzen einer Beratung durch den Kindergarten kennenlernen
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Kurs-Nr.
26KP0036
Dozent*in
Heidelinde Finkbeiner-Knapp
Immer wieder wird von Vorkommnissen im Alltag einer Kindertageseinrichtung berichtet, in denen pädagogische Fachkräfte an Kindern grenzüberschreitendes Verhalten zeigen. Die zunehmend länger werdenden Betreuungszeiten, die vielfältigeren Aufgaben der pädagogischen Fachkräfte und Kinder mit herausforderndem Verhalten verschärfen solche Situationen. Gerade Schlüsselsituationen im Tagesablauf, wie zum Beispiel die Essensbegleitung, Übergangsgestaltung in die Schlafbegleitung oder Garderobensituation, stellen ein Risiko dar.
Seit das Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz - KJSG) in das SGB VIII aufgenommen wurde, müssen die Einrichtungen auch ein Konzept zum Schutz vor Gewalt, zur Sicherung der Rechte und des Wohls von Kindern entwickeln. Verlangt wird, dass sich das pädagogische Personal mit dem Thema "Grenzüberschreitendes Verhalten" auseinandersetzt.

In diesem Online-Kompaktseminar wollen wir uns den Fragen widmen:
- Wie gehe ich als Kollegin oder Einrichtungsleitung damit um, wenn ein grenzüberschreitendes Verhalten bei einer Kollegin oder einem Kollegen beobachtet oder mir gemeldet wird?
- Wie kann der "Kreis des Schweigens" durchbrochen werden?
- Wie können für alle Beteiligten zum Wohl des Kindes und zu einer förderlichen Zusammenarbeit im Team gute Lösungen und Wege entwickelt werden?
- Wie und wann gehe ich auf den Träger der Einrichtung zu?
- Wie müssen Eltern über diese einrichtungsinternen Vorkommnisse informiert werden?

In diesem Online-Kompaktseminar erfolgt eine Auseinandersetzung mit dieser herausfordernden Thematik und eine Sensibilisierung für grenzüberschreitendes Verhalten sowie eine Reflexion, an welchen Stellen dies beginnt.
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Kurs-Nr.
26KD0001
Dozent*in
Sylvia Zöller
Anmeldung möglich
Fr. 12.06.2026
Tagungszentrum Gültstein
169,00 € (inkl. MwSt.)
Soziale Konflikte gehören zum Alltag – auch und gerade im pädagogischen Miteinander. Häufig treten sie scheinbar „zur falschen Zeit“ auf, stören geplante Abläufe und fordern Fachkräfte heraus. Doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich Konflikte als wertvolle Lerngelegenheiten: Sie ermöglichen Kindern, sich selbst und andere besser kennenzulernen, unterschiedliche Sichtweisen zu erleben und soziale Kompetenzen weiterzuentwickeln.
Damit Kinder aus Konflikten wirklich lernen können, brauchen sie Erwachsene, die sie sicher und entwicklungsangemessen begleiten. Fachkräfte müssen dabei nicht selbst den Streit schlichten oder sofort Lösungen anbieten. Es geht vielmehr darum, Kinder aktiv einzubeziehen, ihnen Raum zur Auseinandersetzung zu geben – und so Gewaltprävention im Alltag wirksam zu verankern.
In diesem Seminar stärken Sie Ihre Handlungskompetenz im Umgang mit sozialen Konflikten. Sie lernen, Ihre eigene Haltung zu reflektieren und angemessene Methoden anzuwenden. Mit theoretischen Impulsen, praktischen Übungen und dem Austausch über Alltagssituationen entwickeln Sie neue Perspektiven und erweitern Ihr Handlungsrepertoire.

Ziele des Seminars:
- Sie erkennen Konflikte als entwicklungsfördernde Lernchancen
- Sie können Konflikte kindgerecht begleiten, ohne Partei zu ergreifen oder zu urteilen
- Sie wenden konkrete Methoden zur Konfliktbegleitung im Alltag sicher an
- Sie reflektieren Ihre Haltung und stärken Ihre professionelle Präsenz
- Sie tragen aktiv zur Gewaltprävention bei

Ihre Erfahrungen und Praxisbeispiele sind ausdrücklich erwünscht – sie machen das Seminar lebendig und praxisnah. Gemeinsam werden Lösungen entwickelt, die im pädagogischen Alltag wirklich umsetzbar sind.

Hinweis:
Das Seminar ist eine Kooperationsveranstaltung der Aktion Jugendschutz (ajs), Landesarbeitsstelle Baden Württemberg mit dem KVJS
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Kurs-Nr.
26KP0010
Dozent*in
Lothar Wegner
Die Einschätzskala zur Kindeswohlgefährdung in Kindertageseinrichtungen (KiWo-Skala Kita) ist in den Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg weit verbreitet und hat sich in der Praxis gut bewährt. Sie wird zur Hand genommen, wenn es gilt, eine mögliche Kindeswohlgefährdung zu erkennen, einzuschätzen und weitere Handlungsschritte zu definieren.
Die Erfahrungen im Umgang mit der KiWo-Skala haben gezeigt, dass zum zielführenden Einsatz der Skala Kenntnisse zum Schutzauftrag in der Kinder- und Jugendhilfe und zur Handhabung des Instrumentes sinnvoll und von Vorteil sind.

Im Rahmen des eintägigen Seminars werden die Grundkenntnisse zum Schutzauftrag aufgefrischt, vor allem aber lernen die Fachkräfte die KiWo-Skala kennen und zielgerichtet einzusetzen. Zudem werden die weiteren Handlungsschritte im Rahmen des Schutzauftrages wie Elterngespräche, die Zusammenarbeit mit der insoweit erfahrenen Fachkraft und die Kontaktaufnahme mit dem Jugendamt thematisiert.
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Kurs-Nr.
26KP0053
Dozent*in
Marai Pfirrmann
Anmeldung möglich
Mi., 10.06.2026 - Mi., 15.07.2026
Tagungszentrum Gültstein
249,00 € (inkl. MwSt.)
Manuel zeigt sich seit einigen Wochen sehr aggressiv und hat auch schon die Erzieherin geschlagen. Paula kann sich nicht von der Fachkraft lösen und spielt nie mit anderen Kindern. Onur kann sich nicht konzentrieren, hat einen ungeheuren Bewegungsdrang und ist für jeden Stuhlkreis eine Herausforderung.

Manche Kinder fallen schon früh durch ungestümes oder ungewöhnliches Verhalten als besonders anspruchsvoll oder herausfordernd auf. Da gerät manches Mal selbst das beste Handlungskonzept an seine Grenzen und so manche Fachkraft fühlt sich überfordert, ratlos und an der Grenze der Belastbarkeit.

Aber nicht nur das – wie kommuniziert man in dieser Situationen mit den Eltern? Diese Themen sind oft schwierig anzusprechen und allzu schnell verstummen die Eltern, fühlen sich angegriffen und Lösungen oder neue Wege werden für die Kinder nicht gefunden.
In dieser Fortbildung werden auf der Grundlage des systemischen Denkens konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit herausforderndem Verhalten und dem Austausch mit den Eltern thematisiert. Außerdem werden deren Praxistauglichkeit mit dem Blick auf die eigene Einrichtung überprüft.
Am zweiten Tag wird die Umsetzung der konkreten Handlungsmöglichkeiten in die Praxis reflektiert.

Hinweis:
Die Veranstaltung besteht aus zwei Abschnitten.
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Kurs-Nr.
26KP0040
Dozent*in
Heidelinde Finkbeiner-Knapp
Anmeldung möglich
Mo., 11.05.2026 - Di., 12.05.2026
Tagungszentrum Gültstein
436,00 € (inkl. MwSt.)
Die gesetzlichen Grundlagen legen den Schluss nahe, dass sanktionierendes Verhalten – ob Bestrafungen oder gezielte Belohnungen – in Kindertageseinrichtungen nicht vorkommen dürfen. In der Theorieliteratur lässt sich entsprechend auch kaum etwas rund um das Thema finden. Doch wie sieht der Alltag aus? Führen überlieferte Überzeugungen, stressige Zeiten und vermeintliches oder reales herausforderndes Verhalten nicht doch zu Handlungen, die als sanktionierend interpretiert werden können? Wo verlaufen die Grenzen zwischen einer wohlgemeinten Absicht und einer Verletzung von Kindern? Was bewirken Auszeiten wie der „stille Stuhl“, „wenn-dann-Sätze“ oder das Entziehen des Nachtischs? Sind Sanktionen vielleicht etwas, das eben doch vorkommt, aber wenig besprochen wird?

Die Weiterbildung verfolgt das Ziel die wenig thematisierte Problematik von Sanktionen zu beleuchten und nach Wegen zu suchen, die ein anderes pädagogisches Miteinander mit Kindern ermöglichen. Dabei wird der Blick sowohl auf theoretische Erkenntnisse wie auf Erfahrungen aus der Praxis gelegt. Mit Hilfe einer Kombination aus Praxiserfahrungs-Wissen und theoretischen Methoden bieten die zwei Tage die Möglichkeit, alternative Handlungswege herauszufinden. Genutzt werden dafür Impulse, Reflektionseinheiten, Phasen der Gruppenarbeit und die Beschäftigung mit Material.

Hinweis:
Die Veranstaltung findet nicht wie ursprünglich geplant vom 16.04. - 17.04.2026, sondern vom 11.05. - 12.05.2026 statt.
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Kurs-Nr.
26KP0033
Dozent*in
Anne Schultz-Brummer
Übergriffe und grenzverletzendes Verhalten in Kindertageseinrichtungen treten besonders häufig in Alltagssituationen auf, in denen Kinder in den sogenannten Lebensaktivitäten begleitet werden – etwa beim Essen, beim Wickeln, beim Toilettengang oder beim An- und Ausziehen. Die Assistenz, die Fachkräfte hier leisten, kann fachlich hochwertig – aber auch grenzverletzend ausfallen. Internationale Studien zeigen ein erhöhtes Risiko für Übergriffe – insbesondere bei Kindern über drei Jahren, die noch nicht ausscheidungsautonom sind, wenn es zu Pannen wie Einkoten und Einnässen gekommen ist. Hier spielt ein professioneller Umgang mit Ekelemotionen eine große Rolle und die Entwicklung eines Ekelmanagements in der Einrichtung. Auch die Begleitung der Mahlzeiten oder der Ruhe und Schlafsituationen ist oft herausfordernd. Kritisch bewertet werden hier im Kontext Kinderschutz insbesondere das Ausüben von Zwang und das Arbeiten mit Bewegungseinschränkungen. Auch riskante Routinen beim Essen mit hohem Verschluckpotenzial machen einen hohen Handlungsbedarf deutlich.
Das Seminar zeigt konkrete und praxisnahe Wege zu einer kinderschutzgerechten responsiven Assistenz auf und stärkt eine Kultur der Achtsamkeit und des Respekts in der Betreuung von Kindern. Sie sensibilisiert für die Risiken, die in den alltäglichen, aber hochbedeutsamen Situationen entstehen können.
Das Seminar unterstützt Fachkräfte durch Fallarbeit, Reflexion und Praxis-Analysen Handlungssicherheit aufzubauen und Möglichkeiten der Stressreduktion im Alltag zu erkennen.
In der Online-Kompaktseminar stehen folgende Themen im Mittelpunkt:
- Zentrales Fachwissen zu kinderschutzgerechtem Handeln in den Lebensaktivitäten
- Überblick über riskante Vorgehensweisen in der Begleitung der Kinder in zentralen Lebensaktivitäten
- Pädagogischer Zwang
- Entwicklungswissen zur Ess-Begleitung und Prävention von Verschlucken
- Professioneller Umgang mit Ekelemotionen in sensiblen Alltagssituationen
- Ekelmanagement als präventives Vorgehen im Praxisalltag
- Alltagsanalyse und Selbstfürsorge als Basis einer stressreduzierenden Pädagogik.

Die Veranstaltung wird mit dem Online-Tool Zoom durchgeführt.
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Kurs-Nr.
26KD0025
Dozent*in
Dorothee Gutknecht
Anmeldung möglich
Do., 07.05.2026 - Mi., 22.07.2026
Bildungszentrum Schloss Flehingen
850,00 € (inkl. MwSt.)
Wenn Kindern in Krippen, Kindertageseinrichtungen oder Schulen verletzendes Verhalten durch pädagogische Fachkräfte widerfährt, brauchen sie Erwachsene, die sich für ihre Rechte und ihren Schutz einsetzen. Verletzendes Verhalten anzusprechen, um es künftig zu vermeiden, ist jedoch nicht einfach. Fachberatungen oder Einrichtungsleitungen müssen jedoch deutlich Position beziehen und mutig in den Dialog mit pädagogischen Fachkräften gehen. Einerseits braucht es in Beratungsgesprächen und in der Arbeit mit den Teams eine besondere Sensibilität, um in den Teams eine Bereitschaft zur Entwicklung zu fördern, andererseits müssen die Folgen eines verletzenden Umgangs mit Kindern klar aufgezeigt werden. Ziel des Seminars ist es, Methoden im institutionellen Kinderschutz vorzustellen und gemeinsam zu üben. U.a. mithilfe von Bildkarten und einer Pädagogischen Reflexionsskala werden herausfordernde Situationen in Krippen, Kindertageseinrichtungen und im Hort reflektiert. Dabei gilt es, immer wieder die Perspektive zu wechseln und die Sichtweisen von Kindern und Fachkräften in den Blick zu nehmen. Zwei Online-Seminare bieten zudem die Möglichkeit, wissenschaftliche Hintergründe zu feinfühligem und verletzendem Verhalten zu vertiefen sowie sich als Teilnehmende auszutauschen und zu vernetzen.

Hinweis
Dieses Seminar nimmt Bezug auf die Inhalte des weiterentwickelten Orientierungsplan
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Kurs-Nr.
26KH0002
Dozent*in
Regina Rein, Regina Remsperger-Kehm, Astrid Boll
Nicht immer wachsen Kinder gut behütet, sicher und geborgen auf. Familienkrisen, Trennung der Eltern, oder gar ganz existentielle Erfahrungen wie Flucht und Verlust bedeuten eine enorme Belastung für die Kinder.
Manchmal ahnen wir diese Sorgen der Kinder, manchmal zeigen Sie es uns ganz deutlich durch ihr Verhalten.
Doch nicht nur hier, auch im Kindergartenalltag fehlen uns oft die Worte, wenn wir plötzlich mit einer enormen Wut eines Kindes konfrontiert werden, auf Übergriffe unter Kindern reagieren müssen. Wie sprechen wir mit den betroffenen oder den übergriffig gewordenen Kindern? Was muss ich ansprechen, was eher nicht? Was mache ich wenn mir dann nur Schweigen begegnet?
Oft wünschen wir uns mehr Hintergrundwissen und konkrete Ideen, wie wir unterstützend auffangen, oder auch gut mit ihnen ins Gespräch kommen können.

Mit folgenden Fragestellungen werden wir uns daher in dieser Fortbildung beschäftigen:
- Wie erleben Kinder herausfordernde Situationen, wie eine Trennung ihrer Eltern, Flucht, Trauer, Krankheit und was sind Mögliche Reaktionen darauf?
- Wie bekommen wir Zugang zum Erlebnis und den Bedürfnissen der Kinder?
- Bei welcher Gesprächsabsicht sind welche Gesprächstechniken und Gesprächsrahmen hilfreich?
- Wie kommen unsere Fragen überhaupt (altersbedingt) an? Welche Antworten können wir erwarten?
- Wo gilt es vorsichtig und zurückhaltend zu sein?
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Kurs-Nr.
26KP0035
Dozent*in
Heidelinde Finkbeiner-Knapp
Anmeldung möglich
Di., 05.05.2026 - Mi., 06.05.2026
Tagungszentrum Gültstein
613,00 € (inkl. MwSt.)
Das Seminar vermittelt am ersten Tag die rechtlichen Grundlagen des § 8a SGB VIII, Merkmale, Formen und Dokumentation der Kindeswohlgefährdung sowie konkrete Handlungsschritte, zum Beispiel das Hinzuziehen von (insoweit erfahrenen) Fachkräften und das Hinwirken mit den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen.
Am zweiten Tag werden verschiedene Methoden der Gesprächsführung vorgestellt. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Erarbeitung und Vorstellung von Methoden bei der Konfrontation der Sorgeberechtigten innerhalb des Kinderschutzauftrags.

Ziel des Seminars ist, dass die Teilnehmenden folgende Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben:
- Rechtliche Rahmenbedingungen und Konsequenzen des Schutzauftrags für die Arbeit (Garantenstellung, Möglichkeiten und Grenzen im Datenschutz etc.)
- Differenzierte Wahrnehmung und Klassifizierung gewichtiger Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung
- Einschätzung des Gefährdungsrisikos
- Befähigung zur Entwicklung einer fachlichen Haltung und einer eigenen Dokumentation
- Handlungsauftrag und Verantwortlichkeit der freien Träger der Jugendhilfe
- Theoretische Grundlagen der systemischen Familientherapie
- Anwenden verschiedener Methoden der Gesprächsführung
- Grundregeln für das Vermeiden von Gewaltakten
- Gespräche mit Erziehungsberechtigten qualifiziert gestalten und auf Lösungen hinarbeiten
weitere Details

Kurs-Nr.
26KP0051
Dozent*in
Christina Burk
Anmeldung möglich
Mi. 29.04.2026
Online-Seminar
50,00 € (inkl. MwSt.)
Im pädagogischen Alltag stehen Fachkräfte oftmals vor der Herausforderung, Kindern mit Verhaltensweisen zu begegnen, die aus dem gewohnten Rahmen fallen. Ein Gefühl der Hilflosigkeit entsteht, wenn bisherige Handlungsstrategien nicht wirken.

In diesem Online-Kompaktseminar erhalten Sie die Möglichkeit, diese Situationen im Betreuungsalltag zu besprechen. Sie gewinnen Einblicke in Methoden und Strategien, um Kindern mit herausforderndem Verhalten zu begegnen. Dabei erfahren Sie, wie Sie das Verhalten des Kindes besser verstehen können und wie Sie darauf aufbauend Handlungsmöglichkeiten entwickeln können, um einen passenden Rahmen zu schaffen, der das Kind in seinem Sein einschließt.
Neben praxisnahen Impulsen werden Handlungsmodelle im Umgang mit herausforderndem Verhalten von Kindern vorgestellt.
weitere Details

Kurs-Nr.
26KD0005
Dozent*in
Carolin Fritzsche

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