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Veranstaltung "Beobachtung und Dokumentation in der Kindertageseinrichtung" (Nr. 0004) wurde in den Warenkorb gelegt.

Entwicklung des Kindes und Förderauftrag





Das gemeinsame Essen und Trinken in der Kindertageseinrichtung bietet vielfältige Lernmöglichkeiten. Im Vordergrund steht dabei die Begleitung der Entwicklung der Kinder zum selbstständigen und selbstbestimmten Essen. Dabei spielen kulturelle Vielfalt, gesetzliche Vorgaben sowie das Recht auf Partizipation eine zentrale Rolle und machen das Thema „Essen und Trinken“ zu einem bedeutenden pädagogischen Handlungsfeld.
In diesem Seminar wird erörtert, wie die Fragen „Was“, „Wie“, „Wann“, „Wo“ und „Wohin“ bei der Konzeption und Organisation der Mahlzeiten durch die Werte und Vorstellungen der Familien, der Kita, des Teams und der Leitung geprägt sind. Der Begriff der Kultursensibilität wird eingeführt und im Zusammenhang mit gesetzlichen Vorgaben sowie dem Entwicklungsstand der Kinder betrachtet.

Im Fokus stehen folgende Themen:
- Das Verständnis der drei Kompetenzbereiche der Kinder im Zusammenhang mit dem Essen: Kennenlernen, Lernen und Können
- Der Blick in den weiterentwickelten Orientierungsplan (WeOp)
- Praktische Ansätze für eine entwicklungsorientierte Begleitung der Mahlzeiten
- Möglichkeiten, Partizipation bei Entscheidungen rund ums Essen zu fördern und Beschwerden angemessen zu berücksichtigen
- Das Bewusstsein für den Einfluss eigener Essgewohnheiten und Erfahrungen auf die Begleitung der Mahlzeiten
Für Erwachsene kann die Gestaltung dieser Alltagshandlung im pädagogischen Kontext eine Herausforderung darstellen – umso wichtiger ist daher eine bewusste Auseinandersetzung damit.

Dieses Seminar bietet Ihnen die Gelegenheit, sich mit diesen Aspekten auseinanderzusetzen und die eigene Praxis im Sinne einer kindgerechten und kultursensiblen Essensbegleitung weiterzuentwickeln.

Hinweis:
Die Inhalte des Seminars beziehen sich auf den weiterentwickelten Orientierungsplan.
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Kurs-Nr.
26KP0015
Dozent*in
Kariane Höhn
Schlaf- und Ruhezeiten gehören zu den sensibelsten Momenten im Alltag einer Kindertageseinrichtung. Sie sind weit mehr als Pausen – sie sind Bildungszeiten, in denen Kinder zur Ruhe finden, Erlebtes verarbeiten und Sicherheit durch Beziehung erleben. Gleichzeitig sind sie im Alltag von Ganztagseinrichtungen organisatorisch besonders herausfordernd: Große Gruppen, enge Zeitfenster, wechselndes Personal und begrenzte Räume erschweren eine verlässliche und kindgerechte Gestaltung.
Hinzu kommen alltägliche Fragen, die zu Unsicherheiten oder Spannungen im pädagogischen Handeln führen können: Wie lange dürfen Kinder schlafen? Sollen, können oder müssen Kinder zu unterschiedlichen Zeiten schlafen (dürfen)? Sollen sie geweckt werden, wenn Eltern es wünschen? Was tun, wenn Erwartungen im Team auseinandergehen oder Eltern andere Vorstellungen haben als die Einrichtung?

Auch der Kinderschutz ist in den Fokus gerückt: Die UN-Kinderrechtskonvention sichert jedem Kind das Recht auf Ruhe und Erholung zu. Doch wie gelingt ein achtsamer und respektvoller Umgang mit dieser verletzlichen Alltagssituation?
- Nähe und Distanz: Wie viel körperliche Nähe braucht oder erlaubt ein Kind beim Einschlafen? Wie sichern Fachkräfte dabei einen professionellen Rahmen?
- Ungewöhnliche Einschlafrituale: Wie gehen Fachkräfte mit kindlichen Strategien um, die irritieren oder kulturell fremd erscheinen, ohne vorschnell zu bewerten?
- Körperkontakt und Begrenzung: Wann braucht ein Kind körperliche Nähe, wann Schutz vor Übergriffigkeit – und wie kann liebevolle Begleitung ohne Grenzverletzung gelingen?
- Durchgängige Präsenz und Beobachtung: Wer begleitet den Schlaf? Wie sichern Einrichtungen die kontinuierliche Anwesenheit einer verantwortlichen Bezugsperson – auch im Sinne des Schutzauftrags?
- Gestaltung des Übergangs von der Krippe zur Ü3-Gruppe: Ein abrupter Übergang von der Krippe zur Ü3-Gruppe ohne individuelle Schlaf- oder Rückzugsmöglichkeiten kann das Wohlbefinden der Kinder erheblich beeinträchtigen. Fachkräfte sind daher gefragt, diese sensiblen Phasen professionell zu gestalten


In diesem Seminar erhalten die Teilnehmenden fachliches Hintergrundwissen, praktische Impulse zur Raum- und Ablaufgestaltung, Ideen für gelingende Übergänge, Strategien im Umgang mit herausfordernden Situationen und Anregungen für eine tragfähige Elternkommunikation.
Es wird Raum für Reflexion, kollegialen Austausch und konkrete Fallbesprechungen gegeben – mit dem Ziel, mehr Sicherheit im pädagogischen Alltag zu gewinnen und Schlafen und Ruhen als das zu sehen, was sie sein können: echte Bildungs- und Schutzräume.
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Kurs-Nr.
26KP0018
Dozent*in
Maren Kramer
Grundemotionen wie Wut, Angst, Traurigkeit und Ekel gehören zum emotionalen Erleben aller Kinder in Kitas. Nicht immer sind diese Emotionen leicht einzuordnen:
- Wann sind Traurigkeit oder Ängstlichkeit noch „im Rahmen“?
- Wann stellen wiederkehrende Rückzugsphasen, Schweigeverhalten oder ein hohes Maß an aggressivität Alarmsignale dar?
- Wie lässt sich mit emotionalen Ausbrüchen umgehen, auch dann, wenn therapeutische Hilfe (durch lange Wartelisten) noch nicht greifbar ist – das Kind
aber jeden Tag die Einrichtung besucht?
- Wann ist eine kindliche Gefühlsäußerung entwicklungs- oder temperamentsbedingt, wann Ausdruck einer tiefergehenden Belastung – und wo beginnt der Bereich, der über den pädagogischen Auftrag hinausgeht?

Kinder mit sozial-emotionalen Entwicklungsauffälligkeiten oder Störungen stellen eine hochgradig diverse und in der wechselseitigen Begegnung herausfordernde Gruppe von Kindern dar. Eine Reihe von Problemlagen im Hintergrund vieler Kinder verursacht, wie man heute weiß, den so genannten toxischen Stress. Gemeint sind hier beispielsweise Armut, psychische Erkrankungen oder schwere Partnerschaftskonflikte der Eltern. Es ist somit wichtig zu wissen, über welche Wege eine selbstregulations-freundliche Pädagogik realisiert werden kann.

In der Fortbildung werden zentrale Emotionen wie Wut, Traurigkeit, Angst und Ekel
jeweils in ihrer gesamten Spannbreite beleuchtet – vom entwicklungspsychologisch
erwartbaren Ausdruck bis hin zu Risikofaktoren und Warnsignalen möglicher
psychischer Störungen. Vermittelt werden fundiertes Hintergrundwissen aber auch
konkrete Handlungsimpulse um Kindern Sicherheit, Struktur und emotionale Entlastung zu bieten. Im Fokus stehen zudem Vorgehensweisen aus neueren achtsamkeits- und mitgefühls-orientierten Ansätzen, die auf die gezielte Stärkung der sogenannten „Sanften Emotionen“ in der Kindergruppe setzen sowie auf naturnahe und kunstpädagogische Konzepte. Wir arbeiten über Fallanalysen, Reflexionen und über das didaktische Modell der „Stadtwanderung der Emotionen“.

In der Fortbildung stehen folgende Themen im Mittelpunkt

- Emotionen im Spektrum von entwicklungsgerechten Ausprägungen bis hin zu den Warnsignalen einer psychischen Störung
- Umgang mit starken Emotionen (z. B. Wut, Traurigkeit, Angst, Ekel)
- Klare Abgrenzung zur psychotherapeutischen Zuständigkeit
- Impulse für die Entwicklungsberatung im Gespräch mit Eltern
- Sanfte Emotionen als Ressourcen einer achtsamkeits- und mitgefühlsorientierten Gruppenpädagogik
- Natur- und kunstpädagogische Zugänge zur emotionalen Selbstregulation
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Kurs-Nr.
26KP0043
Dozent*in
Dorothee Gutknecht
Entwicklungspsychologisch betrachtet ist es nicht ungewöhnlich, wenn Kinder – insbesondere unter drei Jahren – andere Kinder in der Gruppe beißen. Wenn es zu Verletzungen gekommen ist, oder das Verhalten häufiger auftritt, wird es allerdings schnell zu einem schwerwiegenden Problem für alle Beteiligten. Ein achtsames Antwortverhalten zu entwickeln, ist hier sowohl auf Seiten der Fachkräfte in der Gruppe, der Einrichtungsleitung als auch auf der des Trägers eine notwendige Aufgabe und große Herausforderung. Eltern verlangen schnell den Ausschluss des „Beißers“ oder der „Beißerin“ oder nehmen ihr Kind, wenn dies gebissen wurde, gleich ganz aus der Einrichtung. Fachkräfte fragen sich, wie mit dem Verhalten professionell umgegangen werden kann, denn oft weitet sich das Verhalten aus, und es gibt plötzlich mehrere Kinder in der Gruppe, die beißen.

Auf der Basis aktueller Forschungsergebnisse werden abgestimmte – responsive – Strategien im Umgang mit „Beißen“ thematisiert, die alle Beteiligten in den Blick nehmen: Kinder, Eltern, Fachkräfte, Leitung und Träger.

In der Online-Fortbildung erhalten die Teilnehmenden
- einen Überblick über das Spektrum an möglichen Ursachen zum Beißen,
- Wissen darüber, wie sie akute Beißvorfälle über einen 9 Schritte Plan gezielt angehen können,
- notwendiges Grundlagenwissen, um fallbasierte Handlungspläne erstellen zu können,
- einen Überblick über unterschiedliche Möglichkeiten der Konfliktassistenz,
- Einsichten über die unterschiedlichen Antwortregister des Tröstens,
- praktische Ideen zu Handlungsweisen, die verhindern können, dass Kinder, die gebissen worden sind, in eine Opferrolle geraten,
- Wissen zu hilfreichen Strategien, um Eltern, deren Kind beißt, oder deren Kind gebissen worden ist, in Entwicklungsgesprächen sensibel und unterstützend beraten.
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Kurs-Nr.
26KD0003
Dozent*in
Dorothee Gutknecht
Anmeldung möglich
Mo. 20.04.2026
Online-Seminar
100,00 € (inkl. MwSt.)
Beobachten und Dokumentieren ist ein gesetzlicher Auftrag aus dem Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in Baden-Württemberg.

Neben alltäglichen Beobachtungen ist die systematische Erfassung der individuellen Interessen, Themen sowie die Entwicklung der Kinder und deren Verhalten in der Gruppe eine zentrale Grundlage für pädagogisches Handeln. Dabei gilt es, die individuellen Entwicklungsverläufe, Bildungsprozesse sowie die Potenziale und Interessen jedes Kindes angemessen zu berücksichtigen. Der Umfang und die Bedeutung dieser Beobachtungen orientieren sich stets an den pädagogischen Zielsetzungen in Bezug auf das einzelne Kind, ganz besonders auch bei Kindern, mit besonderen Bedarfen oder im Übergang von der Kita in die Grundschule.

Zur Sicherstellung einer einheitlichen Qualität in den Teams der Kindertageseinrichtungen ist der Einsatz wissenschaftlich evaluierter Instrumente unerlässlich. Verbindliche Absprachen über die verwendeten Konzepte und Methoden sind entscheidend für eine professionelle kindorientierte Arbeit.

In diesem Seminar werden Pädagogische Fachkräfte auf ein tiefgehendes Verständnis für die Auswirkungen von Beobachtungsinstrumenten auf die kindliche Entwicklung sensibilisiert.

Im Seminar lernen Sie den Unterschied zwischen Bildungs- und Entwicklungsbeobachtung kennen. Sie reflektieren die Rolle der Wahrnehmung im pädagogischen Alltag und setzen sich mit fundierten Beobachtungskonzepten und -verfahren auseinander.

Ziel ist es, gemeinsam verbindliche Qualitätsstandards im Team für die pädagogischen Konzeption zu erarbeiten und zu etablieren.

Folgende Themen behandelt das Online-Seminar:
- Sensibilisierung für die stärkenorientierte Beobachtung – „Schätze der Kinder“
- Der „Gewinn“ der Beobachtung für Kinder, die pädagogische Fachkraft und die Eltern
- Den Unterschied zwischen einer Bildungs- und einer Entwicklungsbeobachtung verstehen
- Übersicht über aktuelle Beobachtungskonzepte für Kinder von einem Jahr bis zur Einschulung (insbesondere auch für Kinder mit besonderen Bedarfen und Herausforderungen, sowie für die Begleitung des Übergangs Kindergarten – Grundschule)
- Die konkrete praktische Umsetzung von Beobachtungen und Dokumentation der Kinder im pädagogischen Alltag

Hinweis:
Die Inhalte des Seminars beziehen sich auf den weiterentwickelten Orientierungsplan.
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Kurs-Nr.
26KD0004
Dozent*in
Sylvia Zöller
Anmeldung möglich
Mi. 29.04.2026
Online-Seminar
50,00 € (inkl. MwSt.)
Im pädagogischen Alltag stehen Fachkräfte oftmals vor der Herausforderung, Kindern mit Verhaltensweisen zu begegnen, die aus dem gewohnten Rahmen fallen. Ein Gefühl der Hilflosigkeit entsteht, wenn bisherige Handlungsstrategien nicht wirken.

In diesem Online-Kompaktseminar erhalten Sie die Möglichkeit, diese Situationen im Betreuungsalltag zu besprechen. Sie gewinnen Einblicke in Methoden und Strategien, um Kindern mit herausforderndem Verhalten zu begegnen. Dabei erfahren Sie, wie Sie das Verhalten des Kindes besser verstehen können und wie Sie darauf aufbauend Handlungsmöglichkeiten entwickeln können, um einen passenden Rahmen zu schaffen, der das Kind in seinem Sein einschließt.
Neben praxisnahen Impulsen werden Handlungsmodelle im Umgang mit herausforderndem Verhalten von Kindern vorgestellt.
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Kurs-Nr.
26KD0005
Dozent*in
Carolin Fritzsche
So selbstverständlich Mahlzeiten im Alltag einer Kindertageseinrichtung eingeplant sind, so wenig selbstverständlich ist häufig ihre pädagogische Gestaltung. Viel zu oft sind sie mit Stress für Fachkräfte und Kinder verbunden:
- Kinder sollen etwas probieren, was sie nicht essen möchten
- Sie sollen sich "ordentlich" verhalten, können aber kaum still sitzen
- Sie möchten mit den Händen essen, sollen aber zum Löffel greifen
- Sie wollen das Essen erkunden, dürfen aber nicht damit spielen
Fachkräfte stehen dabei vor vielfältigen Anforderungen: Sie begleiten große Kindergruppen, regulieren Emotionen, motivieren zum Essen, sorgen für gesunde Versorgung und beachten zugleich elterliche Wünsche. Besonders in Ganztagseinrichtungen mit warmem Mittagessen besteht ein hoher Anspruch – das Essen soll nicht nur bei den Kindern „ankommen“, sondern auch mit Freude angenommen werden.

Eine gelingende Mahlzeitengestaltung beginnt oft bei kleinen Details:
Wie sitzen die Kinder? Welche Materialien nutzen sie? Welche Regeln und Rituale unterstützen den Ablauf? Wer übernimmt welche Aufgaben? Auch die Übergänge zur und aus der Mahlzeit spielen eine wichtige Rolle für das Gelingen.

Wenn Mahlzeiten achtsam geplant und gestaltet sind, können sie mehr sein als nur eine Gelegenheit zur Nahrungsaufnahme. Sie werden zum Bildungsraum – für Selbstständigkeit, soziale Kompetenz, Gesundheitsförderung und Genuss.

In diesem Online-Kompaktseminar erhalten Sie einen Einblick in die gelingende Gestaltung von Mahlzeiten im Alltag einer Kindertageseinrichtung. Der Fokus liegt nicht auf der Ernährung selbst, sondern auf den pädagogischen und organisatorischen Rahmenbedingungen, die eine gesundheitsförderliche, stressfreie und genussvolle Essenssituation ermöglichen – für Kinder und Fachkräfte gleichermaßen.
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Kurs-Nr.
26KD0007
Dozent*in
Maren Kramer
Jede pädagogische Fachkraft wird es kennen: Nochmal schnell die Hände waschen vor dem Essen. Alissa und Tim sind nass: nochmal schnell umziehen. Da weint Igor, weil er von Elena gehauen wurde: nochmal schnell Streit schlichten und Igor beruhigen. Wo ist eigentlich Theo?

Es gibt viele kleine Übergänge während des Alltags in Kindertageseinrichtungen zu meistern, die maßgeblich die Stimmung unter den Kindern und das Hineinfinden in eine neue Aktivität beeinflussen: beispielsweise die Garderobensituation mit vielen Kindern, das Händewaschen vor dem Essen, das Umziehen vor dem Schlafengehen.
Beeinflusst werden diese kurzen Sequenzen im Alltag von vielen Dingen.
- Da kommt es auf die Raumbeziehungen an – welche Wege müssen die Kinder gehen, um von A nach B zu kommen?
- Die Fachkraft-Kind-Relation und Gruppenaufteilung nimmt großen Einfluss – müssen alle Kinder gleichzeitig an einem Ort das Gleiche tun?
- Aber auch die Konstellation der Kindergruppe ist von Bedeutung – gibt es gerade Kinder mit hohem Regulationsbedarf, besonders viele kleine Kinder oder vielleicht auch Kinder mit herausforderndem Verhalten in der Gruppe?

Eine gute Planung der Umsetzung von Mikrotransitionen unterstützt Kinder nicht nur dabei, sich während eines Ablaufes gut zu orientieren, sondern fordert auch zur aktiven Teilnahme am Prozess auf.
Gute Mikrotransitionen enthalten wichtige Stützen zur Selbstregulation und Selbstständigkeit bei den Kindern. Sie reduzieren Chaos und Hektik und können somit als stressreduzierende Faktoren für Fachpersonen und Kinder gleichermaßen benannt werden. Sie erfordern jedoch eine intensive Planung, eine gute Organisation und eine hohe Absprachequalität im Team.

In diesem Online-Kompaktseminar lernen Sie das Konzept von Mikrotransitionen nach Gutknecht und Kramer (2018) kennen und mithilfe praktischer Beispiele das Werkzeug, um eigene sinnvolle und gelingende Mikrotransitionen für ihre Einrichtungen und Konzeptionen zu erarbeiten.
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Kurs-Nr.
26KD0008
Dozent*in
Maren Kramer
Anmeldung möglich
Do. 01.10.2026
Online-Seminar
80,00 € (inkl. MwSt.)
Mehrsprachige Familien bringen ihre Erfahrungen und ihre Sprachen mit in die Kita. Pädagogische Fachkräfte haben die Aufgabe, diese Ressourcen zu sehen, wertzuschätzen und daran anzuknüpfen. Das ist in der Praxis nicht immer ganz einfach …

Der erste Schritt in eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Familien findet während der Eingewöhnung statt. Daher betrachten wir Strategien, um diese Zeit kultursensibel und individuell zu gestalten. Wie kann dies trotz der möglicher Sprachbarrieren gelingen?

Transparenz und wechselseitige Information sind wichtige Faktoren in der Erziehungspartnerschaft und in der Zusammenarbeit mit Familien. Daher beschäftigen wir uns auch mit den Fragen, welche Methoden wir nutzen können, um intensiven Austausch mit mehrsprachigen Familien zu gestalten, und wie wir die Familien zur Beteiligung einladen können.
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Kurs-Nr.
26KD0009
Dozent*in
Susanne Kühn
Auf Warteliste
Di. 28.04.2026
Online-Seminar
45,00 € (inkl. MwSt.)
Pädagogische Fachkräfte machen sich viele Gedanken darüber, wie mehrsprachige Kinder aufwachsen und die Sprache Deutsch erwerben.

In diesem Online-Seminar gibt es Antworten auf folgende Fragen zu diesem Thema:
- Welche Rahmenbedingungen und Methoden eignen sich besonders gut?
- Wie kann ich den Alltag in der Kindertageseinrichtung sprachenbunt gestalten?
- Wie unterstütze ich konkret im Kita-Alltag den Wortschatzerwerb und den Satzbau?
- Worauf achte ich in meinem eigenen Sprachverhalten?

Aktuelle Erkenntnisse zur Mehrsprachigkeit, die in der Kita relevant sind, werden praxisnah erklärt. Es gibt viele Tipps und Impulse für die Begleitung von mehrsprachigen Kindern im Alltag einer Kindertageseinrichtung.
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Kurs-Nr.
26KD0011
Dozent*in
Susanne Kühn
Die Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen ist eine gesellschaftlich verantwortungsvolle Aufgabe. Die Anforderungen an Zusatzkräfte in Einrichtungen sind vielfältig. Die Arbeit mit den Kindern bedarf einer pädagogischen Grundhaltung, bei der das Kind im Mittelpunkt seiner Entwicklung steht.
Neben pädagogischen Kenntnissen brauchen Zusatzkräfte auch Einblicke in die rechtlichen Rahmenbedingungen. Der gesetzliche Auftrag einer Kita die Erziehung, Bildung und Betreuung der Kinder in einer als ergänzendes Angebot in den Familien ausgestalten zu können, ist von allen Beteiligten in der Einrichtung umzusetzen.
Insbesondere Zusatzkräfte, die neuerdings vermehrt in Kindertageseinrichtungen eingesetzt werden stehen oft vor dem „Dschungel“ der Gesetze und wissen mit rechtlichen Fragen nichts anzufangen. Dieses Seminar möchte Sie dabei unterstützen einen Ein- und Überblick zu bekommen und Handlungssicherheit zu erlangen.

Die Teilnehmenden werden durch das Seminar befähigt, eine Sensibilität für das Thema zu entwickeln.

Folgende Themenfelder werden behandelt:
- Förderauftrag in der Kindertagesbetreuung (§§ 22 – 24 SGB VIII, § 2 KiTaG)
- Betriebserlaubnis (§ 45 SGB VIII)
- Meldepflichten (§ 47 SGB VIII)
- Angebotsstruktur (§ 1 KiTaG)
- Fachkräfte (§ 7 KiTaG)
- Mindestpersonalschlüssel (KiTaVO)
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Kurs-Nr.
26KD0013
Dozent*in
Wega Nordmann, Astrid Ebrahimi
Der Umgang mit personenbezogenen Daten ist seit der Umsetzung der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) stark in den Fokus gerückt.
Auch Zusatzkräfte werden mit diesem Thema konfrontiert und sollten für den Alltag ein Basiswissen zu diesem Themenfeld besitzen.

Insbesondere, wenn es um die Belange des eigenen Kindes geht, wollen Eltern erfahrungsgemäß Folgendes wissen:
- Welche Daten werden erfragt und gespeichert?
- Wer hat Zugriff auf diese Daten und wofür werden sie genutzt?
- Wie und an wen werden die Daten weitergegeben?
- Welche Rechte haben die Betroffenen?

Damit Sie im Umgang mit den Daten Sicherheit erlangen, werden in diesem Seminar folgende Themen behandelt:
- Definition von datenschutzrelevanten Begriffen
- Datenschutzrechtliche Grundlagen
- Datenschutzkonforme Einwilligung und Betroffenenrechte
- Datenschutz im Kinderschutz

Mit diesen Themen beschäftigt sich das Online-Kompaktseminar. Die Teilnehmenden werden durch die Veranstaltung befähigt, eine Sensibilität für das Thema zu entwickeln.
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Kurs-Nr.
26KD0014
Dozent*in
Andreas Moos
Übergriffe und grenzverletzendes Verhalten in Kindertageseinrichtungen treten besonders häufig in Alltagssituationen auf, in denen Kinder in den sogenannten Lebensaktivitäten begleitet werden – etwa beim Essen, beim Wickeln, beim Toilettengang oder beim An- und Ausziehen. Die Assistenz, die Fachkräfte hier leisten, kann fachlich hochwertig – aber auch grenzverletzend ausfallen. Internationale Studien zeigen ein erhöhtes Risiko für Übergriffe – insbesondere bei Kindern über drei Jahren, die noch nicht ausscheidungsautonom sind, wenn es zu Pannen wie Einkoten und Einnässen gekommen ist. Hier spielt ein professioneller Umgang mit Ekelemotionen eine große Rolle und die Entwicklung eines Ekelmanagements in der Einrichtung. Auch die Begleitung der Mahlzeiten oder der Ruhe und Schlafsituationen ist oft herausfordernd. Kritisch bewertet werden hier im Kontext Kinderschutz insbesondere das Ausüben von Zwang und das Arbeiten mit Bewegungseinschränkungen. Auch riskante Routinen beim Essen mit hohem Verschluckpotenzial machen einen hohen Handlungsbedarf deutlich.
Das Seminar zeigt konkrete und praxisnahe Wege zu einer kinderschutzgerechten responsiven Assistenz auf und stärkt eine Kultur der Achtsamkeit und des Respekts in der Betreuung von Kindern. Sie sensibilisiert für die Risiken, die in den alltäglichen, aber hochbedeutsamen Situationen entstehen können.
Das Seminar unterstützt Fachkräfte durch Fallarbeit, Reflexion und Praxis-Analysen Handlungssicherheit aufzubauen und Möglichkeiten der Stressreduktion im Alltag zu erkennen.
In der Online-Kompaktseminar stehen folgende Themen im Mittelpunkt:
- Zentrales Fachwissen zu kinderschutzgerechtem Handeln in den Lebensaktivitäten
- Überblick über riskante Vorgehensweisen in der Begleitung der Kinder in zentralen Lebensaktivitäten
- Pädagogischer Zwang
- Entwicklungswissen zur Ess-Begleitung und Prävention von Verschlucken
- Professioneller Umgang mit Ekelemotionen in sensiblen Alltagssituationen
- Ekelmanagement als präventives Vorgehen im Praxisalltag
- Alltagsanalyse und Selbstfürsorge als Basis einer stressreduzierenden Pädagogik.

Die Veranstaltung wird mit dem Online-Tool Zoom durchgeführt.
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Kurs-Nr.
26KD0025
Dozent*in
Dorothee Gutknecht
Dieses Seminar beleuchtet zwei zentrale Prozesse kindlicher Sprachaneignung: das sprachliche Verstehen und die aktive Sprachproduktion.
Das Sprachverstehen bildet die Grundlage für alle späteren sprachlichen Ausdrucksformen – und wird dennoch in der Praxis häufig unterschätzt. Wie kann der Kita-Alltag sprachverstehens-orientiert gestaltet werden? Wie lassen sich Visualisierungsstrategien (z. B. Bilder, Piktogramme, Figuren, Gebärden) gezielt nutzen, um eine „Spur des Verstehens“ zu legen? Wie gelingt der Bedeutungsaufbau vom Konkreten zum Abstrakten in unterschiedlichen Spielsorten? Welche Verstehens-Ebenen sind zu berücksichtigen: Verstehen von Räumen, Übergängen, Situationen? Das Antwortverhalten, Fragestrategien und ein sehr bewusster Einsatz von Transitionsliedern stehen im Fokus, ebenso wie das Zusammenspiel von nonverbalem und verbalem Verstehen.
Auch für die Sprachproduktion gilt: Kinder benötigen dialogische Resonanzräume. In diesem Seminar stehen daher responsiv angewandte Sprachförderstrategien in Spielprozessen, Alltagssituationen und Mikrotransitionen im Fokus. Wie lässt sich Sprache durch Wortlandschaften, Spielassistenz oder „Memory-Gespräche“ anregen? Welche Rolle spielen dabei andere Kinder, Bildungsfelder, Humor und die Fantasie?
Beides - das Nicht-Verstehen und das Sich-nicht-verständlich-machen-können - kann große Verzweiflung beim Kind auslösen. Aggressivität aber auch Rückzug können die Folge sein. Der Entwicklung eines Emotionswortschatzes muss darum intensive Aufmerksamkeit geschenkt werden. Ein besonderer Blick gilt dabei der Rolle der pädagogischen Fachkraft, die Kinder durch responsive Begleitung unterstützt, die dem Erlebten Worte und Bedeutung gibt – auch im Sinne eines „Reisens durch Zeit, Sprache und Welt.

Folgende Themen werden behandelt:
- Eine Spur des Verstehens durch die Kita legen: Visualisierungsstrategien: (Bilder, Gebärden, Piktogramme)
- Spiel und Alltagssituationen sprachverstehens-orientiert gestalten
- Die Kunst des Antwortens: Sprachförderstrategien in der Spielassistenz und in Projekten
- Der Welt eine Bedeutung geben: Arbeit mit Wortlandschaften
- Sprache und Emotion: Entwicklung eines Emotionswortschatzes
- Sprache und Mikrotransitionen im Alltag
- Vom Memory-Gespräch zum bildgestützten und freien Erzählen
- Sprache im Zusammenspiel mit Bildungsfeldern

Hinweis:
Die Inhalte des Seminars beziehen sich auf den weiterentwickelten Orientierungsplan.
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Kurs-Nr.
26KD0026
Dozent*in
Dorothee Gutknecht

Anmeldung möglich Anmeldung möglich
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Auf Warteliste Auf Warteliste
Kursausfall Ausfall
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