Dadurch, dass Fachkräfte der Schulsozialarbeit nicht bei ihrem Arbeitgeber vor Ort arbeiten, sondern in der Schule, führt diese räumliche Trennung zu herausfordernden Leitungsprozessen auf Distanz. Dabei ist Schulsozialarbeit und die Leitung von Schulsozialarbeit an der Systemgrenze zwischen der Kinder- und Jugendhilfe und dem System Schule ganz besonderen Bedingungen und Herausforderungen unterworfen. An dieser Systemgrenze müssen Fachkräfte im Arbeitsalltag mit fundamentalen Unterschieden der beiden Systeme jonglieren: Arbeitszeit und Arbeitsorganisation, fachliche Prinzipien und Haltungen, ungeklärte und unver-bindliche Verfahren und Strukturen der (multiprofessionellen) Zusammenarbeit, unterschiedliche Erwartungen im Umgang mit Daten und anvertrauten Informationen usw.
Gleichzeitig ist für viele Fachkräfte die Schule das relevante berufliche soziale Bezugssystem. Die Schule hat im Alltag mehr Zugriff auf die Fachkräfte als (falls vorhanden) das Team der Schulsozialarbeit und der Arbeitgeber. Dadurch verwischen schnell die für die fachliche Wirksamkeit notwendige Klarheit der Unterschiedlichkeit bis hin zum (fachlichen) Zugehörigkeitsgefühl zwischen den beiden Systemen. Hinzu kommt, dass Leitungskräfte oft nur über begrenzte Ressourcen für ihre Leitungsarbeit verfügen.
Diese Leitungs-Praxiswerkstatt bietet eine Mischung aus Orientierungen und Impulsen, Erfahrungsaustausch und kollegialer Beratung sowie Arbeit an konkreten Lösungsmöglichkeiten zu konkreten Fragestellungen.
Wie kann unter diesen spezifischen Bedingungen eine wirksame Begleitung von Schulsozialarbeit aussehen? Wie kann sie zwischen persönlicher Präsenz und der Entwicklung zielführender Strukturen, Prozesse, Regeln und Rollen ausbalanciert werden?
Wie können hilfreiche und stärkende Rahmen- und Kontextbedingungen für die Arbeit an der Systemgrenze gestaltet werden?
Wie kann sich eine größtenteils selbstorganisierte und selbstgesteuerte Schulsozialarbeit durch diese Begleitungsarbeit immer wieder zieldienlich orientieren?
Wie können Fachkräfte im Umgang mit aktuellen Herausforderungen, knapper werdenden Ressourcen und widerstreitenden Zielkonflikten gestärkt und unterstützt werden?
Wie kann eine kontinuierliche Evaluation, Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung organisiert werden?
Wie bleiben Sie mit Ihren Fachkräften bei diesen sich ständig ändernden Herausforderungen beweglich und schaffen es immer wieder, gut damit umzugehen?
Hinweise:
- Bei dem Angebot handelt es sich um einen eintägigen digitalen Inhouse-Kurs, der mit dem Online-Tool Big Blue Button durchgeführt wird.
- Inhouse-Anfragen müssen vollständig (!) ausgefüllt werden. Bitte machen Sie Angaben dazu, ob Sie ein KVJS-Mitglied sind. Des Weiteren benötigen wir die Angaben zu Ihrem Träger, Zeitraum und Ort, der Teilnehmendenzahl und der Zielgruppe.
- Bitte beachten Sie, dass das Angebot der Inhouse-Veranstaltungen begrenzt ist.
- Bitte fragen Sie das Inhouse-Angebot nur an, wenn Ihr Teilnehmendenkreis zur unten angegebenen Zielgruppe gehört.