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Veranstaltung "Einführung in die Pikler®-Kleinkindpädagogik" (Nr. 0013) wurde in den Warenkorb gelegt.

Entwicklung des Kindes und Förderauftrag





Anmeldung möglich
Mo. 20.04.2026
Online-Seminar
100,00 € (inkl. MwSt.)
Beobachten und Dokumentieren ist ein gesetzlicher Auftrag aus dem Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in Baden-Württemberg.

Neben alltäglichen Beobachtungen ist die systematische Erfassung der individuellen Interessen, Themen sowie die Entwicklung der Kinder und deren Verhalten in der Gruppe eine zentrale Grundlage für pädagogisches Handeln. Dabei gilt es, die individuellen Entwicklungsverläufe, Bildungsprozesse sowie die Potenziale und Interessen jedes Kindes angemessen zu berücksichtigen. Der Umfang und die Bedeutung dieser Beobachtungen orientieren sich stets an den pädagogischen Zielsetzungen in Bezug auf das einzelne Kind, ganz besonders auch bei Kindern, mit besonderen Bedarfen oder im Übergang von der Kita in die Grundschule.

Zur Sicherstellung einer einheitlichen Qualität in den Teams der Kindertageseinrichtungen ist der Einsatz wissenschaftlich evaluierter Instrumente unerlässlich. Verbindliche Absprachen über die verwendeten Konzepte und Methoden sind entscheidend für eine professionelle kindorientierte Arbeit.

In diesem Seminar werden Pädagogische Fachkräfte auf ein tiefgehendes Verständnis für die Auswirkungen von Beobachtungsinstrumenten auf die kindliche Entwicklung sensibilisiert.

Im Seminar lernen Sie den Unterschied zwischen Bildungs- und Entwicklungsbeobachtung kennen. Sie reflektieren die Rolle der Wahrnehmung im pädagogischen Alltag und setzen sich mit fundierten Beobachtungskonzepten und -verfahren auseinander.

Ziel ist es, gemeinsam verbindliche Qualitätsstandards im Team für die pädagogischen Konzeption zu erarbeiten und zu etablieren.

Folgende Themen behandelt das Online-Seminar:
- Sensibilisierung für die stärkenorientierte Beobachtung – „Schätze der Kinder“
- Der „Gewinn“ der Beobachtung für Kinder, die pädagogische Fachkraft und die Eltern
- Den Unterschied zwischen einer Bildungs- und einer Entwicklungsbeobachtung verstehen
- Übersicht über aktuelle Beobachtungskonzepte für Kinder von einem Jahr bis zur Einschulung (insbesondere auch für Kinder mit besonderen Bedarfen und Herausforderungen, sowie für die Begleitung des Übergangs Kindergarten – Grundschule)
- Die konkrete praktische Umsetzung von Beobachtungen und Dokumentation der Kinder im pädagogischen Alltag

Hinweis:
Die Inhalte des Seminars beziehen sich auf den weiterentwickelten Orientierungsplan.
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Kurs-Nr.
26KD0004
Dozent*in
Sylvia Zöller
So selbstverständlich Mahlzeiten im Alltag einer Kindertageseinrichtung eingeplant sind, so wenig selbstverständlich ist häufig ihre pädagogische Gestaltung. Viel zu oft sind sie mit Stress für Fachkräfte und Kinder verbunden:
- Kinder sollen etwas probieren, was sie nicht essen möchten
- Sie sollen sich "ordentlich" verhalten, können aber kaum still sitzen
- Sie möchten mit den Händen essen, sollen aber zum Löffel greifen
- Sie wollen das Essen erkunden, dürfen aber nicht damit spielen
Fachkräfte stehen dabei vor vielfältigen Anforderungen: Sie begleiten große Kindergruppen, regulieren Emotionen, motivieren zum Essen, sorgen für gesunde Versorgung und beachten zugleich elterliche Wünsche. Besonders in Ganztagseinrichtungen mit warmem Mittagessen besteht ein hoher Anspruch – das Essen soll nicht nur bei den Kindern „ankommen“, sondern auch mit Freude angenommen werden.

Eine gelingende Mahlzeitengestaltung beginnt oft bei kleinen Details:
Wie sitzen die Kinder? Welche Materialien nutzen sie? Welche Regeln und Rituale unterstützen den Ablauf? Wer übernimmt welche Aufgaben? Auch die Übergänge zur und aus der Mahlzeit spielen eine wichtige Rolle für das Gelingen.

Wenn Mahlzeiten achtsam geplant und gestaltet sind, können sie mehr sein als nur eine Gelegenheit zur Nahrungsaufnahme. Sie werden zum Bildungsraum – für Selbstständigkeit, soziale Kompetenz, Gesundheitsförderung und Genuss.

In diesem Online-Kompaktseminar erhalten Sie einen Einblick in die gelingende Gestaltung von Mahlzeiten im Alltag einer Kindertageseinrichtung. Der Fokus liegt nicht auf der Ernährung selbst, sondern auf den pädagogischen und organisatorischen Rahmenbedingungen, die eine gesundheitsförderliche, stressfreie und genussvolle Essenssituation ermöglichen – für Kinder und Fachkräfte gleichermaßen.
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Kurs-Nr.
26KD0007
Dozent*in
Maren Kramer
Auf Warteliste
Di. 28.04.2026
Online-Seminar
45,00 € (inkl. MwSt.)
Pädagogische Fachkräfte machen sich viele Gedanken darüber, wie mehrsprachige Kinder aufwachsen und die Sprache Deutsch erwerben.

In diesem Online-Seminar gibt es Antworten auf folgende Fragen zu diesem Thema:
- Welche Rahmenbedingungen und Methoden eignen sich besonders gut?
- Wie kann ich den Alltag in der Kindertageseinrichtung sprachenbunt gestalten?
- Wie unterstütze ich konkret im Kita-Alltag den Wortschatzerwerb und den Satzbau?
- Worauf achte ich in meinem eigenen Sprachverhalten?

Aktuelle Erkenntnisse zur Mehrsprachigkeit, die in der Kita relevant sind, werden praxisnah erklärt. Es gibt viele Tipps und Impulse für die Begleitung von mehrsprachigen Kindern im Alltag einer Kindertageseinrichtung.
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Kurs-Nr.
26KD0011
Dozent*in
Susanne Kühn
Anmeldung möglich
Mi. 29.04.2026
Online-Seminar
50,00 € (inkl. MwSt.)
Im pädagogischen Alltag stehen Fachkräfte oftmals vor der Herausforderung, Kindern mit Verhaltensweisen zu begegnen, die aus dem gewohnten Rahmen fallen. Ein Gefühl der Hilflosigkeit entsteht, wenn bisherige Handlungsstrategien nicht wirken.

In diesem Online-Kompaktseminar erhalten Sie die Möglichkeit, diese Situationen im Betreuungsalltag zu besprechen. Sie gewinnen Einblicke in Methoden und Strategien, um Kindern mit herausforderndem Verhalten zu begegnen. Dabei erfahren Sie, wie Sie das Verhalten des Kindes besser verstehen können und wie Sie darauf aufbauend Handlungsmöglichkeiten entwickeln können, um einen passenden Rahmen zu schaffen, der das Kind in seinem Sein einschließt.
Neben praxisnahen Impulsen werden Handlungsmodelle im Umgang mit herausforderndem Verhalten von Kindern vorgestellt.
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Kurs-Nr.
26KD0005
Dozent*in
Carolin Fritzsche
Nicht immer wachsen Kinder gut behütet, sicher und geborgen auf. Familienkrisen, Trennung der Eltern, oder gar ganz existentielle Erfahrungen wie Flucht und Verlust bedeuten eine enorme Belastung für die Kinder.
Manchmal ahnen wir diese Sorgen der Kinder, manchmal zeigen Sie es uns ganz deutlich durch ihr Verhalten.
Doch nicht nur hier, auch im Kindergartenalltag fehlen uns oft die Worte, wenn wir plötzlich mit einer enormen Wut eines Kindes konfrontiert werden, auf Übergriffe unter Kindern reagieren müssen. Wie sprechen wir mit den betroffenen oder den übergriffig gewordenen Kindern? Was muss ich ansprechen, was eher nicht? Was mache ich wenn mir dann nur Schweigen begegnet?
Oft wünschen wir uns mehr Hintergrundwissen und konkrete Ideen, wie wir unterstützend auffangen, oder auch gut mit ihnen ins Gespräch kommen können.

Mit folgenden Fragestellungen werden wir uns daher in dieser Fortbildung beschäftigen:
- Wie erleben Kinder herausfordernde Situationen, wie eine Trennung ihrer Eltern, Flucht, Trauer, Krankheit und was sind Mögliche Reaktionen darauf?
- Wie bekommen wir Zugang zum Erlebnis und den Bedürfnissen der Kinder?
- Bei welcher Gesprächsabsicht sind welche Gesprächstechniken und Gesprächsrahmen hilfreich?
- Wie kommen unsere Fragen überhaupt (altersbedingt) an? Welche Antworten können wir erwarten?
- Wo gilt es vorsichtig und zurückhaltend zu sein?
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Kurs-Nr.
26KP0035
Dozent*in
Heidelinde Finkbeiner-Knapp
Übergriffe und grenzverletzendes Verhalten in Kindertageseinrichtungen treten besonders häufig in Alltagssituationen auf, in denen Kinder in den sogenannten Lebensaktivitäten begleitet werden – etwa beim Essen, beim Wickeln, beim Toilettengang oder beim An- und Ausziehen. Die Assistenz, die Fachkräfte hier leisten, kann fachlich hochwertig – aber auch grenzverletzend ausfallen. Internationale Studien zeigen ein erhöhtes Risiko für Übergriffe – insbesondere bei Kindern über drei Jahren, die noch nicht ausscheidungsautonom sind, wenn es zu Pannen wie Einkoten und Einnässen gekommen ist. Hier spielt ein professioneller Umgang mit Ekelemotionen eine große Rolle und die Entwicklung eines Ekelmanagements in der Einrichtung. Auch die Begleitung der Mahlzeiten oder der Ruhe und Schlafsituationen ist oft herausfordernd. Kritisch bewertet werden hier im Kontext Kinderschutz insbesondere das Ausüben von Zwang und das Arbeiten mit Bewegungseinschränkungen. Auch riskante Routinen beim Essen mit hohem Verschluckpotenzial machen einen hohen Handlungsbedarf deutlich.
Das Seminar zeigt konkrete und praxisnahe Wege zu einer kinderschutzgerechten responsiven Assistenz auf und stärkt eine Kultur der Achtsamkeit und des Respekts in der Betreuung von Kindern. Sie sensibilisiert für die Risiken, die in den alltäglichen, aber hochbedeutsamen Situationen entstehen können.
Das Seminar unterstützt Fachkräfte durch Fallarbeit, Reflexion und Praxis-Analysen Handlungssicherheit aufzubauen und Möglichkeiten der Stressreduktion im Alltag zu erkennen.
In der Online-Kompaktseminar stehen folgende Themen im Mittelpunkt:
- Zentrales Fachwissen zu kinderschutzgerechtem Handeln in den Lebensaktivitäten
- Überblick über riskante Vorgehensweisen in der Begleitung der Kinder in zentralen Lebensaktivitäten
- Pädagogischer Zwang
- Entwicklungswissen zur Ess-Begleitung und Prävention von Verschlucken
- Professioneller Umgang mit Ekelemotionen in sensiblen Alltagssituationen
- Ekelmanagement als präventives Vorgehen im Praxisalltag
- Alltagsanalyse und Selbstfürsorge als Basis einer stressreduzierenden Pädagogik.

Die Veranstaltung wird mit dem Online-Tool Zoom durchgeführt.
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Kurs-Nr.
26KD0025
Dozent*in
Dorothee Gutknecht
Schlaf- und Ruhezeiten gehören zu den sensibelsten Momenten im Alltag einer Kindertageseinrichtung. Sie sind weit mehr als Pausen – sie sind Bildungszeiten, in denen Kinder zur Ruhe finden, Erlebtes verarbeiten und Sicherheit durch Beziehung erleben. Gleichzeitig sind sie im Alltag von Ganztagseinrichtungen organisatorisch besonders herausfordernd: Große Gruppen, enge Zeitfenster, wechselndes Personal und begrenzte Räume erschweren eine verlässliche und kindgerechte Gestaltung.
Hinzu kommen alltägliche Fragen, die zu Unsicherheiten oder Spannungen im pädagogischen Handeln führen können: Wie lange dürfen Kinder schlafen? Sollen, können oder müssen Kinder zu unterschiedlichen Zeiten schlafen (dürfen)? Sollen sie geweckt werden, wenn Eltern es wünschen? Was tun, wenn Erwartungen im Team auseinandergehen oder Eltern andere Vorstellungen haben als die Einrichtung?

Auch der Kinderschutz ist in den Fokus gerückt: Die UN-Kinderrechtskonvention sichert jedem Kind das Recht auf Ruhe und Erholung zu. Doch wie gelingt ein achtsamer und respektvoller Umgang mit dieser verletzlichen Alltagssituation?
- Nähe und Distanz: Wie viel körperliche Nähe braucht oder erlaubt ein Kind beim Einschlafen? Wie sichern Fachkräfte dabei einen professionellen Rahmen?
- Ungewöhnliche Einschlafrituale: Wie gehen Fachkräfte mit kindlichen Strategien um, die irritieren oder kulturell fremd erscheinen, ohne vorschnell zu bewerten?
- Körperkontakt und Begrenzung: Wann braucht ein Kind körperliche Nähe, wann Schutz vor Übergriffigkeit – und wie kann liebevolle Begleitung ohne Grenzverletzung gelingen?
- Durchgängige Präsenz und Beobachtung: Wer begleitet den Schlaf? Wie sichern Einrichtungen die kontinuierliche Anwesenheit einer verantwortlichen Bezugsperson – auch im Sinne des Schutzauftrags?
- Gestaltung des Übergangs von der Krippe zur Ü3-Gruppe: Ein abrupter Übergang von der Krippe zur Ü3-Gruppe ohne individuelle Schlaf- oder Rückzugsmöglichkeiten kann das Wohlbefinden der Kinder erheblich beeinträchtigen. Fachkräfte sind daher gefragt, diese sensiblen Phasen professionell zu gestalten


In diesem Seminar erhalten die Teilnehmenden fachliches Hintergrundwissen, praktische Impulse zur Raum- und Ablaufgestaltung, Ideen für gelingende Übergänge, Strategien im Umgang mit herausfordernden Situationen und Anregungen für eine tragfähige Elternkommunikation.
Es wird Raum für Reflexion, kollegialen Austausch und konkrete Fallbesprechungen gegeben – mit dem Ziel, mehr Sicherheit im pädagogischen Alltag zu gewinnen und Schlafen und Ruhen als das zu sehen, was sie sein können: echte Bildungs- und Schutzräume.
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Kurs-Nr.
26KP0018
Dozent*in
Maren Kramer
Interessensbekundung möglich
Mo. 08.06.2026
Tagungszentrum Gültstein
199,00 € (inkl. MwSt.)
In Zeiten von Fachkräftemangel und steigendem Wettbewerb am Arbeitsmarkt braucht es mehr als nur eine gute Stellenausschreibung, um neue Mitarbeitende zu gewinnen und langfristig zu binden.

Dieses Seminar vermittelt praxisnahe Strategien, wie Sie gezielt Menschen für Ihr Unternehmen begeistern – und sie mit einem gelungenen Onboarding, echter Wertschätzung und starker Unternehmenskultur halten.

Sie lernen unter anderem:
- Wie ein strukturierter, wertschätzender Onboarding-Prozess neue Mitarbeitende von Anfang an bindet
- Welche Rolle zielgerichtete Kommunikation, Motivation und Führung bei der Mitarbeiterbindung spielen
- Wie Sie durch Employer Branding zur attraktiven Arbeitgebermarke werden – authentisch, glaubwürdig und anziehend
- Warum Haltung und Unternehmenskultur entscheidender sind als Hochglanzbroschüren
- Welche konkreten Maßnahmen Sie sofort umsetzen können, um Bindung und Zufriedenheit zu stärken

Ihr Mehrwert:
Sie nehmen aus dem Seminar nicht nur Impulse, sondern direkt umsetzbare Ideen und Werkzeuge mit – für mehr Stabilität in Ihren Teams, weniger Fluktuation und eine überzeugende Außenwirkung als Arbeitgeber.

Hinweise:

Die Fortbildungsreihe ist ein Qualifizierungskonzept für Leitungskräfte der verschiedenen Ebenen öffentlicher und freier Träger der Jugend- und Sozialhilfe wie Jugendamt und Sozialamt, Beratungsstellen, Jugendarbeit, Hilfen zur Erziehung und Leitungen von Kindertageseinrichtungen sowie der Träger der Eingliederungshilfe.

Inhalte und Methoden werden bei allen Veranstaltungen stets teilnehmerzentriert vermittelt und eingeübt. Zur Gewährleistung des individuellen Transfers in den beruflichen Alltag kommt ein Methodenmix zum Einsatz. Auch der Austausch unter den Leitungskräften kommt nicht zu kurz.

Die einzelnen Seminare sind aufeinander abgestimmt, aber jeweils als in sich abgeschlossene Einheit konzipiert. Die Seminare sind einzeln und unabhängig voneinander wählbar und werden einzeln bescheinigt. Sie haben also die Möglichkeit, sich Ihr eigenes Lernkonzept zusammenzustellen – je nach Arbeitsfeldanforderungen und persönlichem Bedarf.

Mit der Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist die genaue Angabe der eigenen Leitungsfunktion oder Leitungsaufgabe erforderlich. Zur Sicherstellung der Zielgruppe erfolgt eine Auswahl der Teilnehmenden. Eine verbindliche Teilnahmezusage erfolgt spätestens nach Anmeldeschluss.

(Veranstaltungen der Reihe können auch einzeln gebucht werden)
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Kurs-Nr.
26JP0012
Dozent*in
Bernd Löhle
Anmeldung möglich
Di., 09.06.2026 - Mi., 10.06.2026
Tagungszentrum Gültstein
406,00 € (inkl. MwSt.)
Die ungarische Kinderärztin Emmi Pikler (1902 – 1984) gründete 1946 in Budapest ein Säuglings- und Kleinkindheim. Dies leitete sie fast 40 Jahre. Durch ihre wissenschaftlichen Forschungen und ihre praktische Arbeit entwickelte sie eine Pädagogik für Säuglinge und Kleinkinder, welche bis heute in der Budapester Pikler-Krippe verwirklicht wird. Sie ist vor allem der Frage nachgegangen, wie der pädagogische Alltag gestaltet werden muss, um den Bedürfnissen und Interessen von Kindern bis drei Jahren in der institutionellen Gruppenbetreuung mit mehreren Kindern gerecht zu werden.

Anhand von Filmen aus dem Pikler-Institut werden Einblicke in die Pädagogik Emmi Piklers gegeben. Es soll auch den Fragen und Möglichkeiten zur Umsetzung im Krippenalltag nachgegangen werden.

Inhalte des Seminars:
- Pädagogischer Ansatz von Emmi Pikler
- Bedeutung der beziehungsvollen Pflege als wichtige Grundlage für eine gute Beziehung und selbständige Aktivität des Kindes
- Autonome Bewegungsentwicklung und freies, selbstbestimmtes Spiel
- Rolle und Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte
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Kurs-Nr.
26KP0013
Dozent*in
Christine Bader
Anmeldung möglich
Mi., 10.06.2026 - Mi., 15.07.2026
Tagungszentrum Gültstein
249,00 € (inkl. MwSt.)
Manuel zeigt sich seit einigen Wochen sehr aggressiv und hat auch schon die Erzieherin geschlagen. Paula kann sich nicht von der Fachkraft lösen und spielt nie mit anderen Kindern. Onur kann sich nicht konzentrieren, hat einen ungeheuren Bewegungsdrang und ist für jeden Stuhlkreis eine Herausforderung.

Manche Kinder fallen schon früh durch ungestümes oder ungewöhnliches Verhalten als besonders anspruchsvoll oder herausfordernd auf. Da gerät manches Mal selbst das beste Handlungskonzept an seine Grenzen und so manche Fachkraft fühlt sich überfordert, ratlos und an der Grenze der Belastbarkeit.

Aber nicht nur das – wie kommuniziert man in dieser Situationen mit den Eltern? Diese Themen sind oft schwierig anzusprechen und allzu schnell verstummen die Eltern, fühlen sich angegriffen und Lösungen oder neue Wege werden für die Kinder nicht gefunden.
In dieser Fortbildung werden auf der Grundlage des systemischen Denkens konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit herausforderndem Verhalten und dem Austausch mit den Eltern thematisiert. Außerdem werden deren Praxistauglichkeit mit dem Blick auf die eigene Einrichtung überprüft.
Am zweiten Tag wird die Umsetzung der konkreten Handlungsmöglichkeiten in die Praxis reflektiert.

Hinweis:
Die Veranstaltung besteht aus zwei Abschnitten.
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Kurs-Nr.
26KP0040
Dozent*in
Heidelinde Finkbeiner-Knapp
Anmeldung möglich
Fr. 12.06.2026
Tagungszentrum Gültstein
169,00 € (inkl. MwSt.)
Soziale Konflikte gehören zum Alltag – auch und gerade im pädagogischen Miteinander. Häufig treten sie scheinbar „zur falschen Zeit“ auf, stören geplante Abläufe und fordern Fachkräfte heraus. Doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich Konflikte als wertvolle Lerngelegenheiten: Sie ermöglichen Kindern, sich selbst und andere besser kennenzulernen, unterschiedliche Sichtweisen zu erleben und soziale Kompetenzen weiterzuentwickeln.
Damit Kinder aus Konflikten wirklich lernen können, brauchen sie Erwachsene, die sie sicher und entwicklungsangemessen begleiten. Fachkräfte müssen dabei nicht selbst den Streit schlichten oder sofort Lösungen anbieten. Es geht vielmehr darum, Kinder aktiv einzubeziehen, ihnen Raum zur Auseinandersetzung zu geben – und so Gewaltprävention im Alltag wirksam zu verankern.
In diesem Seminar stärken Sie Ihre Handlungskompetenz im Umgang mit sozialen Konflikten. Sie lernen, Ihre eigene Haltung zu reflektieren und angemessene Methoden anzuwenden. Mit theoretischen Impulsen, praktischen Übungen und dem Austausch über Alltagssituationen entwickeln Sie neue Perspektiven und erweitern Ihr Handlungsrepertoire.

Ziele des Seminars:
- Sie erkennen Konflikte als entwicklungsfördernde Lernchancen
- Sie können Konflikte kindgerecht begleiten, ohne Partei zu ergreifen oder zu urteilen
- Sie wenden konkrete Methoden zur Konfliktbegleitung im Alltag sicher an
- Sie reflektieren Ihre Haltung und stärken Ihre professionelle Präsenz
- Sie tragen aktiv zur Gewaltprävention bei

Ihre Erfahrungen und Praxisbeispiele sind ausdrücklich erwünscht – sie machen das Seminar lebendig und praxisnah. Gemeinsam werden Lösungen entwickelt, die im pädagogischen Alltag wirklich umsetzbar sind.

Hinweis:
Das Seminar ist eine Kooperationsveranstaltung der Aktion Jugendschutz (ajs), Landesarbeitsstelle Baden Württemberg mit dem KVJS
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Kurs-Nr.
26KP0010
Dozent*in
Lothar Wegner
Entwicklungspsychologisch betrachtet ist es nicht ungewöhnlich, wenn Kinder – insbesondere unter drei Jahren – andere Kinder in der Gruppe beißen. Wenn es zu Verletzungen gekommen ist, oder das Verhalten häufiger auftritt, wird es allerdings schnell zu einem schwerwiegenden Problem für alle Beteiligten. Ein achtsames Antwortverhalten zu entwickeln, ist hier sowohl auf Seiten der Fachkräfte in der Gruppe, der Einrichtungsleitung als auch auf der des Trägers eine notwendige Aufgabe und große Herausforderung. Eltern verlangen schnell den Ausschluss des „Beißers“ oder der „Beißerin“ oder nehmen ihr Kind, wenn dies gebissen wurde, gleich ganz aus der Einrichtung. Fachkräfte fragen sich, wie mit dem Verhalten professionell umgegangen werden kann, denn oft weitet sich das Verhalten aus, und es gibt plötzlich mehrere Kinder in der Gruppe, die beißen.

Auf der Basis aktueller Forschungsergebnisse werden abgestimmte – responsive – Strategien im Umgang mit „Beißen“ thematisiert, die alle Beteiligten in den Blick nehmen: Kinder, Eltern, Fachkräfte, Leitung und Träger.

In der Online-Fortbildung erhalten die Teilnehmenden
- einen Überblick über das Spektrum an möglichen Ursachen zum Beißen,
- Wissen darüber, wie sie akute Beißvorfälle über einen 9 Schritte Plan gezielt angehen können,
- notwendiges Grundlagenwissen, um fallbasierte Handlungspläne erstellen zu können,
- einen Überblick über unterschiedliche Möglichkeiten der Konfliktassistenz,
- Einsichten über die unterschiedlichen Antwortregister des Tröstens,
- praktische Ideen zu Handlungsweisen, die verhindern können, dass Kinder, die gebissen worden sind, in eine Opferrolle geraten,
- Wissen zu hilfreichen Strategien, um Eltern, deren Kind beißt, oder deren Kind gebissen worden ist, in Entwicklungsgesprächen sensibel und unterstützend beraten.
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Kurs-Nr.
26KD0003
Dozent*in
Dorothee Gutknecht
Anmeldung möglich
Di., 23.06.2026 - Mi., 24.06.2026
Tagungszentrum Gültstein
426,00 € (inkl. MwSt.)
Übergänge gehören zum Alltag in der Kinderkrippe: vom Ankommen am Morgen über den Wechsel von Spiel- zu Pflegesituationen bis hin zur Eingewöhnung oder dem Übergang in die Kindertageseinrichtung. Für Kinder sind diese Übergänge bedeutsame Entwicklungsaufgaben. Sie fordern emotionale Anpassung, neue Beziehungsaufnahmen und das Verlassen vertrauter Strukturen. Gelingt ein Übergang, stärkt das nicht nur das Selbstbewusstsein des Kindes, sondern auch seine Resilienz.
Damit Übergänge gut gelingen, brauchen Kinder feinfühlige Erwachsene, die sie achtsam begleiten, ihre Bedürfnisse wahrnehmen und ihnen Sicherheit geben. In diesem Seminar setzen sich pädagogische Fachkräfte mit zentralen Grundlagen und praxisnahen Ansätzen zur Gestaltung von Übergängen auseinander.

Inhalte des Seminars:
- Einführung in das Transitionsmodell: Übergänge als Lern- und Entwicklungsprozesse verstehen
- Übergänge in der frühen Kindheit: Eingewöhnung in der Krippe und Wechsel in den Kindergarten
- Eingewöhnung als Qualitätsmerkmal pädagogischer Arbeit
- Bindung und Beziehung in den ersten drei Lebensjahren: Grundlagen für sichere Übergänge
- Die Rolle der Fachkraft: Zwischen Halt geben und Erfahrungsräume öffnen
- Feinfühligkeit und Responsivität in der Interaktion mit Kindern
- Mikrotransitionen im Alltag erkennen und bewusst gestalten
- Eltern in Übergangsprozessen partnerschaftlich und kultursensibel begleiten
- Einführung in den Begriff „Kultursensitivität“ – Bedeutung für die Eingewöhnung
- Reflexion von Alltagssituationen mit dem Index für Inklusion

Das Seminar vermittelt fundiertes Wissen aus der Transitionsforschung und bietet Raum für die Reflexion der eigenen Rolle als Bezugsperson. Ziel ist es, pädagogische Handlungskompetenz zu stärken, um Übergänge beziehungsorientiert zu gestalten und Kindern Erfahrungen von Selbstwirksamkeit und Teilhabe zu ermöglichen.

Hinweis:
Die Inhalte des Seminars beziehen sich auf den weiterentwickelten Orientierungsplan.
weitere Details

Kurs-Nr.
26KP0006
Dozent*in
Kai-Nicola Stein
Das gemeinsame Essen und Trinken in der Kindertageseinrichtung bietet vielfältige Lernmöglichkeiten. Im Vordergrund steht dabei die Begleitung der Entwicklung der Kinder zum selbstständigen und selbstbestimmten Essen. Dabei spielen kulturelle Vielfalt, gesetzliche Vorgaben sowie das Recht auf Partizipation eine zentrale Rolle und machen das Thema „Essen und Trinken“ zu einem bedeutenden pädagogischen Handlungsfeld.
In diesem Seminar wird erörtert, wie die Fragen „Was“, „Wie“, „Wann“, „Wo“ und „Wohin“ bei der Konzeption und Organisation der Mahlzeiten durch die Werte und Vorstellungen der Familien, der Kita, des Teams und der Leitung geprägt sind. Der Begriff der Kultursensibilität wird eingeführt und im Zusammenhang mit gesetzlichen Vorgaben sowie dem Entwicklungsstand der Kinder betrachtet.

Im Fokus stehen folgende Themen:
- Das Verständnis der drei Kompetenzbereiche der Kinder im Zusammenhang mit dem Essen: Kennenlernen, Lernen und Können
- Der Blick in den weiterentwickelten Orientierungsplan (WeOp)
- Praktische Ansätze für eine entwicklungsorientierte Begleitung der Mahlzeiten
- Möglichkeiten, Partizipation bei Entscheidungen rund ums Essen zu fördern und Beschwerden angemessen zu berücksichtigen
- Das Bewusstsein für den Einfluss eigener Essgewohnheiten und Erfahrungen auf die Begleitung der Mahlzeiten
Für Erwachsene kann die Gestaltung dieser Alltagshandlung im pädagogischen Kontext eine Herausforderung darstellen – umso wichtiger ist daher eine bewusste Auseinandersetzung damit.

Dieses Seminar bietet Ihnen die Gelegenheit, sich mit diesen Aspekten auseinanderzusetzen und die eigene Praxis im Sinne einer kindgerechten und kultursensiblen Essensbegleitung weiterzuentwickeln.

Hinweis:
Die Inhalte des Seminars beziehen sich auf den weiterentwickelten Orientierungsplan.
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Kurs-Nr.
26KP0015
Dozent*in
Kariane Höhn

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