In der Zuständigkeit für mehrere oder sogar viele Einrichtungen stehen die Träger-Verantwortlichen häufig im Spagat unterschiedlicher und sich widerstreitender Aufgaben, Erwartungen, Perspektiven und Zielen. Einerseits sollen sie Leitungskräfte vor Ort unterstützen, stärken und orientieren. Anderseits müssen sie Vorgaben umsetzen, bei konflikthaften Themen Lösungen erarbeiten bzw. ermöglichen und verbindliche Rahmenbedingungen für alle Einrichtungen gestalten.
Dabei sind Trägerverantwortliche häufig selbst Sandwichkräfte auf der nächsthöheren Leitungsebene. Wie nutzen sie dabei ein klares eigenes Rollen-, Ziel- und Aufgabenverständnis, um den eigenen Spielraum gut zu gestalten? … um Klarheit und Orientierung zu geben, wer für was welchen Hut aufhat? Wie können sie dabei zieldienlich und erfolgreich mit Leitungskräften kommunizieren?
Jenseits fachlicher und rechtlicher Fragen erarbeiten Sie sich in drei Schritten hilfreiche Orientierungen und konkrete Ideen, wie aus dem Spagat ein möglichst großer Spielraum werden kann:
* Grundorientierungen und hilfreiche Impulse
* Austausch auf Augenhöhe: praxisnah, kollegial und konkret
* Entwicklung von Lösungsansätzen und Ideen zu konkreten Fragen aus dem eigenen Arbeitsalltag
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Kurs-Nr.
26KP0020
Dozent*in
Uwe Straß
Schlaf- und Ruhezeiten gehören zu den sensibelsten Momenten im Alltag einer Kindertageseinrichtung. Sie sind weit mehr als Pausen – sie sind Bildungszeiten, in denen Kinder zur Ruhe finden, Erlebtes verarbeiten und Sicherheit durch Beziehung erleben. Gleichzeitig sind sie im Alltag von Ganztagseinrichtungen organisatorisch besonders herausfordernd: Große Gruppen, enge Zeitfenster, wechselndes Personal und begrenzte Räume erschweren eine verlässliche und kindgerechte Gestaltung.
Hinzu kommen alltägliche Fragen, die zu Unsicherheiten oder Spannungen im pädagogischen Handeln führen können: Wie lange dürfen Kinder schlafen? Sollen, können oder müssen Kinder zu unterschiedlichen Zeiten schlafen (dürfen)? Sollen sie geweckt werden, wenn Eltern es wünschen? Was tun, wenn Erwartungen im Team auseinandergehen oder Eltern andere Vorstellungen haben als die Einrichtung?

Auch der Kinderschutz ist in den Fokus gerückt: Die UN-Kinderrechtskonvention sichert jedem Kind das Recht auf Ruhe und Erholung zu. Doch wie gelingt ein achtsamer und respektvoller Umgang mit dieser verletzlichen Alltagssituation?
- Nähe und Distanz: Wie viel körperliche Nähe braucht oder erlaubt ein Kind beim Einschlafen? Wie sichern Fachkräfte dabei einen professionellen Rahmen?
- Ungewöhnliche Einschlafrituale: Wie gehen Fachkräfte mit kindlichen Strategien um, die irritieren oder kulturell fremd erscheinen, ohne vorschnell zu bewerten?
- Körperkontakt und Begrenzung: Wann braucht ein Kind körperliche Nähe, wann Schutz vor Übergriffigkeit – und wie kann liebevolle Begleitung ohne Grenzverletzung gelingen?
- Durchgängige Präsenz und Beobachtung: Wer begleitet den Schlaf? Wie sichern Einrichtungen die kontinuierliche Anwesenheit einer verantwortlichen Bezugsperson – auch im Sinne des Schutzauftrags?
- Gestaltung des Übergangs von der Krippe zur Ü3-Gruppe: Ein abrupter Übergang von der Krippe zur Ü3-Gruppe ohne individuelle Schlaf- oder Rückzugsmöglichkeiten kann das Wohlbefinden der Kinder erheblich beeinträchtigen. Fachkräfte sind daher gefragt, diese sensiblen Phasen professionell zu gestalten


In diesem Seminar erhalten die Teilnehmenden fachliches Hintergrundwissen, praktische Impulse zur Raum- und Ablaufgestaltung, Ideen für gelingende Übergänge, Strategien im Umgang mit herausfordernden Situationen und Anregungen für eine tragfähige Elternkommunikation.
Es wird Raum für Reflexion, kollegialen Austausch und konkrete Fallbesprechungen gegeben – mit dem Ziel, mehr Sicherheit im pädagogischen Alltag zu gewinnen und Schlafen und Ruhen als das zu sehen, was sie sein können: echte Bildungs- und Schutzräume.
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Kurs-Nr.
26KP0018
Dozent*in
Maren Kramer
Ein schnelleres Arbeitstempo und höhere Anforderungen kann den Druck für manche Menschen in der heutigen Welt zu viel sein. Halten Erschöpfung, "Ausgebranntsein" und psychischer Dauerstress an, kann sich daraus für den Betroffenen eine ernstzunehmende Erkrankung entwickeln. Krisen und Psychische Erkrankungen kommen jedoch nicht von heute auf morgen, sondern entwickeln sich über einen längeren Zeitraum. Unsicherheit, Scham oder Angst vor Stigmatisierung lassen die Betroffenen ihre Symptome oder Erkrankung verschweigen. Häufig werden die Anzeichen von Vorgesetzten sowie Kollegen längere Zeit nicht wahrgenommen, falsch interpretiert oder gar ignoriert. Die Betroffenen und das Umfeld haben häufig die Hoffnung, dass die Situation nur vorübergehend ist und sich bald wieder ändert.

In diesem Seminar werden folgende Themen besprochen:
- Wie ein Burnout entsteht
- Mechanismen wie es dazu kommt
- Wie interveniert werden kann

Ziel des Seminares ist, Bedarfe zu erkennen, Hilfesysteme und mögliche Kooperationspartner zu kennen sowie Unterstützungsmöglichkeiten in die Wege zu leiten.
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Kurs-Nr.
26KP0017
Dozent*in
Dorothee Gerdung-Graebenstein, Alexander Rapp
Das gemeinsame Essen und Trinken in der Kindertageseinrichtung bietet vielfältige Lernmöglichkeiten. Im Vordergrund steht dabei die Begleitung der Entwicklung der Kinder zum selbstständigen und selbstbestimmten Essen. Dabei spielen kulturelle Vielfalt, gesetzliche Vorgaben sowie das Recht auf Partizipation eine zentrale Rolle und machen das Thema „Essen und Trinken“ zu einem bedeutenden pädagogischen Handlungsfeld.
In diesem Seminar wird erörtert, wie die Fragen „Was“, „Wie“, „Wann“, „Wo“ und „Wohin“ bei der Konzeption und Organisation der Mahlzeiten durch die Werte und Vorstellungen der Familien, der Kita, des Teams und der Leitung geprägt sind. Der Begriff der Kultursensibilität wird eingeführt und im Zusammenhang mit gesetzlichen Vorgaben sowie dem Entwicklungsstand der Kinder betrachtet.

Im Fokus stehen folgende Themen:
- Das Verständnis der drei Kompetenzbereiche der Kinder im Zusammenhang mit dem Essen: Kennenlernen, Lernen und Können
- Der Blick in den weiterentwickelten Orientierungsplan (WeOp)
- Praktische Ansätze für eine entwicklungsorientierte Begleitung der Mahlzeiten
- Möglichkeiten, Partizipation bei Entscheidungen rund ums Essen zu fördern und Beschwerden angemessen zu berücksichtigen
- Das Bewusstsein für den Einfluss eigener Essgewohnheiten und Erfahrungen auf die Begleitung der Mahlzeiten
Für Erwachsene kann die Gestaltung dieser Alltagshandlung im pädagogischen Kontext eine Herausforderung darstellen – umso wichtiger ist daher eine bewusste Auseinandersetzung damit.

Dieses Seminar bietet Ihnen die Gelegenheit, sich mit diesen Aspekten auseinanderzusetzen und die eigene Praxis im Sinne einer kindgerechten und kultursensiblen Essensbegleitung weiterzuentwickeln.

Hinweis:
Die Inhalte des Seminars beziehen sich auf den weiterentwickelten Orientierungsplan.
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Kurs-Nr.
26KP0015
Dozent*in
Kariane Höhn
Anmeldung möglich
Mi., 04.11.2026 - Do., 05.11.2026
Tagungszentrum Gültstein
476,00 € (inkl. MwSt.)
"Schnell die Kinder wickeln, damit der Morgenkreis beginnen kann..., schnell noch anziehen, damit sich das Rausgehen auch lohnt..., schnell die Kinder beim Sauberwerden begleiten, damit sie mehr Zeit zum Spielen haben..."
Fachkräfte, die mit den Jüngsten arbeiten, fühlen sich oft "ausgepowert" wegen vieler Dinge, die schnell zu tun sind, um endlich zum Wesentlichen zu kommen. Doch was ist das Wesentliche im Tagesablauf eines Krippenkindes? Ist dieser "Leistungssport" guter Alltag, oder braucht es in der Kleinkindbetreuung ein Umdenken, welches diese so eiligen Themen in den Mittelpunkt der Pädagogik stellt?

An diesen beiden Tagen wird die Tagesgestaltung in den Blick genommen und reflektiert, wie der Krippenalltag zu echten Schlüsselsituationen für die Kinder werden kann.

Das Seminar befasst sich mit den Themen:
- Kleinkindbetreuung - ein Leistungssport?
- Den Tagesablauf mit seinen Ritualen als Bildungsangebote entdecken
- Die Mikroübergänge des Tages erkennen und gestalten
- Freie Bildungszeit und Angebote mit thematischen Schwerpunkten
- Spiel- und Lernthemen der Jüngsten
- Den Bildungsort Mahlzeit erkennen und qualitativ hochwertig umsetzen
- Schlafen/Ruhen als Bildungsorte
- Anregungen zur beziehungsvollen Pflege

Am Ende des Seminars haben die Teilnehmenden...
- sich mit der eigenen Haltung in den Schlüsselsituationen des Krippenalltages auseinandergesetzt,
- ihren Krippenalltag reflektierend in den Blick genommen,
- erkennen können, was Qualität in den Schlüsselsituationen des Krippenalltages bedeutet und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten erfahren.
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Kurs-Nr.
26KP0014
Dozent*in
Sylvia Zöller
Anmeldung möglich
Di., 09.06.2026 - Mi., 10.06.2026
Tagungszentrum Gültstein
406,00 € (inkl. MwSt.)
Die ungarische Kinderärztin Emmi Pikler (1902 – 1984) gründete 1946 in Budapest ein Säuglings- und Kleinkindheim. Dies leitete sie fast 40 Jahre. Durch ihre wissenschaftlichen Forschungen und ihre praktische Arbeit entwickelte sie eine Pädagogik für Säuglinge und Kleinkinder, welche bis heute in der Budapester Pikler-Krippe verwirklicht wird. Sie ist vor allem der Frage nachgegangen, wie der pädagogische Alltag gestaltet werden muss, um den Bedürfnissen und Interessen von Kindern bis drei Jahren in der institutionellen Gruppenbetreuung mit mehreren Kindern gerecht zu werden.

Anhand von Filmen aus dem Pikler-Institut werden Einblicke in die Pädagogik Emmi Piklers gegeben. Es soll auch den Fragen und Möglichkeiten zur Umsetzung im Krippenalltag nachgegangen werden.

Inhalte des Seminars:
- Pädagogischer Ansatz von Emmi Pikler
- Bedeutung der beziehungsvollen Pflege als wichtige Grundlage für eine gute Beziehung und selbständige Aktivität des Kindes
- Autonome Bewegungsentwicklung und freies, selbstbestimmtes Spiel
- Rolle und Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte
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Kurs-Nr.
26KP0013
Dozent*in
Christine Bader
Ihre Einrichtung kooperiert bereits im Rahmen einer Intensivkooperation mit einer Kindertageseinrichtung oder einem Schulkindergarten.
Als Einrichtungsleitung ist es Ihnen wichtig, alle Kinder willkommen zu heißen. Dennoch steht das gut entwickelte Konzept immer wieder vor gemeinsamen Herausforderungen wie beispielsweise:
- Veränderungen im personellen Bereich
- Umgang mit den unterschiedlichen Rahmenbedingungen der beiden Einrichtungen
- rechtliche Vorgaben zu Aufsicht oder Datenschutz
- Schaffung von Ressourcen für die Reflexionsmöglichkeit
- Weiterentwicklung der gemeinsamen Konzeption

Die Fortbildung bietet Ihnen als Leitungs-Tandems Raum zur Entwicklung von einrichtungsspezifischen Lösungen sowie Unterstützung bei der Qualitätsweiterentwicklung und -sicherung der Intensivkooperation.

Hinweis:
Das Seminar richtet sich an Leitungen von Kindertageseinrichtungen von bestehenden Intensivkooperationen im Tandem mit der Leitung der Kooperationseinrichtung (Kindertageseinrichtung oder Schulkindergarten).
Zugelassen werden Tandems, die die Fortbildung 2025 nicht besucht haben.

!!- Bitte geben Sie bei der Anmeldung den Namen Ihrer Kooperationsleitung aus dem Schulkindergarten im Bemerkungsfeld mit an. -!!

Tagungsort:
Regierungspräsidium Stuttgart
Raum: 5.069 - Württemberg
Ruppmannstraße 21, 70565 Stuttgart

Sie können sich vor Ort mit Speisen und Getränken aus der Kantine auf eigene Kosten versorgen.
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Kurs-Nr.
26KP0012
Dozent*in
Hanna Diehl, Schilling Daniela, Christof Ebinger
Anmeldung möglich
Fr. 12.06.2026
Tagungszentrum Gültstein
169,00 € (inkl. MwSt.)
Soziale Konflikte gehören zum Alltag – auch und gerade im pädagogischen Miteinander. Häufig treten sie scheinbar „zur falschen Zeit“ auf, stören geplante Abläufe und fordern Fachkräfte heraus. Doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich Konflikte als wertvolle Lerngelegenheiten: Sie ermöglichen Kindern, sich selbst und andere besser kennenzulernen, unterschiedliche Sichtweisen zu erleben und soziale Kompetenzen weiterzuentwickeln.
Damit Kinder aus Konflikten wirklich lernen können, brauchen sie Erwachsene, die sie sicher und entwicklungsangemessen begleiten. Fachkräfte müssen dabei nicht selbst den Streit schlichten oder sofort Lösungen anbieten. Es geht vielmehr darum, Kinder aktiv einzubeziehen, ihnen Raum zur Auseinandersetzung zu geben – und so Gewaltprävention im Alltag wirksam zu verankern.
In diesem Seminar stärken Sie Ihre Handlungskompetenz im Umgang mit sozialen Konflikten. Sie lernen, Ihre eigene Haltung zu reflektieren und angemessene Methoden anzuwenden. Mit theoretischen Impulsen, praktischen Übungen und dem Austausch über Alltagssituationen entwickeln Sie neue Perspektiven und erweitern Ihr Handlungsrepertoire.

Ziele des Seminars:
- Sie erkennen Konflikte als entwicklungsfördernde Lernchancen
- Sie können Konflikte kindgerecht begleiten, ohne Partei zu ergreifen oder zu urteilen
- Sie wenden konkrete Methoden zur Konfliktbegleitung im Alltag sicher an
- Sie reflektieren Ihre Haltung und stärken Ihre professionelle Präsenz
- Sie tragen aktiv zur Gewaltprävention bei

Ihre Erfahrungen und Praxisbeispiele sind ausdrücklich erwünscht – sie machen das Seminar lebendig und praxisnah. Gemeinsam werden Lösungen entwickelt, die im pädagogischen Alltag wirklich umsetzbar sind.

Hinweis:
Das Seminar ist eine Kooperationsveranstaltung der Aktion Jugendschutz (ajs), Landesarbeitsstelle Baden Württemberg mit dem KVJS
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Kurs-Nr.
26KP0010
Dozent*in
Lothar Wegner
Mit dem Fokus auf interkulturelle Kompetenz bietet dieses Seminar Einblicke, wie Kinderschutz in einem multikulturellen Umfeld erfolgreich umgesetzt werden kann. Besonders in der Zusammenarbeit mit Familien mit Migrationshintergrund ist es wichtig, eine wertschätzende und ressourcenorientierte Haltung zu entwickeln. Dieses Seminar unterstützt Sie dabei, kulturelle Sensibilität als wesentliche Kompetenz in der Beratungsarbeit zu fördern und zu vertiefen.
Seminarinhalte:
– Kulturelle Selbstreflexion: Erkennen Sie Ihre eigenen kulturellen Prägungen und entwickeln Sie eine selbstkritische Haltung, um Vorurteile abzubauen und kulturelle Barrieren zu überwinden.
– Verhaltensmuster verstehen: Analysieren und interpretieren Sie unbekannte Verhaltensmuster von Familien aus unterschiedlichen Kulturen, um Missverständnisse zu vermeiden und Vertrauen aufzubauen.
– Praktische Anwendungen: Diskutieren Sie Fallbeispiele aus der Praxis, um effektive Strategien für den täglichen Umgang mit kulturellen Herausforderungen im Kinderschutz zu entwickeln.
Dieses Seminar bietet Ihnen ein praxisnahes und interaktives Lernen, das Ihnen ermöglicht, Ihre Fähigkeiten und Ihr Wissen für den interkulturellen Kinderschutz deutlich zu erweitern.
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Kurs-Nr.
26KP0009
Dozent*in
Leyla Zorlu
Anmeldung möglich
Mo. 21.09.2026
KVJS Stuttgart
189,00 € (inkl. MwSt.)
Zur Sicherstellung des Wohles der Kinder sollen Fachkräfte in der Einrichtung zusammenarbeiten und mit den Erziehungsberechtigten in einen kontinuierlichen Erziehungsprozess gehen.
Im geteilten Betreuungsverhältnis kann es zu unterschiedlichen Vorstellungen und Haltungen kommen. Dies kann im Team zu Spannungsfeldern oder Konfliktherden führen, die es erschweren, eine wertschätzende Haltung zu bewahren. Kinder nehmen Spannungsfelder zwischen Erwachsenen früh wahr und haben ihre eigenen Strategien, diesen zu begegnen. Diese drei unterschiedlichen Blickwinkel und Bedürfnisse (der Fachkräfte, Erziehungsberechtigte und Kinder) können zu einem herausfordernden Verhalten innerhalb einer Einrichtung führen.
Von einer pädagogischen Fachkraft wird verlangt, eine professionelle Haltung zu entwickeln, ein wertschätzender Umgang ist zu bewahren und ein deeskalierendes Vorgehen ist umzusetzen.
In diesem Seminar werden die Entstehungsprozesse von Herausforderung und deren Spannungsfelder betrachtet. Es wird die Frage in den Fokus gerückt, wie sich Fachkräfte in einer solchen Situation zurechtfinden können, und welche Wege des Ausstieges aus dem Spannungsfeld möglich sind.

In diesem Seminar werden folgende Themen bearbeitet:
- Der Umgang mit Widerständen und Konflikten als Gradmesser einer gemeinsamen Haltung
- Konkrete Beispiele aus der Praxis und alltagsnahe Deeskalationsstrategien
- „Geschickt im Konflikt“ im Hinblick auf gewaltfreie und wertschätzende Kommunikation
- Präventive Deeskalation – wie verhindere ich „GROSSES“
- Zuverlässige Absprachen/Abläufe treffen und somit Stressfaktoren verringern
- Spannungsfelder und Mitarbeitergesundheit
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Kurs-Nr.
26KP0007
Dozent*in
Lars Groven
Anmeldung möglich
Di., 23.06.2026 - Mi., 24.06.2026
Tagungszentrum Gültstein
426,00 € (inkl. MwSt.)
Übergänge gehören zum Alltag in der Kinderkrippe: vom Ankommen am Morgen über den Wechsel von Spiel- zu Pflegesituationen bis hin zur Eingewöhnung oder dem Übergang in die Kindertageseinrichtung. Für Kinder sind diese Übergänge bedeutsame Entwicklungsaufgaben. Sie fordern emotionale Anpassung, neue Beziehungsaufnahmen und das Verlassen vertrauter Strukturen. Gelingt ein Übergang, stärkt das nicht nur das Selbstbewusstsein des Kindes, sondern auch seine Resilienz.
Damit Übergänge gut gelingen, brauchen Kinder feinfühlige Erwachsene, die sie achtsam begleiten, ihre Bedürfnisse wahrnehmen und ihnen Sicherheit geben. In diesem Seminar setzen sich pädagogische Fachkräfte mit zentralen Grundlagen und praxisnahen Ansätzen zur Gestaltung von Übergängen auseinander.

Inhalte des Seminars:
- Einführung in das Transitionsmodell: Übergänge als Lern- und Entwicklungsprozesse verstehen
- Übergänge in der frühen Kindheit: Eingewöhnung in der Krippe und Wechsel in den Kindergarten
- Eingewöhnung als Qualitätsmerkmal pädagogischer Arbeit
- Bindung und Beziehung in den ersten drei Lebensjahren: Grundlagen für sichere Übergänge
- Die Rolle der Fachkraft: Zwischen Halt geben und Erfahrungsräume öffnen
- Feinfühligkeit und Responsivität in der Interaktion mit Kindern
- Mikrotransitionen im Alltag erkennen und bewusst gestalten
- Eltern in Übergangsprozessen partnerschaftlich und kultursensibel begleiten
- Einführung in den Begriff „Kultursensitivität“ – Bedeutung für die Eingewöhnung
- Reflexion von Alltagssituationen mit dem Index für Inklusion

Das Seminar vermittelt fundiertes Wissen aus der Transitionsforschung und bietet Raum für die Reflexion der eigenen Rolle als Bezugsperson. Ziel ist es, pädagogische Handlungskompetenz zu stärken, um Übergänge beziehungsorientiert zu gestalten und Kindern Erfahrungen von Selbstwirksamkeit und Teilhabe zu ermöglichen.

Hinweis:
Die Inhalte des Seminars beziehen sich auf den weiterentwickelten Orientierungsplan.
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Kurs-Nr.
26KP0006
Dozent*in
Kai-Nicola Stein
Viele junge Kinder verbringen heute einen großen Teil ihres Alltags in der Kindertagesstätte. Umso wichtiger ist es, dass sie dort auf Erwachsene treffen, die ihnen mit Respekt, Wertschätzung und echtem Interesse begegnen. Denn tragfähige Beziehungen sind die Grundlage für Entwicklung, Wohlbefinden und Vertrauen.
In diesem Seminar wird Ihre Beziehungskompetenz gestärkt und es werden Impulse geben, wie Sie Kinder im Alltag achtsam und sicher begleiten können.

Das Seminar lädt Sie ein, sich mit folgenden Fragen auseinander zu setzen:
- Wie entsteht eine gute Beziehung zu einem Kind?
- Was bedeutet es, Kinder mit Respekt zu behandeln – auch in schwierigen Situationen?
- Wie kann ich meine Sprache so gestalten, dass sie Kinder stärkt?
- Was ist eigentlich „Autorität“ – und wie kann sie positiv gelebt werden?
- Wie kann ich Nähe zulassen und gleichzeitig Grenzen setzen?

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Thema Adultismus – also der oft unbewussten Ungleichbehandlung von Kindern aufgrund ihres Alters. Gemeinsam entwickeln wir eine Haltung, die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten achtet und ihnen auf Augenhöhe begegnet.

Inhalte des Seminars sind:
- Beziehungskompetenz kann man lernen – und weiterentwickeln
- Eine adultismussensible Perspektive einnehmen
- Nähe, Kontakt und ein gutes Miteinander gestalten
- Autorität neu denken: Annäherung an einen komplexen Begriff
- Positiv leiten – Kinder sicher durch den Alltag begleiten
- Die Sprache der Erwachsenen: achtsam sprechen, wirksam handeln

Dieses Seminar lädt Sie ein, Ihre eigene Rolle im Alltag einer Kindertageseinrichtung zu reflektieren, neue Perspektiven zu entdecken und Ihre Handlungssicherheit im Umgang mit Kindern zu stärken.

Hinweis:
Die Inhalte des Seminars beziehen sich auf den weiterentwickelten Orientierungsplan.
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Kurs-Nr.
26KP0003
Dozent*in
Kai-Nicola Stein
Anmeldung möglich
Mo. 28.09.2026
Tagungszentrum Gültstein
174,00 € (inkl. MwSt.)
Der Alltag in Tageseinrichtungen für Kinder (Krippe, Kindergarten oder Hort) birgt immer wieder Situationen, in denen sich Fachkräfte mit und ohne Leistungsbefugnis mit Fragen der Aufsichtspflicht konfrontiert fühlen.

Unfälle können sowohl in der Einrichtung, im Außenbereich als auch bei Ausflügen passieren. Müssen Kinder deshalb ständig überwacht werden? Welchen Freiraum benötigen Kinder, damit sie ausprobieren, eigene Erfahrungen machen und auch lernen können, selbst mit Gefahren umzugehen?

In diesem Seminar geht es nicht um einfache Rezepte und Lösungen. Anhand von Fallbeispielen werden Kriterien für die Aufsichtspflicht erarbeitet und zivilrechtliche, versicherungsrechtliche und strafrechtliche Risiken der Arbeit mit Kindern näher beleuchtet. Neben der Frage nach Aufsichtspflicht und Haftung geht es auch darum, wie Unfälle vermieden werden können und welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um den Schaden zu mildern. Dabei wird auf Fragestellungen aus der Praxis, die Erfahrungen und auch auf die Ängste der Teilnehmenden eingegangen.
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Kurs-Nr.
26KP0001
Dozent*in
Hartmut Gerstein
Anmeldung möglich
Do., 07.05.2026 - Mi., 22.07.2026
Bildungszentrum Schloss Flehingen
850,00 € (inkl. MwSt.)
Wenn Kindern in Krippen, Kindertageseinrichtungen oder Schulen verletzendes Verhalten durch pädagogische Fachkräfte widerfährt, brauchen sie Erwachsene, die sich für ihre Rechte und ihren Schutz einsetzen. Verletzendes Verhalten anzusprechen, um es künftig zu vermeiden, ist jedoch nicht einfach. Fachberatungen oder Einrichtungsleitungen müssen jedoch deutlich Position beziehen und mutig in den Dialog mit pädagogischen Fachkräften gehen. Einerseits braucht es in Beratungsgesprächen und in der Arbeit mit den Teams eine besondere Sensibilität, um in den Teams eine Bereitschaft zur Entwicklung zu fördern, andererseits müssen die Folgen eines verletzenden Umgangs mit Kindern klar aufgezeigt werden. Ziel des Seminars ist es, Methoden im institutionellen Kinderschutz vorzustellen und gemeinsam zu üben. U.a. mithilfe von Bildkarten und einer Pädagogischen Reflexionsskala werden herausfordernde Situationen in Krippen, Kindertageseinrichtungen und im Hort reflektiert. Dabei gilt es, immer wieder die Perspektive zu wechseln und die Sichtweisen von Kindern und Fachkräften in den Blick zu nehmen. Zwei Online-Seminare bieten zudem die Möglichkeit, wissenschaftliche Hintergründe zu feinfühligem und verletzendem Verhalten zu vertiefen sowie sich als Teilnehmende auszutauschen und zu vernetzen.

Hinweis
Dieses Seminar nimmt Bezug auf die Inhalte des weiterentwickelten Orientierungsplan
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Kurs-Nr.
26KH0002
Dozent*in
Regina Rein, Regina Remsperger-Kehm, Astrid Boll

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