Die Begleitung von Kindern bei den Toilettengängen ist ein wichtiger Anteil der pädagogischen Arbeit von Fachkräften in Kindertageseinrichtungen. Besonders in der Krippe, aber auch im Kindergarten und in altersgemischten Gruppen nimmt diese Tätigkeit im Tagesablauf viel Zeit in Anspruch.
Das Zeitfenster des Übergangs von der Windel zur autonomen Windelfreiheit ist individuell unterschiedlich. Damit die Begleitung dieser Entwicklung möglichst entspannt verlaufen kann, ist entwicklungspsychologisches Fachwissen hilfreich.
Die Auseinandersetzung mit dem Thema Schutz der Kinder vor Übergriffen, sowie Kenntnisse über geschlechter- und kulturspezifische Besonderheiten sind in diesem Zusammenhang ebenfalls wichtige Themen.
Anhand anschaulicher Alltagssituationen aus der Praxis wird deutlich, wie den diversen Herausforderungen rund um die Ausscheidungsautonomie achtsam und responsiv begegnet werden kann.
Alltägliche Situationen können sein:
- Ein Kind hat eine Weile lang selbstständig die Toilette aufgesucht. Doch plötzlich weigert es sich. Woran kann das liegen?
Und was können wir tun?
- Ein Kind hat regelmäßig „Bremsstreifen“ in der Unterhose, manchmal
kotet es auch ein. Woran kann das liegen? Und wie kann ich damit umgehen?
- Wir haben ein vierjähriges Kind, das noch eine Windel trägt. Wie können wir damit umgehen?
- Der Kindergarten möchte nur windelfreie Kinder aufnehmen. Müssen wir in der Krippe dafür sorgen, dass das klappt?
Inhalte des Seminars sind:
- Theoretisches Wissen über die Entwicklung zur Ausscheidungsautonomie
- Feinfühlige und responsive pädagogische Begleitung der Kinder
- Begleitung von Wickelsituationen und Toilettengängen im Zusammenhang mit Übergriffen und Kinderschutz
- Kulturelle Besonderheiten wahrnehmen und damit umgehen
- Mädchen und Jungen geschlechtersensibel begleiten
- Ausscheidungssituationen unterwegs in der Natur oder in städtischen Gebieten vorbereiten und gestalten
- Zusammenarbeit mit Eltern
12.03.2026
14:30 - 17:30 Uhr
Online-Seminar