Das Konzept der Neuen Autorität: Wege aus der Ohnmacht - herausfordernden Verhaltensweisen begegnen

Kursnr.
26KP0002
Zeitraum
Mi., 22.04.2026 - Di., 13.10.2026
09:30 - 16:00 Uhr
Dauer
6 Termine
Gebühr
ohne Übernachtung: 1480,00 € (inkl. MwSt.)
mit Übernachtung: 1723,00 € (inkl. MwSt.)


Pädagogische Fachkräfte und Beratende sind immer wieder mit ungewöhnlichen und herausfordernden Verhaltensweisen von Kindern und andern Erwachsenen konfrontiert, was oft mit einem Gefühl von Ohnmacht, Ratlosigkeit oder Wut einhergeht. Dies kann zu Eskalationen oder zum Rückzug aller Beteiligten führen.


Prof. Dr. Haim Omer (Tel Aviv) und sein Team befassen sich seit Jahren mit der Frage, wie sich Denken und Handeln des Gewaltfreien Widerstandes (Mahatma Gandhi, Martin Luther King) in erzieherisches Handeln und in die Beratungs- und Betreuungsarbeit oder in der Zusammenarbeit mit und in Teams integrieren lässt. Grundannahmen dabei sind, dass es für jedes Verhalten einen guten Grund gibt. Verhalten ist Ausdruck von Bedürfnissen. Bedürfnisse, Diagnosen oder sonstige Schwierigkeiten rechtfertigen aber kein destruktives oder gar schädigendes Verhalten.


In diesem Zusammenhang prägte Prof. Dr. Haim Omer den Begriff "Neue Autorität" (Gewaltfreier Widerstand) bzw. NVR (Non Violent Resistance), um ein verändertes Selbstverständnis von Autorität zu skizzieren, das sich nicht auf Macht und Durchsetzung gründet, sondern auf Beziehung, Verbundenheit und Kooperation.

Denn: Je besser die Beziehung, desto mehr ist man bereit, dem Gegenüber zu Folgen!

Mit einer klaren Haltung und den Interventionen der "Neuen Autorität" machen pädagogische Fachkräfte und Beratende in ihren unterschiedlichen Funktionen die Erfahrung, dass sie die eigenen Kompetenzen erweitern, Entscheidungssicherheit zurückgewinnen und neue Wege gehen können.


In dem dreiteiligem Grundlehrgang werden Grundkenntnisse und Begrifflichkeiten der "Neuen Autorität" erläutert. Die Methoden zu den acht Handlungsebenen und deren Grundhaltung werden vermittelt, praxisorientiert aufbereitet, für die alltägliche Umsetzung reflektiert und erprobt.


Im ersten Modul liegt der Schwerpunkt auf dem Etablieren von konstruktiven Beziehungen und das Aufrechterhalten einer wohlwollenden Präsenz anhand der Stufen der „Wachsamen Sorge“.


Im zweiten und dritten Modul werden die in der Zwischenzeit gesammelten Praxiserfahrungen reflektiert. Der Fokus richtet sich auf die Masteremotion „Scham“, Präsenz und Beziehung, Selbstkontrolle, unterstützenden Netzwerke und den gewaltfreien Widerstand.


Hinweis:

Der Grundlehrgang ist die Teilnahmevoraussetzung für den Aufbaulehrgang, der von verschiedenen Instituten im deutschsprachigen Raum angeboten wird.


Die Fortbildung besteht aus drei Abschnitten.


Kurstermine

Anzahl: 6
Datum

22.04.2026

Uhrzeit

09:30 - 17:00 Uhr

Ort

Gochsheimer Str. 19, Bildungszentrum Schloss Flehingen

Datum

23.04.2026

Uhrzeit

09:00 - 16:30 Uhr

Ort

Gochsheimer Str. 19, Bildungszentrum Schloss Flehingen

Datum

08.07.2026

Uhrzeit

09:30 - 17:00 Uhr

Ort

Gochsheimer Str. 19, Bildungszentrum Schloss Flehingen

Datum

09.07.2026

Uhrzeit

09:00 - 16:30 Uhr

Ort

Gochsheimer Str. 19, Bildungszentrum Schloss Flehingen

Datum

12.10.2026

Uhrzeit

09:30 - 16:30 Uhr

Ort

Gochsheimer Str. 19, Bildungszentrum Schloss Flehingen

Datum

13.10.2026

Uhrzeit

09:00 - 16:00 Uhr

Ort

Gochsheimer Str. 19, Bildungszentrum Schloss Flehingen



Zielgruppe

Träger, Trägervertretung, Fachberatung, Leitungskräfte, Fachkraft, Personen in der Nachqualifizierung, Betreuungskraft (Hort, Hort an der Schule), Frühe Hilfen, Adoption, Hilfe zur Erziehung, soziale Dienste

Kursort

Bildungszentrum Schloss Flehingen
Gochsheimer Str. 19
75038 Oberderdingen