Häusliche Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Problem: Jede dritte bis vierte Frau in Deutschland wird in ihrem Leben zur Betroffenen, unabhängig von Alter, sozialer Zugehörigkeit und kulturellem Hintergrund. Dennoch wird die Häufigkeit immer noch oft unterschätzt, weil Gewalt in engen sozialen Beziehungen oft schambesetzt oder als „Privatsache“ betrachtet wird.

Die Istanbul-Konvention nimmt den Staat in die Pflicht zur Prävention und Intervention. Fachkräfte in pädagogischen, medizinischen, sozialen und beratenden Berufen begegnen dem Thema oft im beruflichen Alltag und sind daher wichtige Ansprechpersonen, Hinweisgebende und möglicher Einstieg in die Interventionskette. Schwangerschaften zählen zu den vielen Risikofaktoren für erstmals auftretende oder sich verschärfende Gewalt in der Partnerschaft.

Dieses Seminar richtet sich gezielt an Beraterinnen und Berater bei Schwangerschaftsberatungsstellen. Es bietet eine Einführung in das Thema häusliche Gewalt und gibt eine erste Orientierung für den Umgang mit Betroffenen. Die Teilnehmenden erhalten einen Einblick in die Häufigkeit und die Risiken von häuslicher Gewalt. Die verschiedenen Formen und Folgen von häuslicher Gewalt für Betroffene, vor allem für Mütter und Kinder, werden aufgezeigt. Darüber hinaus werden Anzeichen von häuslicher Gewalt und deren Formen behandelt. Es werden Unterstützungsmöglichkeiten sowie einige rechtliche Grundlagen vermittelt. Das Seminar vermittelt einen ersten Überblick darüber, wie mit Fällen von häuslicher Gewalt umgegangen werden kann, wenn das Thema im Kontakt sichtbar wird. Zudem werden den Fachkräften Maßnahmen zur Selbstfürsorge vorgestellt.

Das Ziel besteht darin, die Teilnehmenden für das Thema zu sensibilisieren, sie handlungssicherer zu machen und sie dazu zu befähigen, ihre berufliche Rolle im Umgang mit häuslicher Gewalt zu reflektieren, ohne sich in dieser ernsten und komplexen Thematik zu verlieren.

Das Online-Seminar wird mit der Software Zoom durchgeführt.
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Kurs-Nr.
26PD0013
Dozent*in
Bianca Grafe
Lebhaftes öffentliches Interesse führt zu intensiver Berichterstattung über Krisen und Katastrophen aller Art. Ein solches Medienecho erschüttert die Organisation, in der die Krise auftaucht. Wie konnte das passieren? Wer ist schuld? Und wer trägt die Verantwortung? Dies sind die Fragen, welche die Öffentlichkeit und die Presse bereits ab dem Moment brennend interessieren, in dem die Krise bekannt wird.

Ob ein Kind unbeabsichtigt und trotz Unterstützung einer Familie durch ein Versäumnis des Jugendamtes zu Schaden kommt oder ob eine Inobhutnahme von der Öffentlichkeit als ungerechtfertigt wahrgenommen wird – das Krisenpotenzial der Jugendämter ist groß: Das misshandelte oder getötete Kind löst ein gewaltiges Medienecho aus. Um nun weiteren Schaden vom Jugendamt und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern abzuwenden, sind ein wirksames Krisenmanagement und eine zielgerichtete, effiziente Pressearbeit gefragt.

Das Krisenplanspiel überprüft die vorhandenen Abläufe und Vorkehrungen, sensibilisiert und trainiert für die Grundlagen einer professionellen Krisenkommunikation. Ergebnis ist, neben der Erfahrung im Testfall, die Entwicklung eines abgestimmten Krisenplans für das eigene Amt.

Das Planspiel wird jeweils auf die örtlichen Erfordernisse und Fragestellungen zugeschnitten und konzipiert.


Hinweise:
- Bei dem Angebot handelt es sich um einen eintägigen Inhouse-Kurs. Ein Vor- sowie ein Nachbereitungsgespräch sind inbegriffen.
- Inhouse-Anfragen müssen vollständig (!) ausgefüllt werden. Bitte machen Sie Angaben dazu, ob Sie ein KVJS-Mitglied sind. Des Weiteren benötigen wir die Angaben zu Ihrem Träger, Zeitraum und Ort, der Teilnehmendenzahl und der Zielgruppe.
- Bitte beachten Sie, dass das Angebot der Inhouse-Veranstaltungen begrenzt ist.
- Bitte fragen Sie das Inhouse-Angebot nur an, wenn Ihr Teilnehmendenkreis zur unten angegebenen Zielgruppe gehört.
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Kurs-Nr.
26JX0006
Anmeldung möglich
Mo., 05.10.2026 - Do., 10.12.2026
Bildungszentrum Schloss Flehingen
1628,00 € (inkl. MwSt.)
Dieses Seminar bietet Basiswissen und alle Grundkenntnisse, die zur Durchführung einer Schwangerschaftskonfliktberatung nach derzeitigem Recht gesetzlich definiert sind.

Aus dem Schwangerschaftskonfliktgesetz ergibt sich ein komplexer und vielschichtiger Beratungsauftrag über rechtliche Grundlagen, soziale Hilfen, medizinische Sachverhalte und ethische Grundlagen.

Beraterinnen und Berater benötigen neben dem Fachwissen psychologische und sozialpädagogische Grundkenntnisse, müssen methodenintegrativ die Beratungen durchführen, vielfältige Fragestellungen erörtern – und dies alles zielgruppenorientiert für Frauen und Männer, die entweder unter zeitlichem Druck eine wichtige Entscheidung treffen müssen oder während der Schwangerschaft einen Beratungsbedarf haben.

Das Seminar soll Beraterinnen und Berater befähigen, diesen komplexen Beratungsauftrag qualifiziert zu leisten.

Abschnitt 1: Grundkenntnisse der Schwangerschaftskonfliktberatung
- Soziale Hilfen, rechtliche Grundlagen, medizinische Sachverhalte
- Reflexion der äußeren Rahmenbedingungen
- Psychodynamische Aspekte des Beratungsauftrags, Umgang mit Ambivalenzen, ethische Positionierung
- Dokumentationspflicht

Abschnitt 2: Methodenlehre – Basiswissen und Selbsterfahrung
- Methoden für die Gesprächsführung
- Dynamik von Paarberatung und Beratung von Angehörigen
- Dynamik von Beratungsprozessen
- Besonderheiten der Schwangerschaftskonfliktberatung

Abschnitt 3: Anwendung, Vertiefung, Reflexion und Abschluss
- Perspektivenwechsel
- Kolloquium
- Abschluss

Die Inhalte aller drei Abschnitte dieser Fortbildung vermitteln das gesetzlich vorgeschriebene Grundwissen für die Tätigkeit in der Schwangerschaftskonfliktberatung und sind eine Grund-Qualifizierungsmaßnahme für diesen besonderen Beratungsauftrag.

Die Teilnehmenden klären vorab mit ihrem Anstellungsträger, ob die Teilnahme an allen drei Abschnitten und eine bestandene Prüfung als Grundqualifizierung anerkannt werden und dazu berechtigen, Beratungen in der Schwangerschaftskonfliktberatung und Schwangerschaftsberatung durchzuführen.

Das Seminar besteht aus drei Abschnitten à zwei Tage. Mit der Anmeldung sind alle drei Abschnitte verbindlich gebucht. Teilnehmende, die an allen drei Abschnitten teilgenommen und die Prüfung bestanden haben, erhalten eine detaillierte, zusammenfassende Bescheinigung über ihren individuellen Qualifizierungsprozess.
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Kurs-Nr.
26PP0006
Dozent*in
Karin Leins, Britta Grotwinkel
Digitale Barrierefreiheit ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Insbesondere wenn Menschen mit Sehbehinderung beschäftigt werden, ist das Thema auch für Schwerbehindertenvertretungen und sonstige betriebliche Akteure relevant.

Barrierefreie PDF-Dokumente sorgen dafür, dass alle Menschen, vor allem Personen mit Sehbehinderungen oder motorischen Einschränkungen digitale Dokumente nutzen können.

In dieser praxisorientierten Grundlagen-Schulung lernen Sie die vorbereitenden Arbeitsschritte in MS Word kennen, um aus Word-Dokumenten barrierefreie PDFs gemäß dem PDF/UA-Standard zu erzeugen.

Themenschwerpunkte sind unter anderem
- Textformatierung mit Formatvorlagen
- Einbindung von Bildern
- Einbindung von Links

Außerdem wird das kostenlose Prüftool „PDF Accessibility-Checker“ (PAC) vorgestellt.

Teilnahmevoraussetzung: Grundkenntnisse in MS Word
Software-Voraussetzung: MS Word 2016 oder MS Word 365


Das Online-Seminar wird über MS-Teams durchgeführt.

Die Fortbildungsveranstaltung ist mit 4 CDMP-Stunden anerkannt.
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Kurs-Nr.
26ID0014
Dozent*in
Carolin Schütz
Anmeldung möglich

Grundlagen sozialpädagogischen Handelns in Einrichtungen (Modul 1)
Fortbildungsreihe: Neu in der stationären Jugendhilfe

Mi., 15.04.2026 - Fr., 17.04.2026
Bildungszentrum Schloss Flehingen
853,00 € (inkl. MwSt.)
In Modul 1 der Fortbildungsreihe Neu in der stationären Jugendhilfe werden die spezifischen Bedarfe und Herausforderungen im stationären Setting in den Blick genommen und Handlungskompetenzen hierfür gestärkt. Dazu werden einerseits der Zusammenhang von Bildung, Erziehung und Betreuung diskutiert und andererseits die Grundlagen pädagogischen Handelns zusammen erarbeitet und anhand von Fallbeispielen vertieft. Darüber hinaus werden die Grundlagen der Kommunikation sowie verschiedene sozialpädagogische Ansätze beleuchtet, die für die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bedeutsam sind.

Schwerpunkte sind hierbei unter anderem:
- Muster-Aufbau-Organisation von Jugendhilfeträgern
- Spezifische Bedarfe und Herausforderungen im stationären Setting
- Berufliche Haltung und Wertevorstellungen
- Professionelles Handeln
- Umgang mit Nähe und Distanz
- Elternarbeit
- Regelwerke und deren Umsetzung in der Praxis
- Kollegiale Beratung, Teamsitzungen, Supervision

Wissen wird durch theoretische Impulse vermittelt und durch Austausch in kleinen Gruppen vertieft sowie erweitert. Des Weiteren werden Fallbeispiele der Teilnehmenden thematisiert und Methoden geübt.

Hinweise:

Ziel der Fortbildungsreihe ist es, neuen Mitarbeitenden in den stationären Hilfen zur Erziehung eine Einführung in die wesentlichen Themenfelder des Handlungsfeldes zu geben, um insbesondere den Einstieg in die stationäre Jugendhilfe zu unterstützen. Dazu gehören gesetzliche Grundlagen, handlungspraktische Anleitung, Praxisreflexion und Theorie-Praxis-Transfer. Bereits gewonnene Praxiserfahrungen werden in den Kontext allgemeingültiger, fachlicher und rechtlicher Grundlagen gesetzt. Darüber hinaus wird Handlungssicherheit gestärkt.

Die Fortbildungsreihe ermöglicht eine intensive Begleitung in den Berufseinstieg in das stationäre Handlungsfeld, um Mitarbeitende über einen gelingenden Start langfristig für die stationären Hilfen zu gewinnen. Sie stellt eine Ergänzung zu den bereits absolvierten Ausbildungen oder Studiengängen der Teilnehmenden sowie zu den jeweiligen Einarbeitungskonzepten der Einrichtungsträger dar. Über die Teilnahme an der Fortbildungsreihe wird kein Fachkraftstatus erreicht.

Die Fortbildungsreihe umfasst folgende Module:
- Modul 1 – Grundlagen sozialpädagogischen Handelns in Einrichtungen (26JP0018)
- Modul 2 – Rechtliche Grundlagen für die stationären Hilfen zur Erziehung (26JP0019)
- Modul 3 – Kinder- und Jugendrechte, (Gewalt-)Schutz, Partizipation, Beschwerde (26JP0020)
- Modul 4 – Deeskalation und Konfliktmanagement (26JP0021)
- Modul 5 – Migrationssensibles Arbeiten und Umgang mit traumatisierten UmA (26JP0022)

Die Fortbildungsreihe besteht aus fünf Modulen. Die Module können einzeln gebucht werden.
Es wird empfohlen, vor der Teilnahme an den Modulen 3, 4 und 5 die Grundlagenmodule 1 und 2 der Fortbildungsreihe zu besuchen.

Teilnehmende erhalten pro Modul eine Teilnahmebescheinigung. Sofern Teilnehmende an mindestens vier Modulen teilnehmen, können sie eine zusammenfassende Teilnahmebescheinigung erhalten.
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Kurs-Nr.
26JP0018
Dozent*in
Richard Pabst, Jens Voigtländer
Anmeldung möglich
Mo., 19.10.2026 - Di., 24.11.2026
Online-Seminar
240,00 € (inkl. MwSt.)
Im ersten Abschnitt der Fortbildung werden zum einen die Basiskompetenzen der „Kommunikation“ inklusive konkreten methodischen Impulsen für den Arbeitsalltag vermittelt. Zum anderen lernen die Teilnehmenden verschiedene Techniken für die Strukturierung von Gesprächen sowie in Ansätzen Fragetechniken für die Auftragsklärung, Rollenklärung und Zielfindung.

Das Aufbauseminar (zweiter Abschnitt) gibt weitere konkrete methodische Impulse und regt zur Reflexion des eigenen Kommunikationsstils an. Ein Schwerpunkt bildet der konstruktive Umgang mit schwierig empfundenen Gesprächssituationen und angeblich wenig motivierten Gesprächsmitgliedern.
Die Teilnehmenden können außerdem, als Alternative zur potenziellen „Widerstand-Machtkampf-Eskalations-Dynamik“, lösungsorientierte Interventionsmethoden kennenlernen und diese ganz praktisch einüben.

Hinweise:

Die Veranstaltung wird mit dem Online-Tool Zoom durchgeführt.

Die Fortbildung besteht aus zwei Abschnitten. Mit der Anmeldung sind beide Abschnitte verbindlich gebucht. Der aufgeführte Gesamtbetrag für beide Abschnitte wird nach dem ersten Abschnittstermin in Rechnung gestellt.
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Kurs-Nr.
26JD0001
Dozent*in
Ulrike Palmer
Anmeldung möglich
Di. 22.09.2026
Tagungszentrum Gültstein
49,00 € (inkl. MwSt.)
Als Inklusionsbeauftragte kontrollieren Sie, ob Ihr Arbeitgeber seinen gesetzlichen Pflichten im Hinblick auf die Angelegenheiten schwerbehinderter Menschen nachkommt. Sie setzen sich im Haus und extern für das Recht auf Selbstbestimmung und den Schutz vor Benachteiligung ein.

Dieser Kurs liefert Ihnen die rechtlichen Grundlagen für Ihr Engagement. Worauf sollten Sie bei der Einstellung, Beschäftigung und Beendigung von Arbeitsverhältnissen mit schwerbehinderten Menschen achten? Wo finden Sie Unterstützung und Antworten bei speziellen Fragen?

Wir zeigen Ihnen, wie Ihr Arbeitgeber dem gesetzlichen Anspruch auf Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft gerecht wird, damit die Inklusion schwerbehinderter Menschen im Arbeitsleben gelingt. Dazu gehen wir ausführlich auf die Aufgaben, die Kooperationspartner und die persönliche Rechtsstellung der Inklusionsbeauftragten ein.



Hinweis: Nutzen Sie vorab gerne unser kostenloses Online Angebot zum "SGB IX im Personalmanagement" über die BIH Akademie: https://www.bih.de/integrationsaemter/akademie/flexibel-lernen/

Anhand Videos, 3D-Animationen und Quizfragen werden die Inhalte anschaulich und abwechslungsreich vermittelt. Die Selbstlernangebote lassen sich bequem in den individuellen Arbeitsalltag integrieren, da der Lernfortschritt gespeichert wird. So können Sie jederzeit dort weitermachen, wo Sie aufgehört haben.
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Kurs-Nr.
26IP0045
Dozent*in
Florian Stutzmann, Theresa Harth
Immer wieder wird von Vorkommnissen im Alltag einer Kindertageseinrichtung berichtet, in denen pädagogische Fachkräfte an Kindern grenzüberschreitendes Verhalten zeigen. Die zunehmend länger werdenden Betreuungszeiten, die vielfältigeren Aufgaben der pädagogischen Fachkräfte und Kinder mit herausforderndem Verhalten verschärfen solche Situationen. Gerade Schlüsselsituationen im Tagesablauf, wie zum Beispiel die Essensbegleitung, Übergangsgestaltung in die Schlafbegleitung oder Garderobensituation, stellen ein Risiko dar.
Seit das Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz - KJSG) in das SGB VIII aufgenommen wurde, müssen die Einrichtungen auch ein Konzept zum Schutz vor Gewalt, zur Sicherung der Rechte und des Wohls von Kindern entwickeln. Verlangt wird, dass sich das pädagogische Personal mit dem Thema "Grenzüberschreitendes Verhalten" auseinandersetzt.

In diesem Online-Kompaktseminar wollen wir uns den Fragen widmen:
- Wie gehe ich als Kollegin oder Einrichtungsleitung damit um, wenn ein grenzüberschreitendes Verhalten bei einer Kollegin oder einem Kollegen beobachtet oder mir gemeldet wird?
- Wie kann der "Kreis des Schweigens" durchbrochen werden?
- Wie können für alle Beteiligten zum Wohl des Kindes und zu einer förderlichen Zusammenarbeit im Team gute Lösungen und Wege entwickelt werden?
- Wie und wann gehe ich auf den Träger der Einrichtung zu?
- Wie müssen Eltern über diese einrichtungsinternen Vorkommnisse informiert werden?

In diesem Online-Kompaktseminar erfolgt eine Auseinandersetzung mit dieser herausfordernden Thematik und eine Sensibilisierung für grenzüberschreitendes Verhalten sowie eine Reflexion, an welchen Stellen dies beginnt.
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Kurs-Nr.
26KD0001
Dozent*in
Sylvia Zöller
Werdende oder frisch gebackene Eltern müssen sich mit einer Vielzahl von rechtlichen und praktischen Fragen auseinandersetzen. Als Beraterin oder Berater in einer Schwangerschaftsberatungsstelle spielen Sie eine zentrale Rolle dabei, diese Unsicherheiten zu klären. In diesem Seminar erweitern Sie Ihr Fachwissen, um Eltern kompetent bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen.

Zentrale Fragestellungen, die in der Beratung angesprochen werden können:
- Elternzeit und Elterngeld: Wie beantragen Eltern Elternzeit und Elterngeld korrekt? Was muss bei der Antragstellung beachtet werden? Welche Fristen und Formvorschriften gibt es? Sollte der Antrag gemeinsam oder getrennt gestellt werden, und welche Auswirkungen hat dies auf das gewählte Familienmodell?
- Wiedereinstieg in den Beruf: Wie gelingt der Wiedereinstieg in Teilzeit, ohne dass es zu Problemen mit dem Arbeitgeber kommt?
- Rechtliche Rahmenbedingungen für gleichberechtigte Elternschaft: Welche rechtlichen Aspekte müssen Eltern kennen, um in ihrem gewählten Familienmodell gleichberechtigt zu leben? Welche vertraglichen Regelungen sind notwendig, um die Familie rechtlich abzusichern?
- Elternschaft ohne Trauschein: Wie funktioniert eine gleichberechtigte Elternschaft ohne Trauschein, insbesondere wenn die Care-Arbeit nicht exakt zu gleichen Teilen aufgeteilt werden kann?
- Familienrecht und der Standardvertrag: Passt der Standardvertrag, der bei einer zivilrechtlichen Hochzeit automatisch geschlossen wird, zum gewählten Familienmodell der Eltern?
- Rechtsänderungen: Was hat sich beim Elterngeld für Geburten ab dem 01.04.2024 geändert? Welche Auswirkungen hat die Reform des Namensrechts ab dem 01.05.2025?
- Reformen im Unterhaltsrecht: Welche Reformen sind im Unterhaltsrecht geplant, und wie wirken sich diese auf die Beratung von Eltern aus?

Im ersten Teil des Seminars wird der Anspruch auf Mutterschutz, Elternzeit und Elterngeld (Plus) sowie der Wiedereinstieg in Teilzeit behandelt sowie weitere relevante Themen wie Krankenversicherungs- und Steuerfragen. Im zweiten Teil geht es um die juristischen Aspekte einer gleichberechtigten Partnerschaft. Es wird erläutert, was unbedingt über die rechtlichen Konsequenzen bekannt sein muss, wenn Eltern zusammenziehen, ein Kind bekommen, heiraten oder sich möglicherweise trennen. Sie erfahren, wie Eltern ihre individuelle Lebenssituation mit der bestehenden Gesetzgebung in Einklang bringen und durch individuelle Vereinbarungen rechtliche Risiken vermeiden können.

Fragen und (Fall-)Beispiele können im Vorfeld eingereicht werden. Diese sollten zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn an fortbildung@kvjs.de gesendet werden.

Das Online-Seminar wird mit der Software Zoom durchgeführt.
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Kurs-Nr.
26PD0005
Dozent*in
Bettina Trojan
Auf Warteliste
Mi. 15.04.2026
Online-Seminar
70,00 € (inkl. MwSt.)
Der Aufgabenbereich Gesundheitssorge öffnet ein weites Tätigkeitsfeld für Betreuerinnen und Betreuer. Der Krankenversicherungsschutz der Klientinnen und Klienten muss sichergestellt werden. Die medizinische Behandlung erfordert den Abschluss eines Behandlungsvertrages. Wenn Klientinnen und Klienten krank werden, stellt sich die Frage: „Wer willigt in die OP ein?“ Die Antwort lautet: „Der Betreuer oder die Betreuerin – oder doch nicht?“

Das Seminar soll einen Überblick über das Handlungsfeld im Bereich Gesundheitssorge bieten, das durch diesen Aufgabenbereich eröffnet wird. Die Teilnehmenden sollen Handlungssicherheit im Umgang mit Dritten, aber auch in der Unterstützung der eigenen Klientinnen und Klienten gewinnen.

Im Seminar werden folgende Themen behandelt:
- Der ausreichende Krankenversicherungsschutz in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung
- Der Behandlungsvertrag: Pflichten und Überwachung des Vertrags
- Einwilligung in medizinische Maßnahmen
- Die Einwilligungsfähigkeit der Klientinnen und Klienten
- Gerichtliche Genehmigungen bei ärztlichen Maßnahmen

Das Online-Seminar wird mit der Software Zoom durchgeführt.
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Kurs-Nr.
26RD0027
Dozent*in
Susanne Weber-Käßer
Die Entscheidung über die Adoptionseignung ist eine der verantwortungsvollsten Aufgaben in der Adoptionsvermittlung. Es gilt, das Wohl des Kindes sicherzustellen, indem die persönlichen und die Erziehungskompetenzen potenzieller Eltern fundiert eingeschätzt werden. Doch während Sie fachlich prüfen, befinden sich die Bewerber in einer emotionalen Ausnahmesituation: Sie erleben das Verfahren oft als „Prüfung“, bei der ihr Wunsch nach einem adoptierten Kind auf dem Spiel steht.
Hier liegt die methodische Herausforderung: Wie gelingt es, Gespräche zu führen, in denen sich Bewerber ehrlich öffnen? Wie sichern wir eine belastbare Arbeitsbeziehung, die weit über den Prüfungsprozess hinausreicht – bis in die Zeit nach der Vermittlung, wenn professionelle Unterstützung vielleicht erst recht nötig wird?
Dabei gilt es, keine Person zu „übersehen“, die qualifiziert für die Annahme eines Kindes ist, aber auch keine Personen in den Bewerberpool aufzunehmen, deren Eignung in Frage steht.

Dieses Seminar unterstützt Sie dabei, diese Doppelrolle zwischen „Prüfer/Prüferin“ und „Begleiter/Begleiterin“ souverän auszufüllen.

Inhalte:
- Gesprächsaufbau und Herstellen einer sicheren Gesprächsatmosphäre
- Zielführende Fragestellungen und Gesprächstechniken zur Klärung von Elternkompetenzen.
- Vom Gespräch zur fundierten Eignungsbeurteilung
- Vermeiden von Beurteilungsfehlern und Wahrnehmungsverzerrungen
- Besprechung negativer Ergebnisse der Eignungsbeurteilung
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Kurs-Nr.
26JP0080
Dozent*in
Kerstin Haury
Ein typisches Charakteristikum einiger psychiatrischer Krankheitsbilder, wie Suchtkrankheiten und Psychosen/Schizophrenie, ist die Krankheitsuneinsichtigkeit, die teilweise mit einer Behandlungsverweigerung einhergeht. Besonders in Krisensituationen können daraus für Betreuerinnen und Betreuer erhebliche Probleme im rechtlichen Umgang mit den betreuten Personen entstehen. Sie tragen die Verantwortung und müssen mit Krisensituationen adäquat umgehen können.

Im Seminar wird die Frage der freien Willensbildung und ihre Grenzen bezüglich einer Geschäftsfähigkeit/Einwilligungsfähigkeit/Betreuung definiert und umfassend nachvollziehbar geklärt. Darüber hinaus werden die juristischen Voraussetzungen für eine geschlossene Unterbringung und zwangsweise Behandlung im stationären Bereich praxisnah erörtert.

Die folgenden Schwerpunktthemen werden im Seminar behandelt. Der Fokus liegt dabei auf den rechtlichen Aspekten.
- Skizzenhafte Darstellung der Charakteristika von Suchtkrankheit und Psychosen/Schizophrenie sowie von wesentlichen Behandlungskonzepten
- Fundierte und nachvollziehbare Einschätzung der freien Willensbildung (Geschäftsfähigkeit, Einwilligungsfähigkeit bezüglich Betreuung, natürlicher Wille)
- Voraussetzungen und Einschätzung der Zulässigkeit einer geschlossenen Unterbringung
- Voraussetzungen und Einschätzung der Zulässigkeit einer Zwangsbehandlung
- Erläuterung des Urteils des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 26.11.2024 (1 BvL 1/24) zur Zwangsbehandlung nach § 1832 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) und deren Auswirkungen auf die Betreuungspraxis

Das Online-Seminar wird mit der Software Zoom durchgeführt.
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Kurs-Nr.
26RD0044
Dozent*in
Andreas Scheulen, noch nicht bekannt
Anmeldung möglich
Do. 09.07.2026
KVJS Stuttgart
159,00 € (inkl. MwSt.)
In diesem Seminar werden zentrale Themen zu Genehmigungen durch das Betreuungsgericht behandelt, darunter auch praxisbezogene Fallbeispiele. Zudem werden wertvolle Tipps zur Fehlervermeidung in der Zusammenarbeit mit dem Gericht gegeben.

Im Seminar werden folgende Themen behandelt:
- Arbeitsweise des Betreuungsgerichts in gerichtlichen Genehmigungsverfahren
- Vermögensbezogene betreuungsgerichtliche Genehmigungsvorbehalte
- Best Practice Genehmigungsantrag Immobilienverkauf und Ausschlagung
- Bestimmungen zur Geldanlage und Einlagensicherung sowie Sperrvereinbarung
- Rechtsprechungs-Update, insbesondere zu § 1849 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), Genehmigung von Schenkungen und Leistungen an Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer


Für Betreuungsbehörden und Betreuungsvereine gilt die ausgewiesene Gebühr ohne Teilnehmendenbeitrag. Der Teilnehmendenbeitrag beträgt 70 Euro.
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Kurs-Nr.
26RP0003
Dozent*in
Christian Gimbel
Interessensbekundung möglich

Gelassen im Sturm: Wie Führungskräfte Konflikte souverän meistern
Fortbildungsreihe: Leitungskompetenz in der Jugend-, Sozial- und Eingliederungshilfe

Mo., 11.05.2026 - Do., 25.06.2026
Tagungszentrum Gültstein
435,00 € (inkl. MwSt.)
Konflikte am Arbeitsplatz gehören zum Alltag. Wie Sie als Führungskraft damit umgehen, beeinflusst maßgeblich das Arbeitsklima, die Produktivität und letztendlich den Erfolg des Teams und der Organisation. Konflikte zu klären, ist eine zentrale Führungsaufgabe.

Konflikte können unangenehm sein, sind aber nicht zwangsläufig destruktiv. Im Gegenteil: Sie zeigen deutlich, dass es positiven Veränderungsbedarf gibt. Sie bieten die Chance zur Weiterentwicklung und fördern schließlich das konstruktive Miteinander.

In diesem Seminar lernen Sie Möglichkeiten kennen, mit Konflikten konstruktiv umzugehen – mit ihren eigenen und jenen Ihrer Mitarbeitenden. Sie lernen, Ihren Konfliktfähigkeit zu verbessern, Konfliktquellen frühzeitig zu erkennen und konstruktive Lösungen herbeizuführen. Verschiedene Methoden des Konfliktmanagements und entsprechende Lösungsstrategien werden vermittelt. Sie wenden diese in Gesprächssituationen an.

Themenschwerpunkte sind:

Input
- Konfliktarten
- Auslöser, Ursachen und Dynamiken von Konflikten
- Grundlagen und Methoden des Konfliktmanagements
- Konfliktklärungsstrategien im Überblick
- Wertschätzende Gesprächsführung

Training
- Reflexion des eigenen Konfliktverhaltens
- Erprobung von Methoden und Strategien der Konfliktklärung
- Feedback zu Auftreten und Wirkung

Das Seminar setzt sich aus einem zweitägigen Präsenztermin und einem halbtägigen Online-Reflexionstermin zusammen.

Hinweise:

Der zweite Abschnitt wird mit dem Online-Tool Zoom durchgeführt.

Die Veranstaltung besteht aus zwei Abschnitten. Mit der Anmeldung sind beide Abschnittstermine verbindlich gebucht. Der genannte Preis für alle Abschnitte wird nach dem ersten Abschnittstermin in Rechnung gestellt

Die Fortbildungsreihe ist ein Qualifizierungskonzept für Leitungskräfte der verschiedenen Ebenen öffentlicher und freier Träger der Jugend- und Sozialhilfe wie Jugendamt und Sozialamt, Beratungsstellen, Jugendarbeit, Hilfen zur Erziehung und Leitungen von Kindertageseinrichtungen sowie der Träger der Eingliederungshilfe.

Inhalte und Methoden werden bei allen Veranstaltungen stets teilnehmerzentriert vermittelt und eingeübt. Zur Gewährleistung des individuellen Transfers in den beruflichen Alltag kommt ein Methodenmix zum Einsatz. Auch der Austausch unter den Leitungskräften kommt nicht zu kurz.

Die einzelnen Seminare sind aufeinander abgestimmt, aber jeweils als in sich abgeschlossene Einheit konzipiert. Die Seminare sind einzeln und unabhängig voneinander wählbar und werden einzeln bescheinigt. Sie haben also die Möglichkeit, sich Ihr eigenes Lernkonzept zusammenzustellen – je nach Arbeitsfeldanforderungen und persönlichem Bedarf.

Mit der Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist die genaue Angabe der eigenen Leitungsfunktion oder Leitungsaufgabe erforderlich. Zur Sicherstellung der Zielgruppe erfolgt eine Auswahl der Teilnehmenden. Eine verbindliche Teilnahmezusage erfolgt spätestens nach Anmeldeschluss.

(Veranstaltungen der Reihe können auch einzeln gebucht werden)
weitere Details

Kurs-Nr.
26JB0002
Dozent*in
Corinna Willhöft

Anmeldung möglich Anmeldung möglich
Fast ausgebucht Fast ausgebucht
Auf Warteliste Auf Warteliste
Kursausfall Ausfall
Anmeldung möglich, kein Status verfügbar Anmeldung möglich, kein Status verfügbar
Interessensbekundung möglich Interessensbekundung möglich
Keine Anmeldung möglich Keine Anmeldung möglich