Zu den Aufgaben der Fachkräfte in der rechtlichen Betreuung gehören regelmäßig die Durchführungen von Zwangsmaßnahmen bei psychisch erkrankten Menschen. Diese stellen hohe Anforderungen an die Professionalität und Belastbarkeit von Betreuerinnen und Betreuern. Die Auseinandersetzung mit Fragen der angemessenen Durchführung dieser Maßnahmen, des Selbstschutzes, der ethischen Verantwortung und potenzieller Traumatisierung aller Beteiligten führen häufig zu Verunsicherungen und Problemen, die eigene Rolle zu definieren.
In diesem Seminar besteht die Möglichkeit, die eigenen Erfahrungen vor dem Hintergrund der verschiedenen Perspektiven zu reflektieren.
Mithilfe eines gemeinsam erarbeiteten Verfahrensmodells zeigen die Referenten den Teilnehmenden auf, wie sie bei Zwangsmaßnahmen das Risiko einer Eskalation minimieren können. Anhand eines Deeskalationsschemas erläutern sie praxisnah, wie man in herausfordernden Situationen mit aggressiven oder psychisch belasteten betreuten Personen umgehen kann – insbesondere auch mit Blick auf den Selbstschutz bei Hausbesuchen.
Das Seminar stellt zudem die rechtlichen Grundlagen dar, die diesen Maßnahmen zugrunde liegen und vermittelt die notwendigen Kenntnisse ihrer Anwendung.
07.05.2026
09:30 - 16:30 Uhr
Gochsheimer Str. 19, Bildungszentrum Schloss Flehingen