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Veranstaltung "Grundseminar: Systemisches Arbeiten im Sozialen Dienst des Jugendamts Fortbildungsreihe Systemisches Arbeiten in den Allgemeinen Sozialen Diensten der Jugendämter" (Nr. 0024) wurde in den Warenkorb gelegt.

Hilfe zur Erziehung, Soziale Dienste





Interessensbekundung möglich
Mo., 13.04.2026 - Fr., 19.06.2026
Tagungshaus Schönenberg
2031,00 € (inkl. MwSt.)
Dieser Kurs ist zur Arbeitsfeldeinführung von Fachkräften der Allgemeinen Sozialen Dienste in den Jugendämtern konzipiert und soll die örtliche Einarbeitung
- beim Erwerb von arbeitsfeldbezogenem Basiswissen,
- bei der Rollenfindung und -klärung und
- bei der Gewinnung von Handlungskompetenz unterstützen.

Bei den Abschnittsterminen steht die Vermittlung übergreifender Themen und allgemeingültiger Standards des Arbeitsfeldes ASD im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden können so ihre bisher gewonnenen ersten Praxiserfahrungen in einen Kontext mit allgemeingültigen fachlichen, sozialpolitischen und rechtlichen Grundlagen setzen. Darüber hinaus wird vorhandenes arbeitsfeldbezogenes Fachwissen vertieft und ergänzt und durch entsprechendes Training und Übungen die Handlungskompetenz und Handlungssicherheit gestärkt.
An den Seminartagen erfolgen theoretische Inputs, Praxisbeispiele, Diskussion, Arbeitsgruppen, Rollenspiele sowie Übungen.

Der Kurs umfasst insgesamt elf Tage und besteht aus zwei dreitägigen Abschnittsterminen sowie fünf Tagen Praxisberatung. Für die Praxistage wird die Kursgruppe in zwei regionale Gruppen aufgeteilt. Die Praxistage finden im Anschluss an den ersten Seminarblock im vier- bis sechswöchentlichen Abstand statt.
Die Praxistage vertiefen die Inhalte aus den vorangegangenen Seminartagen mit dem Ziel, das Grundwissen der Teilnehmenden aus der örtlichen Einarbeitung und den Seminaren im Rahmen einer angeleiteten Praxisreflexion in der Gruppe zu vertiefen und zu konkretisieren und mit der Praxis zu verknüpfen. Gleichzeitig soll den Teilnehmenden die Möglichkeit der aktiven Auseinandersetzung, Klärung und Standortbestimmung der eigenen beruflichen Rolle in der Institution gegeben werden.

Hinweis:

Mit der Anmeldung werden die beiden Abschnitte sowie die fünf Praxistage (Kursumfang insgesamt elf Tage) verbindlich gebucht. Der genannte Preis für beide Abschnitte und fünf Praxistage wird nach dem ersten Abschnittstermin in Rechnung gestellt.

Die Starttermine der Praxisberatungen stehen bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Die Starttermine finden in Räumlichkeiten des KVJS in Stuttgart und Karlsruhe statt. Die Termine der weiteren Praxistage finden nach Absprache in Ihren Räumlichkeiten statt.

Zur Sicherstellung der Zielgruppe behalten wir uns eine Auswahl der Teilnehmenden vor. Eine verbindliche Teilnahmezusage erfolgt daher erst nach Anmeldeschluss.

Die Veranstaltung wird dreimal in identischer Form durchgeführt:
26-4-EHSD1 21.01. - 23.01.2026 + 11.03. - 13.03.2026 Tagungshaus Schönenberg Ellwangen
26JP0045 13.04. - 15.04.2026 + 17.06. - 19.06.2026 Tagungshaus Schönenberg Ellwangen
26JP0046 21.10. - 23.10.2026 + 07.12. - 09.12.2026 Tagungshaus Schönenberg Ellwangen

Kurs 1:
AUSGEBUCHT (13.11.25 - Anmeldung wird geschlossen)
Tagungshaus Schönenberg Ellwangen
21.01. - 23.01.2026
11.03. - 13.03.2026
Karlsruhe oder Stuttgart
1. Praxisberatung: Termin steht noch nicht fest.
Die weiteren vier Praxisberatungen werden in der Gruppe vereinbart.

Kurs 2:
Das Anmeldeformular für Kurs 2 wird am 27.01.2026 freigeschalten.
Tagungshaus Schönenberg Ellwangen
13.04. - 15.04.2026
17.06. - 19.06.2026
Karlsruhe oder Stuttgart
1. Praxisberatung: Termin steht noch nicht fest.
Die weiteren vier Praxisberatungen werden in der Gruppe vereinbart.

Kurs 3:
Das Anmeldeformular für Kurs 3 wird am 02.06.2026 freigeschalten.
Tagungshaus Schönenberg Ellwangen
21.10. - 23.10.2026
07.12. - 09.12.2026
Karlsruhe oder Stuttgart
1. Praxisberatung: Termin steht noch nicht fest.
Die weiteren vier Praxisberatungen werden in der Gruppe vereinbart.
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Kurs-Nr.
26JP0045
Dozent*in
Susanne Poller, Tobias Ruppert
Anmeldung möglich

Grundlagen sozialpädagogischen Handelns in Einrichtungen (Modul 1)
Fortbildungsreihe: Neu in der stationären Jugendhilfe

Mi., 15.04.2026 - Fr., 17.04.2026
Bildungszentrum Schloss Flehingen
853,00 € (inkl. MwSt.)
In Modul 1 der Fortbildungsreihe Neu in der stationären Jugendhilfe werden die spezifischen Bedarfe und Herausforderungen im stationären Setting in den Blick genommen und Handlungskompetenzen hierfür gestärkt. Dazu werden einerseits der Zusammenhang von Bildung, Erziehung und Betreuung diskutiert und andererseits die Grundlagen pädagogischen Handelns zusammen erarbeitet und anhand von Fallbeispielen vertieft. Darüber hinaus werden die Grundlagen der Kommunikation sowie verschiedene sozialpädagogische Ansätze beleuchtet, die für die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bedeutsam sind.

Schwerpunkte sind hierbei unter anderem:
- Muster-Aufbau-Organisation von Jugendhilfeträgern
- Spezifische Bedarfe und Herausforderungen im stationären Setting
- Berufliche Haltung und Wertevorstellungen
- Professionelles Handeln
- Umgang mit Nähe und Distanz
- Elternarbeit
- Regelwerke und deren Umsetzung in der Praxis
- Kollegiale Beratung, Teamsitzungen, Supervision

Wissen wird durch theoretische Impulse vermittelt und durch Austausch in kleinen Gruppen vertieft sowie erweitert. Des Weiteren werden Fallbeispiele der Teilnehmenden thematisiert und Methoden geübt.

Hinweise:

Ziel der Fortbildungsreihe ist es, neuen Mitarbeitenden in den stationären Hilfen zur Erziehung eine Einführung in die wesentlichen Themenfelder des Handlungsfeldes zu geben, um insbesondere den Einstieg in die stationäre Jugendhilfe zu unterstützen. Dazu gehören gesetzliche Grundlagen, handlungspraktische Anleitung, Praxisreflexion und Theorie-Praxis-Transfer. Bereits gewonnene Praxiserfahrungen werden in den Kontext allgemeingültiger, fachlicher und rechtlicher Grundlagen gesetzt. Darüber hinaus wird Handlungssicherheit gestärkt.

Die Fortbildungsreihe ermöglicht eine intensive Begleitung in den Berufseinstieg in das stationäre Handlungsfeld, um Mitarbeitende über einen gelingenden Start langfristig für die stationären Hilfen zu gewinnen. Sie stellt eine Ergänzung zu den bereits absolvierten Ausbildungen oder Studiengängen der Teilnehmenden sowie zu den jeweiligen Einarbeitungskonzepten der Einrichtungsträger dar. Über die Teilnahme an der Fortbildungsreihe wird kein Fachkraftstatus erreicht.

Die Fortbildungsreihe umfasst folgende Module:
- Modul 1 – Grundlagen sozialpädagogischen Handelns in Einrichtungen (26JP0018)
- Modul 2 – Rechtliche Grundlagen für die stationären Hilfen zur Erziehung (26JP0019)
- Modul 3 – Kinder- und Jugendrechte, (Gewalt-)Schutz, Partizipation, Beschwerde (26JP0020)
- Modul 4 – Deeskalation und Konfliktmanagement (26JP0021)
- Modul 5 – Migrationssensibles Arbeiten und Umgang mit traumatisierten UmA (26JP0022)

Die Fortbildungsreihe besteht aus fünf Modulen. Die Module können einzeln gebucht werden.
Es wird empfohlen, vor der Teilnahme an den Modulen 3, 4 und 5 die Grundlagenmodule 1 und 2 der Fortbildungsreihe zu besuchen.

Teilnehmende erhalten pro Modul eine Teilnahmebescheinigung. Sofern Teilnehmende an mindestens vier Modulen teilnehmen, können sie eine zusammenfassende Teilnahmebescheinigung erhalten.
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Kurs-Nr.
26JP0018
Dozent*in
Richard Pabst, Jens Voigtländer
Inobhutnahmen gehören zu den komplexesten und verantwortungsvollsten Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe. Sie erfordern rechtliche Sicherheit, fachliche Klarheit und sozialpädagogische Handlungskompetenz – häufig unter hohem Zeitdruck und in emotional herausfordernden Situationen. Fehlende Unterbringungsmöglichkeiten und Anschlusshilfen sowie der zunehmende Fachkräftemangel verstärken den Druck für alle Beteiligten zusätzlich. Diese Anforderungen verlangen nach einer fundierten fachlichen Auseinandersetzung und Weiterentwicklung der Praxis.

Der Fachtag greift diese Herausforderungen auf und bietet Impulse zur fachlichen Vertiefung, Reflexion und Weiterentwicklung der Inobhutnahmepraxis. Im Fokus stehen sowohl rechtliche Rahmenbedingungen als auch sozialpädagogische Perspektiven und praxisnahe Fragestellungen.


Am Vormittag erwarten die Teilnehmenden zwei Fachvorträge zur Inobhutnahme:

- Rechtliche Rahmenbedingungen der Inobhutnahme unter Berücksichtigung aktueller Praxisfragen
(Dr. Janna Beckmann, Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e. V.)
- Inobhutnahmen als sozialpädagogische Tätigkeiten – Anforderungen und Herausforderungen
(Prof. Dr. Franzheld, Universität Erfurt)

Im Anschluss stehen die beiden Referierenden für Rückfragen und einen gemeinsamen fachlichen Austausch zur Verfügung.


Am Nachmittag werden in fünf Fachforen ausgewählte Schwerpunktthemen vertieft und Praxisfragen diskutiert.
Die Fachforen bieten Raum für Austausch, Diskussion und Reflexion.

1. Selbstmelder*innen als Adressat*innen von Schutzmaßnahmen
(Prof. Dr. Franzheld, Universität Erfurt)

2. Inklusive Inobhutnahmen – Erweiterte Perspektiven auf einen diversitätssensiblen Kinderschutz
(Dr. Severine Thomas, Universität Hildesheim)

3. Junge Kinder in stationären Inobhutnahmegruppen
(Ingrid Derek, Fachdienst für Erziehungshilfen; Julie Stelzenmüller, Gruppenleitung Eduard-Pfeiffer-Gruppe – Kleinkindgruppe von 0 - 6 Jahren)

4. Inobhutnahmeerleben von jungen Menschen und Eltern – Impulse für die Fachpraxis
(Corinna Petri, Perspektive gGmbH – Institut für sozialpädagogische Praxisforschung und -entwicklung)

5. Traumasensibles Arbeiten im Kontext Inobhutnahme
(Marion Quitt, Diakonisches Werk Württemberg)


Der gesamte Fachtag wird visuell von einer Graphic Recorderin dokumentiert. Dadurch werden zentrale Inhalte, Diskussionen und Impulse anschaulich festgehalten und nachhaltig sichtbar gemacht.


Hinweise:

Sie haben die Möglichkeit, an zwei der insgesamt fünf Fachforen teilzunehmen. Die detaillierten Beschreibungen der einzelnen Fachforen finden Sie im Tagungsprogramm.

Aufgrund der begrenzten räumlichen Kapazitäten ist eine Vorabauswahl der Teilnehmenden erforderlich. Nach Ihrer Anmeldung zum Fachtag erhalten Sie eine E-Mail mit einem Link, über den Sie Ihre Präferenzen für die Fachforen angeben können. Wir bemühen uns, Ihnen die Teilnahme an dem von Ihnen am höchsten priorisierten Fachforum zu ermöglichen. Für das zweite Fachforum berücksichtigen wir Ihre weiteren Priorisierungen entsprechend der verfügbaren Kapazitäten.
Sie erfahren vor Ort, an welchen Fachforen Sie teilnehmen.

Das Ende der Anmeldefrist ist der 06.04.2026.

Tagungsprogramm
09:00 Uhr Anreise mit Brezelimbiss
09:30 Uhr Begrüßung und Einführung in den Fachtag
Michael Riehle, Referatsleiter Hilfe zur Erziehung und Stv. Dezernatsleiter, KVJS-Landesjugendamt
09:40 Uhr Rechtliche Rahmenbedingungen der Inobhutnahme unter Berücksichtigung aktueller Praxisfragen
Dr. Janna Beckmann, Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e. V.
10:30 Uhr Inobhutnahmen als sozialpädagogische Tätigkeiten. Anforderungen und Herausforderungen
Prof. Dr. Tobias Franzheld, Universität Erfurt
11:15 Uhr Moderierter Austausch zu beiden Fachbeiträgen
12:00 Uhr Mittagessen
13:00 Uhr Fachforen: 1. Durchgang
14:15 Uhr Kaffeepause
14:45 Uhr Fachforen: 2. Durchgang
16:00 Uhr Pause
16:15 Uhr Abschluss und Ausblick im Plenum
17:00 Uhr Tagungsende



Beschreibung der Fachforen
Selbstmelder*innen als Adressat*innen von Schutzmaßnahmen
Prof. Dr. Franzheld, Universität Erfurt

In diesem Forum werden die Ergebnisse eines Forschungsprojekts vorgestellt, das sich mit Selbstmelder*innen in der Inobhutnahme beschäftigt. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass der Schritt zur Selbstmeldung, aber auch die anschließende Unterbringung in der Schutzeinrichtung, Jugendliche zu einer Arbeit an der eigenen Biographie auffordern. Es werden aktuelle Befunde aus dem Projekt diskutiert, u.a. die Bedeutung von Techniken einer biographischen "Neutralisierung", die im Projekt als übergreifendes Ergebnis von Biographieanalysen herausgearbeitet wurde.
Gemeinsam soll auch der Frage nachgegangen werden, welche fachlichen Potentiale in der Biographiearbeit mit Jugendlichen in einer vorläufigen Schutzunterbringung liegen können. Das Forum bietet die Gelegenheit für einen Austausch und vertiefte Fachdiskussionen zum vorgestellten Thema.


Inklusive Inobhutnahmen – Erweiterte Perspektiven auf einen diversitätssensiblen Kinderschutz
Dr. Severine Thomas, Universität Hildesheim

Seit 2021 besteht mit der Verabschiedung des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes auch für Inobhutnahmeverfahren (ION) der Auftrag, geeignete inklusive Angebote bereitzustellen (AGJ 2022). Anfragen zur Unterbringung von jungen Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen aus dem familiären Kontext oder aus Einrichtungen gewinnen somit an Bedeutung. Kommunale Infrastrukturen sind auf die Bedarfslagen dieser jungen Menschen jedoch noch nicht ausreichend ausgerichtet (Rücker 2023). Es stellen sich aber auch für anderen Personengruppen die Frage, wie Inobhutnahmeverfahren inklusiver gestaltet werden können, z. B. im Umgang mit Sprachbarrieren. 
In dem Beitrag werden erweiterte Perspektiven auf inklusive Inobhutnahmeverfahren diskutiert und wie diese von öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe gemeinsam weiterentwickelt werden können. Es werden mit den Teilnehmenden des Fachforums fachliche Anforderungen und bisherige Leerstellen für eine Inobhutnahme von jungen Menschen mit besonderen Teilhabebeeinträchtigungen erörtert und zusammengetragen.


Junge Kinder in stationären Inobhutnahmegruppen
Ingrid Derek, Fachdienst für Erziehungshilfen
Julie Stelzenmüller, Gruppenleitung Eduard-Pfeiffer-Gruppe – Kleinkindgruppe von
0 - 6 Jahren

Das Fachforum „Junge Kinder in stationären Inobhutnahmegruppen“ beleuchtet, welche grundlegenden emotionalen, sozialen und körperlichen Bedürfnisse Kinder für eine gesunde Entwicklung haben. 
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Kinder verlässliche Beziehungen, emotionale Sicherheit, Stabilität sowie passende Entwicklungs- und Beteiligungsmöglichkeiten in stationären Inobhutnahmegruppen erfahren können. Gemeinsam wird erarbeitet, welche besonderen Belastungen junge Kinder in Krisensituationen erleben und wie sich diese auf ihr Verhalten und ihre Entwicklung auswirken können. Anhand praxisnaher Beispiele wird aufgezeigt, wie Schutz, Struktur und Feinfühligkeit im Alltag der Inobhutnahmegruppe gestaltet werden können. 
Das Fachforum lädt dazu ein, die eigene Haltung zu reflektieren und Ideen für eine entwicklungsfördernde Praxis mitzunehmen.


Inobhutnahmeerleben von jungen Menschen und Eltern – Impulse für die Fachpraxis
Corinna Petri, Perspektive gGmbH – Institut für sozialpädagogische
Praxisforschung und -entwicklung

In diesem Forum werden die Ergebnisse eines explorativen Projekts vorgestellt, das die Erlebensperspektiven von in Obhut genommenen jungen Menschen und deren Eltern untersucht hat. Was machen junge Menschen und Eltern relevant? Welche Faktoren nehmen stärkenden oder belastenden Einfluss auf Bewältigungsprozesse? Wie verarbeiten und deuten junge Menschen und Eltern Erfahrungen, die sie während der Inobhutnahme machen?
Das Forum bietet Raum für eine vertiefte Diskussion der Ergebnisse und ermöglicht den Teilnehmenden, die praktischen Implikationen der Forschungsergebnisse zu erörtern.


Traumasensibles Arbeiten im Kontext Inobhutnahme
Marion Quitt, Diakonisches Werk Württemberg

Kinder, Jugendliche und ihre Familien bringen im Kontext Inobhutnahme oft belastende Erfahrungen mit – sie brauchen Sicherheit, Orientierung und Menschen, die ihre Reaktionen verstehen. In diesem Forum erhalten Fachkräfte einen kompakten Einblick in Grundlagen sowie zentrale Aspekte einer traumapädagogischen Haltung und lernen ausgewählte Methoden kennen.
In einer kurzen Arbeitsphase erhalten sie die Möglichkeit, eine Methode zu vertiefen oder sich mit der Frage zu beschäftigen, ob und wie Inobhutnahme zu einem sicheren Ort werden kann. Im Zentrum steht die Frage, was Fachkräfte in ihrer pädagogischen Arbeit zur Stabilisierung der jungen Menschen und Familien beitragen können.
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Kurs-Nr.
26JP0081
Dozent*in
Tobias Franzheld, Janna Beckmann, Severine Thomas, Corinna Petri, Ingrid Derek, Julie Stelzenmüller, Marion Quitt
Ein schnelleres Arbeitstempo und höhere Anforderungen kann den Druck für manche Menschen in der heutigen Welt zu viel sein. Halten Erschöpfung, "Ausgebranntsein" und psychischer Dauerstress an, kann sich daraus für den Betroffenen eine ernstzunehmende Erkrankung entwickeln. Krisen und Psychische Erkrankungen kommen jedoch nicht von heute auf morgen, sondern entwickeln sich über einen längeren Zeitraum. Unsicherheit, Scham oder Angst vor Stigmatisierung lassen die Betroffenen ihre Symptome oder Erkrankung verschweigen. Häufig werden die Anzeichen von Vorgesetzten sowie Kollegen längere Zeit nicht wahrgenommen, falsch interpretiert oder gar ignoriert. Die Betroffenen und das Umfeld haben häufig die Hoffnung, dass die Situation nur vorübergehend ist und sich bald wieder ändert.

In diesem Seminar werden folgende Themen besprochen:
- Wie ein Burnout entsteht
- Mechanismen wie es dazu kommt
- Wie interveniert werden kann

Ziel des Seminares ist, Bedarfe zu erkennen, Hilfesysteme und mögliche Kooperationspartner zu kennen sowie Unterstützungsmöglichkeiten in die Wege zu leiten.
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Kurs-Nr.
26KP0017
Dozent*in
Dorothee Gerdung-Graebenstein, Alexander Rapp
Anmeldung möglich
Mo., 18.05.2026 - Di., 19.05.2026
Ev. Akademie Bad Boll
465,00 € (inkl. MwSt.)
Im Rahmen der Jahrestagung wird über aktuelle Entwicklungen und Themen des Arbeitsfeldes „Allgemeiner Sozialer Dienst“ informiert. Sie dient dem landesweiten fachlichen Austausch der Leitungskräfte der Allgemeinen Sozialen Dienste in Baden Württemberg.

Hinweis:

Über den Inhalt und den Ablauf dieser Tagung erfolgt eine aktuelle Information.
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Kurs-Nr.
26JP0040
Dozent*in
noch nicht bekannt
Anmeldung möglich
Mi., 20.05.2026 - Do., 21.05.2026
Ev. Akademie Bad Boll
505,00 € (inkl. MwSt.)
Die Jahrestagung bietet Informationen zu aktuellen Entwicklungen im Themenfeld Pflegekinderhilfe auf Bundes- und Landesebene sowie über wissenschaftliche Erkenntnisse und Praxisentwicklungen.

Neben allgemeinen Aspekten wird ein Schwerpunktthema vertieft aufgegriffen und anhand von Vorträgen und Workshops intensiv bearbeitet.

Es wird umfassenden fachlichen Input, die Möglichkeit zur Teilnahme an Workshops sowie Raum für den Austausch zu aktuellen Entwicklungen und Diskussion aktueller Anliegen in der Pflegekinderhilfe geben.

Hinweis:

Zu den Inhalten und dem Ablauf der Veranstaltung erfolgt eine aktuelle Information.
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Kurs-Nr.
26JP0034
Dozent*in
noch nicht bekannt
Anmeldung möglich
Mo., 08.06.2026 - Mi., 10.06.2026
Tagungszentrum Gültstein
673,00 € (inkl. MwSt.)
Kinder und Jugendliche, die unter psychischen Störungen und Erkrankungen leiden und daraus resultierend an ihrer Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt sind, gehören nach § 35a SGB VIII in den Zuständigkeitsbereich der Jugendhilfe.

Auf der Grundlage einer fachärztlich zu diagnostizierenden seelischen Störung hat die Jugendhilfe festzustellen, welche Auswirkungen die Erkrankung auf die Teilhabe des jungen Menschen am Leben in der Gesellschaft hat und ob Eingliederungshilfebedarf gemäß § 35a SGB VIII besteht.

Im Seminar werden die häufigsten kinder- und jugendpsychiatrischen Krankheitsbilder, daraus resultierende mögliche Folgen für die Teilhabefähigkeit sowie die Diagnostik der Krankheitsbilder nach der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD 10) vorgestellt.

Dabei sollen der Bereich der Kooperation der verschiedenen Systeme, insbesondere auch im Hinblick auf § 8a SGB VIII (Kinderschutz), aber auch die Sinnhaftigkeit verschiedener Maßnahmen besonders beleuchtet werden.

Hinweis:

Es ist erwünscht, dass die Teilnehmenden eigene Fallbeispiele anonymisiert einbringen.
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Kurs-Nr.
26JP0028
Dozent*in
Ann-Kathrin Laun
Anmeldung möglich

Rechtliche Grundlagen für die stationären Hilfen zur Erziehung (Modul 2)
Fortbildungsreihe: Neu in der stationären Jugendhilfe

Mi., 10.06.2026 - Do., 11.06.2026
Bildungszentrum Schloss Flehingen
546,00 € (inkl. MwSt.)
In Modul 2 der Fortbildungsreihe Neu in der stationären Jugendhilfe werden die gesetzlichen Grundlagen für die Arbeit in den stationären Hilfen zur Erziehung vermittelt. Dabei sollen die sozialrechtlichen Grundlagen für den Arbeitsbereich in den Blick genommen und praktische Fragen aus dem Arbeitsalltag beleuchtet werden. Den Teilnehmenden soll dadurch ein Überblick über die öffentliche Erziehungshilfe vermittelt und damit auch (Rechts-)Sicherheit in ihrem alltäglichen Handeln gegeben werden.

Schwerpunkte sind hierbei unter anderem:
- Überblick über die Hilfen zur Erziehung
- Kindeswohlgefährdung
- Sorgerecht
- Alltagssorge und Aufsichtspflicht
- Kinder- und Jugendschutz als übergeordnete Aufgabe der Jugendhilfe
- Meldepflichten
- Dokumentations-, Schweigepflicht und Datenschutz

Wissen wird durch theoretische Impulse vermittelt und durch Austausch in kleinen Gruppen vertieft sowie erweitert. Des Weiteren werden Fallbeispiele der Teilnehmenden thematisiert und Methoden geübt.

Hinweise:

Ziel der Fortbildungsreihe ist es, neuen Mitarbeitenden in den stationären Hilfen zur Erziehung eine Einführung in die wesentlichen Themenfelder des Handlungsfeldes zu geben, um insbesondere den Einstieg in die stationäre Jugendhilfe zu unterstützen. Dazu gehören gesetzliche Grundlagen, handlungspraktische Anleitung, Praxisreflexion und Theorie-Praxis-Transfer. Bereits gewonnene Praxiserfahrungen werden in den Kontext allgemeingültiger, fachlicher und rechtlicher Grundlagen gesetzt. Darüber hinaus wird Handlungssicherheit gestärkt.

Die Fortbildungsreihe ermöglicht eine intensive Begleitung in den Berufseinstieg in das stationäre Handlungsfeld, um Mitarbeitende über einen gelingenden Start langfristig für die stationären Hilfen zu gewinnen. Sie stellt eine Ergänzung zu den bereits absolvierten Ausbildungen oder Studiengängen der Teilnehmenden sowie zu den jeweiligen Einarbeitungskonzepten der Einrichtungsträger dar. Über die Teilnahme an der Fortbildungsreihe wird kein Fachkraftstatus erreicht.

Die Fortbildungsreihe umfasst folgende Module:
- Modul 1 – Grundlagen sozialpädagogischen Handelns in Einrichtungen (26JP0018)
- Modul 2 – Rechtliche Grundlagen für die stationären Hilfen zur Erziehung (26JP0019)
- Modul 3 – Kinder- und Jugendrechte, (Gewalt-)Schutz, Partizipation, Beschwerde (26JP0020)
- Modul 4 – Deeskalation und Konfliktmanagement (26JP0021)
- Modul 5 – Migrationssensibles Arbeiten und Umgang mit traumatisierten UmA (26JP0022)

Die Fortbildungsreihe besteht aus fünf Modulen. Die Module können einzeln gebucht werden.

Es wird empfohlen, vor der Teilnahme an den Modulen 3, 4 und 5 die Grundlagenmodule 1 und 2 der Fortbildungsreihe zu besuchen.

Teilnehmende erhalten pro Modul eine Teilnahmebescheinigung. Sofern Teilnehmende an mindestens vier Modulen teilnehmen, können sie eine zusammenfassende Teilnahmebescheinigung erhalten.
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Kurs-Nr.
26JP0019
Dozent*in
Eva Teufel, Anke Hauer
Anmeldung möglich
Di., 16.06.2026 - Mi., 17.06.2026
Bildungszentrum Schloss Flehingen
456,00 € (inkl. MwSt.)
"Wir können über das Leben nichts wissen, es sei denn, wir erzählen Geschichten." (Hannah Arendt)

Biografiearbeit ist eine wirkungsvolle Methode, sich mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines Menschen zu befassen. Biografiearbeit kann Kinder und Jugendliche, die in ihrem Leben schwierige oder krisenhafte Lebenssituationen meistern müssen, bei der Entwicklung eines positiven Selbstkonzeptes unterstützen und somit zur psychischen Widerstandsfähigkeit (Resilienz) beitragen. Sie bekommen Klarheit über sich und ihre Lebenszusammenhänge und können so ihre Lebenssituation besser einordnen und annehmen.
Fachkräften in psychosozialen Berufen hilft der „biografische Blick“ auf die zu Betreuenden, Verständnis für deren Lebenssituation zu entwickeln. Auch zur Reflexion der eigenen Berufsrolle ist er sinnvoll.

Im Seminar werden die Voraussetzungen, Prinzipien, Regeln und Grenzen für eine achtsame Biografiearbeit erläutert sowie konkrete methodische Beispiele (unter anderem Lebensbuch und Modell der 4 Elternschaften) für die Umsetzung in verschiedenen Arbeitsfeldern der Jugendhilfe gegeben. Auch der Umgang mit so genannten heiklen und schwierigen Themen in der Biografie eines Kindes, wie etwa psychische Erkrankung oder Suchterkrankung der Eltern und Familiengeheimnisse, werden thematisiert. Des Weiteren wird darauf eingegangen, wie Fachkräfte die Pflegeeltern für Biografiearbeit gewinnen und dabei unterstützen können.

Die Teilnehmenden sind eingeladen, sich nicht nur theoretisch dem Thema zu nähern, sondern einzelne Methoden auch praktisch auszuprobieren und eigene Fälle und Fragen einzubringen.

Hinweis:

Zur Bearbeitung heikler und schwieriger Themen in der Lebensgeschichte von Kindern wird separat die Online-Veranstaltung „Schreibwerkstatt Biografiearbeit – die richtigen Worte finden“ (26JD0010) angeboten. Bei Interesse kann die Veranstaltung, bestehend aus drei Abschnittsterminen, separat gebucht werden.
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Kurs-Nr.
26JP0036
Dozent*in
Birgit Lattschar
Anmeldung möglich
Do., 18.06.2026 - Fr., 19.06.2026
Bildungszentrum Schloss Flehingen
496,00 € (inkl. MwSt.)
In Kinderschutzverfahren ist eine gelingende Verständigung zwischen Jugendamt und Familiengericht, Verfahrensbeiständen, Sachverständigen und gegebenenfalls auch den Anwälten unverzichtbar. Schutz und Perspektive des Kindes werden entscheidend davon beeinflusst.

Manchmal hakt es aber in der Zusammenarbeit zwischen Jugendamt und Familiengericht oder den weiteren Beteiligten: Jugendämter haben häufig den Eindruck, das Familiengericht messe ihren Einschätzungen zu wenig Gewicht bei; Familiengerichte klagen über die Qualität jugendamtlicher Berichte. Dabei ist das gegenseitige „Verstehen“ zentrale Voraussetzung für das Gelingen eines Kinderschutzverfahrens – darauf zielt das Seminar.

Neben einem vertieften Verständnis erhalten die Teilnehmenden praktische Anregungen und Hilfestellung für das Vorgehen des ASD im Verfahren. Die unterschiedlichen Perspektiven der Fachkräfte des Helfersystems und der Familiengerichte werden unter Schwerpunktsetzung auf die Rolle und Aufgaben des Jugendamtes betrachtet. Des Weiteren werden die relevanten Änderungen des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG) beleuchtet.

Schwerpunkte der Fortbildung sind:
- Rechte und Aufgaben des Jugendamts im Verfahren
- Rollen des Gerichts, der Verfahrensbeistände, Rechtsanwälte, Sachverständigen
- Juristische Sicht auf Kindeswohlgefährdung
- Unterschiedliche Einschätzungen von Jugendamt und Familiengericht
- Stellungnahme des Jugendamts
- Vorstellung eines interdisziplinär entwickelten Aufbauvorschlags zur Anrufung des Familiengerichts nach § 8a SGB VIII
- Hinweise zum Formulieren von Anrufungen und Stellungnahmen im Kinderschutzverfahren anhand besonders relevanter Praxisfälle

Im Seminar erfolgen fachliche Inputs sowie Beratung von Fällen. Zudem wird die Möglichkeit zum Austausch der Fachkräfte bezüglich ihrer konkreten Praxis im ASD gegeben. Fragestellungen und Fallkonstellationen können von den Teilnehmenden vorab eingereicht werden.

Hinweis:

Kooperationsveranstaltung mit dem Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e. V. (DIJuF)
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Kurs-Nr.
26JP0042
Dozent*in
Kerstin Wierse, Barbara Seidenstücker
Die Jahrestagung fördert den überregionalen Austausch und die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen von Leitungen und Trägern von freien und kommunalen Beratungsstellen. Außerdem will sie – insbesondere für Leitungsaufgaben – neue Impulse setzen.

Thematisiert wird unter anderem auch, wie die Kooperation zwischen dem KVJS-Landesjugendamt und den Erziehungs- und Familienberatungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche weiterentwickelt und der fachpolitische Austausch landesweit organisiert werden können.

Hinweis:

Die Detailplanung der Jahrestagung erfolgt im Rahmen einer Vorbereitungsgruppe. Über den geplanten Ablauf und den Inhalt wird zu gegebener Zeit informiert.
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Kurs-Nr.
26JP0035
Dozent*in
noch nicht bekannt
Die Veranstaltung führt in das Thema geschlechterbezogene und -sensible Aspekte von Konsum- und Suchtverhalten (bei Mädchen* und jungen Frauen*) ein.

Ziel der Veranstaltung ist es, für Bedarfe und Möglichkeiten in der pädagogischen Praxis zu sensibilisieren sowie Freude, Neugier und Offenheit für den Umgang mit möglichen (Querschnitts-)Themen (weiter-)zu entwickeln.

Gemeinsam wollen wir, unter anderem durch die Anknüpfung an die vorhandenen professionellen Erfahrungen und Perspektiven, eine Balance aus Theorie und Praxis schaffen.
So soll ein Tag des fachlichen Miteinanders, sich Austauschens und Dazulernens entstehen, der für die praktischen Tätigkeiten und das Dranbleiben, an potenziell suchtpräventiv wirksamen und in der Adoleszent relevanten Alltagsthemen, bestärkt.

Hinweis:

Die Veranstaltung wird dreimal in identischer Form durchgeführt:
26JP0061 23.04.2026 KVJS Stuttgart
26JP0062 25.06.2026 KVJS Stuttgart
26JP0063 08.10.2026 KVJS Stuttgart
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Kurs-Nr.
26JP0062
Dozent*in
Laura Reidenbach
Die Wahrnehmung von Kinderschutzaufgaben bei Hinweisen auf Vernachlässigung und Gewalt ist eine besonders herausfordernde Aufgabe des ASD. Es müssen folgenreiche Abwägungen und Entscheidungen zu Risiken und Gefährdungen vorgenommen und durch entsprechende organisationsinterne fachliche Prozesse und Verfahren unterstützt werden. Die Berücksichtigung der Perspektive der betroffenen Kinder und Jugendlichen bei der Hilfeplanung ist dabei von besonderer Bedeutung.

Die Fortbildung vermittelt auf der Basis wissenschaftlicher Forschung und Erfahrungen aus der Praxis Grundlagen und Methoden zur Umsetzung dieser Aufgaben. Vor dem Hintergrund der rechtlichen und institutionellen Bedingungen und Leitbilder für die Kinderschutzarbeit im ASD werden folgende Schwerpunkte behandelt:
- Gefährdungsformen (Misshandlung und Vernachlässigung)
- Risikogruppen und -konstellationen (zum Beispiel Sucht, psychische Erkrankung)
- Prozessorientierte Gefährdungs- und Risikoeinschätzung
- Bewertung der elterlichen Kompetenzen zur Abwendung von Gefährdungen
- Zugang zu den Familien und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
- Entwicklung, Begleitung und Kontrolle von Schutz- und Hilfekonzepten für Familien und Zusammenarbeit mit weiteren Beteiligten
- Prozessorientierte Überprüfung von Schutz und Hilfe aus der Sicht des Kindes
- Qualitätssichernde Instrumente und Verfahren für die Kinderschutzarbeit im ASD; exemplarisch wird mit dem Stuttgarter Kinderschutzbogen und mit Ankerbeispielen zu Kindeswohlgefährdung gearbeitet
- Persönliche Standortbestimmung als ASD-Fachkraft mit Schutzaufgaben
- Üben von Gesprächen mit Eltern, Kindern und Jugendlichen
- Migrationssensibler Kinderschutz
- Wirksamkeit von Hilfen bei Kindeswohlgefährdung

Hinweis:

Die Fortbildung besteht aus zwei Abschnitten. Mit der Anmeldung sind beide Abschnitte verbindlich gebucht. Der genannte Preis für beide Abschnitte wird nach dem ersten Abschnittstermin in Rechnung gestellt.
weitere Details

Kurs-Nr.
26JP0041
Dozent*in
Christine Gerber, Monika Stark-Murgia
Anmeldung möglich

Kinder- und Jugendrechte, (Gewalt-)Schutz, Partizipation, Beschwerde (Modul 3)
Fortbildungsreihe: Neu in der stationären Jugendhilfe

Mi., 15.07.2026 - Do., 16.07.2026
Bildungszentrum Schloss Flehingen
456,00 € (inkl. MwSt.)
In Modul 3 der Fortbildungsreihe Neu in der stationären Jugendhilfe werden die Rechte und der Schutz von Kindern und Jugendlichen in den stationären Hilfen vertieft. Die Kinderrechte werden dazu in den Fokus genommen und daraus resultierend die Anwendung von Beteiligungs-, Partizipations- und Beschwerdeverfahren in Einrichtungen praktisch thematisiert. Als ein Verfahren der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird hier insbesondere auch das Hilfeplanverfahren anschaulich erläutert. Darüber hinaus werden Schutzkonzepte als elementarer Bestandteil der Einrichtungskonzeptionen sowie deren Inhalte und Umsetzung besprochen.

Schwerpunkte sind hierbei unter anderem:
- Kinderrechte als Grundlage von Schutz und Beteiligung
- (Gewalt-)Schutzkonzepte in Einrichtungen
- Kinder- und Jugendschutz
- Beteiligung und Partizipation
- Ansätze von Partizipation im Gruppen- beziehungsweise Einrichtungssetting
- Hilfeplanverfahren
- Beschwerdeverfahren
- Interne und externe Beschwerdestellen

Wissen wird durch theoretische Impulse vermittelt und durch Austausch in kleinen Gruppen vertief sowie erweitert. Des Weiteren werden Fallbeispiele der Teilnehmenden thematisiert und Methoden geübt.

Hinweise:

Ziel der Fortbildungsreihe ist es, neuen Mitarbeitenden in den stationären Hilfen zur Erziehung eine Einführung in die wesentlichen Themenfelder des Handlungsfeldes zu geben, um insbesondere den Einstieg in die stationäre Jugendhilfe zu unterstützen. Dazu gehören gesetzliche Grundlagen, handlungspraktische Anleitung, Praxisreflexion und Theorie-Praxis-Transfer. Bereits gewonnene Praxiserfahrungen werden in den Kontext allgemeingültiger, fachlicher und rechtlicher Grundlagen gesetzt. Darüber hinaus wird Handlungssicherheit gestärkt.

Die Fortbildungsreihe ermöglicht eine intensive Begleitung in den Berufseinstieg in das stationäre Handlungsfeld, um Mitarbeitende über einen gelingenden Start langfristig für die stationären Hilfen zu gewinnen. Sie stellt eine Ergänzung zu den bereits absolvierten Ausbildungen oder Studiengängen der Teilnehmenden sowie zu den jeweiligen Einarbeitungskonzepten der Einrichtungsträger dar. Über die Teilnahme an der Fortbildungsreihe wird kein Fachkraftstatus erreicht.

Die Fortbildungsreihe umfasst folgende Module:
- Modul 1 – Grundlagen sozialpädagogischen Handelns in Einrichtungen (26JP0018)
- Modul 2 – Rechtliche Grundlagen für die stationären Hilfen zur Erziehung (26JP0019)
- Modul 3 – Kinder- und Jugendrechte, (Gewalt-)Schutz, Partizipation, Beschwerde (26JP0020)
- Modul 4 – Deeskalation und Konfliktmanagement (26JP0021)
- Modul 5 – Migrationssensibles Arbeiten und Umgang mit traumatisierten UmA (26JP0022)

Die Fortbildungsreihe besteht aus fünf Modulen. Die Module können einzeln gebucht werden.

Es wird empfohlen, vor der Teilnahme an den Modulen 3, 4 und 5 die Grundlagenmodule 1 und 2 der Fortbildungsreihe zu besuchen.

Teilnehmende erhalten pro Modul eine Teilnahmebescheinigung. Sofern Teilnehmende an mindestens vier Modulen teilnehmen, können sie eine zusammenfassende Teilnahmebescheinigung erhalten.
weitere Details

Kurs-Nr.
26JP0020
Dozent*in
Anke Hauer

Anmeldung möglich Anmeldung möglich
Fast ausgebucht Fast ausgebucht
Auf Warteliste Auf Warteliste
Kursausfall Ausfall
Anmeldung möglich, kein Status verfügbar Anmeldung möglich, kein Status verfügbar
Interessensbekundung möglich Interessensbekundung möglich
Keine Anmeldung möglich Keine Anmeldung möglich
 

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